Der US-Wahlkampf

Am 8. November 2016 wählen die Vereinigten Staaten von Amerika ihren neuen Präsidenten. Es handelt sich um den 58. US-Wahlkampf und Präsidenten der USA; der Präsident wird an diesem Tag jedoch durch die sogenannten Wahlmänner des Electoral College bestimmt. Die eigentliche Wahl, bei welcher die Wahlmänner ihre tatsächliche Stimme abgeben, findet 41 Tage später statt. Dabei handelt es sich um den 18. Dezember 2016. Die Demokraten haben mit Hillary Clinton die wohl bekannteste amerikanische Politikern ins Rennen geschickt; für die Republikaner treten nach der knappen Wahlniederlage von Mitt Romney unterschiedlich bekannte Konservative an, wobei Jeb Bush und Rand Paul zu den Favoriten zählen.

Gibt es nach dem ersten schwarzen Präsidenten die erste Frau an der Spitze der USA?

Dass die Amerikaner ein besonderes Wahlrecht haben, bei welchem sogenannte Wahlmänner ins Rennen geschickt werden, die sodann den Präsidenten wählen, ist ein einzigartiges, wenn auch veraltetes demokratisches Modell. Wer am Ende gegeneinander antritt, ist noch offen. Derzeit haben jedoch einige Personen ihr Interesse bekundet bzw. bereits ihre Kandidatur öffentlich angepriesen. Nun heißt es Sponsoren zu finden, denn die amerikanische Wahlwerbung kostet Unsummen an Geld. Dabei sind vor allem reiche Sponsoren, die sich klar für einen der Kandidaten aussprechen, von Vorteil.

Die Demokraten – schafft es Hillary Clinton?

Barack Obama, der amtierende Präsident der Vereinigten Staaten, kann – laut dem 22. Zusatzartikel der Verfassung – nach seiner zweiten Amtsperiode nicht mehr als Präsident der USA antreten. Doch wer wird sein Nachfolger? Bei den Demokraten haben sich bereits einige Kandidaten in den Vordergrund gespielt, wobei jedoch Hillary Clinton, die ehemalige First-Lady des 55. Präsidenten Bill Clinton, als Favoritin gilt. Sie selbst trat bereits im vorletzten US-Wahlkampf gegen Barack Obama an, konnte aber nicht überzeugen und schied vorzeitig aus. Ihre Kontrahenten aus dem demokratischen Lager sind Bernie Sanders, Lincoln Chafee, Jim Webb sowie Martin O’Malley, Joe Biden und Luis Gutierrez. Biden und Gutierrez haben bislang jedoch nur ihr Interesse bekundet; ob sie tatsächlich antreten oder einen der bereits fixen Kandidaten unterstützen, bleibt abzuwarten.

Die Republikaner wollen endlich wieder an die Macht

Auch die Republikaner stehen bereits in den Startlöchern. Bislang haben Ted Cruz, Rand Paul, Ben Carson, Marco Rubio, Carly Fiorina, Lindsey Graham, Chris Christie, Jeb Bush, Rick Perry sowie George Pataki ihre Kandidatur bestätigt. Jedoch gibt es auch einige Republikaner, die bereits ihr Interesse bekundet haben, aber noch nicht fix ihre Kandidatur zugesichert haben. Darunter befinden sich Mike Huckabee, Donald Trump, Scott Walker, Kelly Ayotte oder auch Steve King. Mitt Romney, der bei der letzten Wahl knapp gegen den amtierenden Präsidenten Obama verlor, wird – auch wenn viele Insider eine Kandidatur noch für möglich halten – nicht in den Ring steigen. Klare Favoriten gibt es bei den Republikanern noch nicht. Insider gehen jedoch davon aus, dass es ein knappes Rennen zwischen Jeb Bush und Rand Paul geben wird. Vor allem Rand Paul steht für eine strikt konservative republikanische Politik, die vor allem die Basis der Republikaner ansprechen soll.

Die Ära Obama neigt sich ihrem Ende zu – folgt ein Demokrat oder ein Republikaner?

Von den Liberalen meldete Gary Johnson seine Kandidatur; für die Grünen wird Jill Stein in den US-Wahlkampf gehen. Erfahrungsgemäß werden jedoch weder Johnson noch Stein eine realistische Chance auf das Amt des Präsidenten haben; die Politik der USA ist seit Jahrzehnten von Demokraten und Republikanern geprägt. Fakt ist: Es wird spannend werden; schlussendlich hat zum ersten Mal eine Frau eine realistische Chance auf das höchste Amt im Land.

Bild: Rödi / pixelio.de

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