An was bei einem Umzug alles gedacht werden muss

Gründe für einen Umzug gibt es viele. Sei es ein neuer Job, Familienzuwachs oder die ganz große Liebe in einer anderen Stadt, immer muss nicht nur der Koffer, sondern auch ein Umzugs-LKW gepackt werden. Damit die Umzüge reibungslos funktionieren, haben wir ein paar Tipps zusammengestellt.

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  • Aussortieren spart Arbeit

Bevor der komplette Hausstand verpackt wird, sollt erst einmal Bestandsaufnahme gemacht werden. Es gibt unendlich viele Gegenstände, die über Jahre in Wohnungen verstauben, ohne ein einziges Mal zur Hand genommen zu werden. Diese Dinge können entweder über Online-Auktionshäuser zu Geld gemacht werden. Oder sie wandern auf den Sperrmüll. Keinesfalls sollte der unnütze Ballast jedoch den Wohnungswechsel mitmachen, um dann in der neuen Bleibe wieder einzustauben.

  • Kisten bestellen – Lieber ein paar mehr

Als nächstes geht es daran, die Kisten für den Umzug zu bestellen. Dabei hilft es, wenn zuvor eine Checkliste aller Gegenstände gemacht wird, die umgezogen werden sollen. Mit dieser Checkliste kann nun grob geplant werden, wie viele Dinge in einen Umzugskarton passen. Da es leicht möglich ist, sich dabei zu verschätzen, sollten etwa ein Drittel mehr Kartons für den Umzug bestellt werden, als geplant. Nichts ist ärgerlicher, als Umzüge unterbrechen zu müssen, weil zunächst ein Helfer losfahren muss, um weitere Kartons zu besorgen.

  • Umzugskartons – Auf das Gewicht ist zu achten

Sind die Kartons eingetroffen, kann die Packarbeit beginnen. Sinnvoll dabei ist es, eine Waage zur Hand zu haben. Damit lässt sich überprüfen, ob der Umzugskarton noch so leicht ist, dass er problemlos getragen werden kann. Schwerer als 20 Kilo sollte ein Umzugskarton niemals sein. Dann bestehen gute Chancen, dass die Umzugshelfer auch noch nach der ersten Stunde bei Laune sind. Zudem wird ein leichterer Karton auch nicht so einfach reißen.

  • Richtig packen – Schichten sind die beste Wahl

Um zu vermeiden, dass Kisten zu schwer beladen werden, ist es sinnvoll, verschiedene Lagen zu packen. So könnte eine Schicht Bücher den Anfang bilden, gefolgt von einer Lage Kleidung. Und ganz obenauf kann dann weich und stoßfest Geschirr gelagert werden.

  • Beschriftung nicht vergessen

Ganz wichtig ist es, auf den Kisten genau zu notieren, welche Gegenstände darin verpackt sind. So wird vermieden, dass nach dem Umzug das große Rätselraten beginnt, was sich in den jeweiligen Kartons befindet. Ideal ist es, wenn zudem gleich notiert wird, in welchem Raum in der neuen Wohnung die Kiste abgestellt werden soll.

  • Zimmerplan für die neue Wohnung erstellen

Solch eine Beschriftung der Kisten ist natürlich nur sinnvoll, wenn vor dem Umzug ein Plan der neuen Wohnung erstellt wurde. Dieser Plan sollte dann an der Wohnungstür und an jedem Raum angebracht werden, damit die Umzugshelfer eine klare Vorstellung haben, was wohin gehört.

  • An Füllmaterial denken

Neben den Kartons ist es sinnvoll, dass für den Umzug ein großer Stapel Zeitungen bereitliegt. Damit lässt sich Geschirr stoßfest verpacken. Scherben am Ankunftsort können so vermieden werden. Zudem dient die Zeitung auch dazu, Lücken im Umzugskarton zu stopfen und somit den Inhalt zu fixieren.

  • Hilfsmittel sparen Arbeit

Natürlich lässt sich so ein Umzug auch mit Muskelkraft bewältigen. Aber spätestens, wenn es gilt, die Waschmaschine ohne Fahrstuhl aus dem dritten Stock ins Erdgeschoss zu befördern, ist eine Sackkarre Gold wert. Und auch Tragegurte können den Transport schwerer Möbel, wie etwa Sofas oder Schränke, erheblich erleichtern.

  • LKW bestellen – Je größer desto besser

Bei der Wahl des LKW ist klotzen und nicht kleckern angesagt. Denn immer wieder kommt es vor, dass für einen Umzug ein zu kleines Fahrzeug bestellt wird. Dann lässt sich der Wagen nicht auf einmal beladen und die Helfer müssen warten, bis der LKW oder Transporter am Ankunftsort entladen worden ist. Erst dann kann der Umzug fortgesetzt werden. Ein größeres Auto hingegen wird nur einmal befüllt und entladen. Dann ist der Umzug erledigt. Doch ein großer LKW hat noch einen weiteren Vorteil. Es muss nicht auf den Millimeter genau geplant werden, wie das Fahrzeug zu beladen ist. Das Sofa wird einfach aufgeladen und der Kleiderschrank eben daneben gestellt.

  • Spanngurte nicht vergessen

Damit das Transportgut während der Fahrt nicht verrutschen oder gar umfallen kann, ist es wichtig, darauf zu achten, dass sich ausreichend Haltegurte im LKW befinden. Im Notfall müssen zusätzliche Gurte im Baumarkt gekauft oder beim Vermieter geliehen werden.

  • Parkverbot rechtzeitig beantragen

Damit der große LKW auch problemlos geparkt werden kann, ist es wichtig, rechtzeitig vor dem Umzug bei Stadt oder Gemeinde ein temporäres Halteverbot wegen Umzugs zu beantragen. Der Antragssteller erhält dann klassische Halteverbotsschilder, die vor der neuen und der alten Wohnung aufgestellt werden und dafür sorgen, dass ausreichend Parkfläche vorhanden ist.

  • Ausreichend Helfer einladen

Umzüge sind eine schweißtreibende und kräftezehrende Angelegenheit. Doch je mehr Helfer beteiligt sind, umso leichter geht die Sache von der Hand. Wenn etwa Kisten von der Wohnung in den LKW gebracht werden müssen, können die Helfer eine Kette bilden, so dass keiner schwere Kartons über lange Strecken schleppen muss. Um am Tag des Umzugs ausreichend helfende Hände vor Ort zu haben, sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Vielerorts gibt es zum Beispiel einen Studentenservice, der kräftige, angehende Akademiker für Umzüge kurzfristig vermittelt. Eine andere Variante ist es, den Freundeskreis zu einer Umzugsparty zu laden, tatkräftige Unterstützung vorausgesetzt.

  • Eine gute Brotzeit hält die Helfer bei Laune

Inzwischen ist der Tag des Umzugs gekommen und der Kühlschrank hoffentlich prall mit Lebensmitteln und Getränken für die Helfer gefüllt. Denn die müssen über längere Zeit bei Kräften gehalten werden. Und das funktioniert mit einer anständigen Verpflegung am besten. Zudem hebt das regelmäßige gemeinsame Mal auch die Laune und damit die Arbeitsmoral. Bei der Auswahl der Speisen und Getränke sollte darauf geachtet werden, dass durch die Lebensmittel die Arbeitskraft auch wirklich gesteigert wird. Ein Umzug, der bereits morgens um 09:00 Uhr mit Bier und Leberkäse beginnt, kann zwar recht spaßig werden, dauert aber meist deutlich länger. Besser ist es, Wasser, Säfte und Vollkornsandwiches bereitzustellen. Das kühle Blonde oder Sekt und Wein kann dann nach getaner Arbeit genossen werden.

  • Arbeitseinteilung

Damit während des Umzugs nicht jeder irgendetwas macht, ist es wichtig, gleich zu Beginn einen Arbeitsplan zu erstellen. So kann die eine Gruppe damit beschäftigt sein, Küchenmöbel abzubauen, während die anderen das Wohnzimmer leerräumen. Es muss nur gleich zu Beginn klargemacht werden, wer die Ansagen macht und wer ausführt. Das hat nichts mit Schikane zu tun, sondern sorgt lediglich dafür, dass sich die Helfer nicht gegenseitig auf den Füßen stehen.

Ist der Umzug erst einmal geschafft, sollte nicht vergessen werden, den erfolgreichen Abschluss gebührend zu feiern. Es gehört zum guten Ton, den Helfern mit einem feinen Getränk und einem schönen Essen für ihre tatkräftige Beteiligung zu danken. Da es in der neuen Wohnung meist noch nicht besonders einladend aussieht, empfiehlt es sich, gemeinsam in ein einfaches Restaurant oder einen Biergarten zu ziehen.

Bild: Viktor Mildenberger / pixelio.de

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