3D-Brillen: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Spätestens seit dem Film „Avatar“ sind die 3D-Brillen weltweit auf dem Vormarsch. Zu verdanken ist das vor allem der fortschreitenden Technologie, welche den Blick durch die beliebten 3D-Brillen in Zukunft wohl noch atemberaubender macht.

Vision mit Happy End: Die 3D-Brille

Brillen, die einen dreidimensionalen Blick ermöglichen sollen, gibt es schon lange. Wirklich durchsetzen konnten sie sich allerdings lange nicht, was an verschiedenen Kinderkrankheiten lag. Schon in den 1840er Jahren gab es die ersten Vorläufer der Brillen, wie wir sie heute kennen. Der Maler Martin Betencourt zeichnete die 3D-Bilder damals von Hand auf aufklappbare Postkarten und verkaufte sie für erstaunliche Summen. Das Interesse an der dritten Dimension war also schon immer da und wurde im Jahr 1895 noch weiter angeheizt, als die Brüder Lumiére den ersten 3D-Film erschufen. Wenig später erschienen die ersten Farbfilterfilme und Mitte der 50er Jahre kam schließlich der erste große Boom der 3D-Technologie. Besonders lange blieb der Erfolg jedoch nicht bestehen, da die Filme durch die Technik einen Großteil ihrer Qualität einbüßten. Zudem bekamen vor allem Kinder Probleme und litten nach den Vorstellungen unter Kopfschmerzen und Schwindelgefühlen. Erst 2009 konnte sich die Technologie endgültig etablieren und ist bis heute ein fester Bestandteil des Kinogewerbes. Durch Hersteller wie Sony, Samsung oder Philips wachsen die technischen Möglichkeiten rasant weiter. Shutter Brillen für Kinder sind inzwischen ebenso erhältlich wie solche, die für Spielekonsolen verwendbar sind.

Die Shutter Brille erobert den Fernseher

Bedingt durch den großem Boom, der vor wenigen Jahren um die 3D-Brille entstand, verbreitete sich die dritte Dimension auf immer mehr Medien. Fernseher wurden damit ausgestattet, Spielkonsolen können 3D mittlerweile sogar ohne Brille darstellen und die ersten Smartphones setzen nun ebenfalls auf den 3D-Effekt. Die Qualität der Darstellung schreitet dabei immer weiter fort. Gab es zu Anfang noch Geisterbilder und ähnliche Probleme, ist es durch die Shutterbrille mittlerweile möglich, Filme ohne Einschränkungen in 3D zu sehen. Auch das Design der Brillen verbessert sich stetig. Die neuen Modelle von Samsung, Sony, Philips und Co., welche teilweise schon in dritten Generation angeboten werden, sind leicht und haben Kinderkrankheiten wie eine zu dunkle Darstellung und das erwähnte Ghosting längst überwunden.
Neben diesen technischen Verbesserungen verändert sich vor allem der Anwendungsbereich von 3D-Brillen. Waren es bis vor Kurzem hauptsächlich Filme, die dargestellt wurden, sind es nun Spiele und virtuelle Welten. Oculus Rift, Sony VR und andere 3D-Brillen deuten bereits an, wohin die Entwicklung in Zukunft geht.

Virtual Reality: Die Zukunft der 3D-Brillen

Schon heute ist die Vision, mit Hilfe von speziellen 3D-Brillen in eine virtuelle Realität einzutauchen. greifbar. In Zukunft wird sich diese Entwicklung durch die Google Glasses und andere Technologien fortsetzen. So könnte es bald schon möglich sein, komplette Welten in die dritte Dimension zu übertragen und diese mit Hilfe der Shutterbrille zu nutzen. Sei es zu Unterhaltungszwecken oder für die Forschung. Schließlich sind die Möglichkeiten in einem virtuellen Raum nahezu unbegrenzt. In der nahen Zukunft wird dies jedoch höchstwahrscheinlich noch nicht geschehen. Viel mehr wird die Brille für den Einsatz im Heimkino optimiert und auch die Technologie selbst wird immer weiter verbessert, damit sie für unterschiedlichste Zwecke verwendbar ist.

Bild: s.kunka / pixelio.de

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