3 fatale Webdesign Fehler, die Sie nie begehen sollten

Webdesign ist allgegenwärtig. Jede Homepage ist irgendwann einmal „designed“ worden. Einige mit erheblichem Aufwand, manche mit deutlich weniger Aufwand. Für ein Unternehmen ist gutes Webdesign jedoch Teil von erfolgreichem Online Marketing. Daher ist es wichtig eine Webseite aufzubauen, die nicht nur auf den ersten Blick schön aussieht, sondern auch den Ansprüchen der Besucher gerecht wird. Hierbei können viele Fehler gemacht werden, die im schlimmsten Fall zahlende Kunden kosten. Die fatalsten drei Webdesign Fehler stellt dieser Artikel vor.

 

Webdesign Fehler Nummer 1 – Ein Homepagebaukasten reicht aus

Ein professionelles Webdesign kostet Geld. Es ist nicht so, dass ein komplettes Einfamilienhaus damit abbezahlt wird. Aber gerade für junge Unternehmen oder Freiberufler mit eigenem Internetauftritt sind die entstehenden Kosten schon spürbar. Viele greifen dann auf Homepagebaukästen zurück, die meist von Webhostern zusätzlich zur Internetadresse oder dem Webspace mit angeboten werden. Das Angebot ist hier unterschiedlich und reicht von kostenlosen Tools bis hin zu ebenfalls sehr kostenintensiven Programmen. Auch der Funktionsumfang ist nicht immer gleich. So lassen einige Homepagebaukästen geringfügige Anpassungen am Design zu, während andere dies komplett unterbinden. Oder es lassen sich nur vorgefertigte Bilder einfügen, die jedoch in sehr geringer Anzahl überhaupt vorhanden sind.

 

Das Webdesign von Homepagebaukästen ist meistens nicht individualisierbar

Das Hauptproblem ist also die trotz aller Werbeversprechen nicht vorhandene Individualisierbarkeit der Designs. Die vorgefertigten Templates sind eventuell in Farbe und Schriftart anpassbar, ein individuell erstelltes Webdesign ist das Ergebnis aber nicht. Außerdem kann ein weiterer Nutzer desselben Programms das gleiche Design auswählen. Dadurch wäre der eigene Webauftritt nicht mehr unverwechselbar, sondern würde im schlimmsten Falle sogar dem eines direkten Konkurrenten gleichen. Im Online Marketing geht es auch um Einzigartigkeit. In diesem Bereich also mit Konkurrenten verwechselbar zu sein ist ein Webdesign Fehler, der unbedingt vermieden werden sollte.

 

Homepagebaukästen denken selten alle Wünsche ab und schützen nicht vor einem Webdesign Fehler

Das Versprechen der Homepage-Baukästen ist ein fertiges Webdesign innerhalb weniger Minuten. Einfach ein Template auswählen, hier und dort ein paar Grafiken einfügen und etwas Text hineinkopieren und schon ist die eigene Webseite online. Dieser Gedanke ist aber einer der klassischen Webdesign Fehler. Ein Internetauftritt ist nicht mit wenigen Klicks erstellt, er benötigt Vorbereitung und Überlegungen. Auch wird der Nutzer einer solchen Software selten bis gar nicht vor den klassischen Fehlern im Webdesign gewarnt. Das ist nachvollziehbar, denn aufwendige Logikprüfungen sind für solche Software schlicht zu teuer. Auch das Ziel des mit der Webseite verbundenen Online Marketing kann in einem Homepagebaukasten nur selten definiert werden. Eine gute Vorbereitung bei der Erstellung der eigenen Homepage ist somit immer die oberste Pflicht. Wird dieser Zeitaufwand realistisch mit eingerechnet, dann ist ein Homepagebaukasten weder kostenlos noch erheblich günstiger als ein professionelles Webdesign.

 

Webdesign Fehler 2 – Schlechte Navigation

Schlechte Navigation ist einer der verheerendsten Webdesign Fehler. Nichts ist für den Besucher einer Webseite frustrierender, als gewünschte Informationen lange suchen zu müssen oder diese nicht an den erwarteten Stellen zu finden. Eine Webseite mit klarer Struktur und einer Navigation, die den Besucher führt, zählt genauso zu einem erfolgreichen Online Marketing wie ein ansprechendes Webdesign.

 

Der klassische „Überladungs“-Fehler und das fehlende Navigationskonzept

Ein klassischer Fehler in der Navigation ist es, mit neuartigen und innovativen Navigationskonzepten überzeugen zu wollen. Dabei kommen zum Beispiel stark verschachtelte Menüs zur Anwendung. Die Navigation wird oft auch in grafische Elemente eingebettet, um besondere Aufmerksamkeit zu erzeugen. All das verwirrt den Besucher jedoch mehr, als es ihm hilft. Bei der Navigation gilt: „Keep it simple“. Die erste Ebene sollte aus nicht mehr als 4-5 Hauptnavigationspunkten bestehen. Mehr kann ein Mensch nicht erfassen. Auch für die weiteren Ebenen ist Sparsamkeit ratsam. Erstellen Sie ein Navigationskonzept mit allen wichtigen Punkten und lassen Sie unwichtige Punkte heraus. Die Aufgabe einer Webseite ist die Darstellung der Firma, des Produktes oder der Dienstleistung im Internet. Das Ziel sollte nicht sein, die komplette Firmengeschichte in Details dort unterzubringen. Beschränken Sie sich auf die wichtigen Informationen und animieren Sie mit Ihrer Webseite den Kunden dazu mit Ihnen in Kontakt zu kommen.

 

Seiten, die nie gefunden werden

Ein weiterer Webdesign Fehler in der Navigation sind Seiten, die nie gefunden werden. Sie sind also weder in der Navigation, noch in weiterführenden Links vorhanden. Eine Unterseite kann jedoch genau die Informationen enthalten, nach denen der Besucher gerade sucht. Da sie für ihn aber nicht existiert wird er den Eindruck haben, diese Informationen auf der Webseite nicht vorzufinden. Das Ergebnis ist der Besuch bei anderen Webseiten und der Verlust dieses Besuchers als möglichem Kunden oder Interessenten. Um diesen Webdesign Fehler auszuschließen, hilft erneut das Navigationskonzept. Es gibt Klarheit über die Inhalte. Aber auch verschiedene Tools bieten Unterstützung an. Sie suchen nach Seiten ohne bestehende Verlinkung und geben diese aus. Natürlich kann es gewünscht sein, eine Unterseite nicht aktiv zu verlinken. So kann es sich beispielsweise um eine Landing Page handeln, also die Zielseite einer Werbekampagne, die auf weitere Unterseiten zeigt. Trotzdem lohnt es sich hier, einen kritischen Blick zu haben und das eigene Webdesign aufmerksam zu prüfen.

 

Webdesign Fehler 3 – Kein Responsive Design

Laut einer Auswertung von Google werden heute bereits fast 50 Prozent aller Suchanfragen über Smartphones oder Tablets gestellt. Das bedeutet auch, die Seiten werden im Anschluss über diese Geräte besucht. Auch heute gibt es noch viele Webseiten, die kein Responsive Design besitzen oder es nur unzulänglich umgesetzt haben. Responsive Design bedeutet, dass der Besucher eine für sein Endgerät passende Version der Webseite ausgeliefert bekommt. Eine Webseite, die auf einem PC mit großem Bildschirm sehr gut lesbar ist, wird auf einem kleinen Smartphone-Display schnell unübersichtlich. In der Folge wird der Besuch abgebrochen, weil es umständlich ist die Webseite zu nutzen. Der Besucher wird ein anderes Angebot nutzen und ist wahrscheinlich sogar dauerhaft verloren.

 

Konzepte für jede Geräteplattform sind unabdingbar

Webdesign heißt auch immer Responsive Design. Es gibt verschiedene Techniken und konzeptionelle Grundlagen, die beachtet werden müssen. Es ist wichtig, für jede Geräteplattform festzulegen, was der Besucher dort sehen soll. Die Kategorien unterteilen sich klassisch in Computer, Tablet, Smartphone und mittlerweile auch SmartTV. Auf jeder dieser Plattformen sollten immer nur die Inhalte angezeigt werden, die entweder für sie optimiert wurden oder problemlos darstellbar sind. Jedoch gibt es bei vielen Webseiten passende Stylesheets, also definierende Textdateien für das Aussehen, meistens nicht. Im besten Falle wird eine sogenannte Mobile Version angeboten, die ihrem Namen aber selten gerecht wird. Dabei ist es heutzutage nicht mehr möglich zu sagen „Das muss im Webdesign nicht beachtet werden, weil die Seite nicht von mobilen Geräten angesteuert wird.“. Die Wahrheit ist, der Benutzer entscheidet über das Gerät der Nutzung. Und die Mehrheit dieser Benutzer nutzt mittlerweile mobile Geräte anstatt klassischer Computer. Folglich ist dieser Webdesign Fehler nur vermeidbar durch konsequente Beachtung auch dieser Nutzungsszenarien und passender Planung. Hierzu gehört ein Konzept für jede dieser Plattformen und die Beachtung der dort geltenden Standards.

 

Korrekte Skalierungen von Grafiken sorgen für passende Ladezeiten

Ein weiterer Punkt sind korrekte Skalierung von Grafiken und Illustrationen. Zwar sind in der Regel alle Geräte heutzutage mit breitbandigen Internet-Zugängen ausgestattet, auch im Mobilfunkbereich, aber eine lange Ladezeit ist trotzdem unangenehm. Dieser Webdesign Fehler entsteht durch die Nutzung von Grafiken, die auf die Anzeige in Prospekten ausgelegt sind, also eine sehr hohe Auflösung und dadurch auch eine hohe Dateigröße haben. Da jedes Byte einer Datei zuerst zum Endgerät des Besuchers einer Webseite übertragen werden muss, ist eine Reduktion der Dateigröße auch immer mit einer schnelleren Anzeige des Dateiinhalts verbunden. Alle Bilder einer Webseite sollten für die Darstellung im gewünschten Webdesign optimiert und entsprechend komprimiert sein. Optimiert bedeutet, die passende Größe für das Design wird gewählt und das Bild entsprechend gespeichert. Wenn das Originalbild 2.400 mal 2.400 Pixel groß ist und nur 200 mal 200 Pixel benötigt werden, dann sollte es entsprechend verkleinert werden. Die gängigen Grafikprogramme bieten dazu passende Funktionen an. Ein weiterer Punkt ist die Wahl des richtigen Dateiformates. Auch hier gibt es Dateiformate, die Bilder beim Speichern komprimieren, und das ohne Qualitätsverlust oder mit im Internet nicht sichtbaren Qualitätseinbußen. Komprimierung heißt, die Dateigröße wird kleiner. Das bedeutet natürlich kürzere Ladezeiten. Grafiken für Prospekte werden in der Regel im Format TIF (Tagged Image File) gespeichert, welches kaum Komprimierung aufweist. Im Internet haben sich die Formate JPEG, PNG (Portable Network Graphic) und GIF etabliert. Letzteres wird gerne verwendet, um animierte Grafiken darzustellen.

 

Fazit

Gutes Webdesign beginnt mit einem passenden Konzept. Es fügt sich in bestehende oder geplante Maßnahmen des Online Marketing ein und bietet dem Besucher der Webseite einen Mehrwert. Es ist plattformunabhängig und sorgt für ein positives Nutzererlebnis. Um das zu erreichen ist die Webseite im Vorfeld gezielt geplant worden und die zu erreichenden Ziele wurden definiert. Dabei hilft es immer, sich selbst die Frage zu stellen: „Was würde ich selbst auf dieser Seite erwarten und was erwartet ein Besucher?“ Bevor eine Webseite ins Netz gestellt wird, sollte sie von mehreren Personen getestet werden, um ein Feedback und Verbesserungsvorschläge zu erhalten. Die klassischen Webdesign Fehler zu umgehen erfordert Zeit und Aufwand. Diese Mühe zahlt sich jedoch aus durch hohe Nutzerakzeptanz, wiederkehrende Besucher und eine steigende Online-Reputation. Zusammengenommen ist erfolgreiches Webdesign also ein Teil von erfolgreichem Online Marketing und eine Säule für dauerhaften Erfolg im Internet.