Deshalb ist Führungskräftetraining das A&O für erfolgreiche Unternehmen

Führungskräfte findet man in jedem Unternehmen, doch nicht immer wurden diese Personen speziell für ihre Aufgaben ausgebildet. Vielmehr werden häufig ausgezeichnete Fachkräfte in Führungspositionen befördert, die dann mit ihren neuen Aufgaben mangels Ausbildung und Erfahrung überfordert sind, denn Führung umfasst vielmehr als die bloße Delegation von Aufgaben. Gute Führungskräfte müssen den Umgang mit Angestellten und Kunden beherrschen, Organisationstalent besitzen und für ein angenehmes Betriebsklima sorgen. Wie kann man daher junge Führungskräfte optimal auf ihre neuen Aufgaben vorbereiten und kann jeder Führung lernen? Ganz einfach – durch effizientes und gezieltes Führungskräftetraining!

 

Was ist Führung und welche allgemeinen Führungsgrundlagen gibt es?

Unter Führung versteht man die direkte oder indirekte Beeinflussung von Personen, um gesteckte Ziele zu realisieren. Bei der direkten Beeinflussung muss die Führungskraft dabei eine persönliche Beziehung zu den Mitarbeitern aufbauen und diese so dazu motivieren, die Aufgaben zu erledigen, die notwendig sind, um die Unternehmensziele zu erreichen. Im Gegensatz dazu können Mitarbeiter auch indirekt, beispielsweise durch bestimmte Anreize oder Kennzahlensysteme, dazu bewogen werden, ihre Leistung auf einem hohen Niveau zu halten oder gar zu steigern.
In beiden Fällen ist es Aufgaben der Führungskraft, die notwendigen Strategien zu entwickeln und Rahmenbedingungen zu schaffen, mithilfe derer Mitarbeiter ihr Potenzial voll ausschöpfen können. Eine gute Führungskraft ist daher viel mehr als nur ein Vorbild. Ein exzellenter Manager schafft es, eine Vertrauensbasis zwischen ihm und seinen Mitarbeitern herzustellen. Er verfügt auch über die Fähigkeit, unternehmerisch zu denken und sein Team konstant zu Höchstleistungen zu motivieren und so die gesetzten Zielvorgaben mit Leichtigkeit zu erreichen.

 

Warum ist Führungskräftetraining ein essenzieller Baustein für jedes erfolgreiche Unternehmen?

Die Fähigkeit Menschen führen zu können, entscheidet über den Erfolg oder Misserfolg einer Organisation. Wählt die Führungskraft die falsche Strategie oder schafft sie es nicht, die Zielvorgaben zu erreichen, so wirkt sich das negativ auf das Unternehmen aus. Viele Führungskräfte kommen jedoch nicht aus dem Bereich des Managements, sondern aus bestimmten Fachbereichen wie beispielsweise der Technik oder aus dem medizinischen Bereich. Sie verfügen daher über ein großes Fachwissen, haben jedoch meist keine oder nur spärliche Erfahrung mit Mitarbeiterführung. Dabei müssen Führungskräfte jedoch den Umgang mit anderen Menschen souverän beherrschen und sich auch mit Organisationsplanung, Konfliktmanagement und Mediation auskennen. Damit sich junge Führungskräfte dieses Wissen schnell aneignen können, lohnt es sich für Unternehmen, diese Mitarbeiter speziell zu schulen. Zudem können auch erfahrene Führungskräfte von einem Führungskräftetraining profitieren, da es jährlich zu neuen Erkenntnissen in der Gesprächsforschung kommt und diese Erkenntnisse in Seminaren effektiv erlernt und geübt werden können.

 

Führungskräfteentwicklung auf internationaler Ebene

Führungskräfteprogramme sind besonders auf internationaler Ebene eine Herausforderung für jedes Unternehmen und müssen daher mit größter Sorgfalt geplant und umgesetzt werden. Im Vordergrund steht dabei in erster Linie der Bedarf an internationalen Führungskräften im Unternehmen selbst. Dieser Bedarf ist meist dann gegeben, wenn die Organisation expandiert und die offenen Führungspositionen in den neuen Märkten nicht aus den eigenen Reihen bedienen kann. Abhängig vom Land, in welchem das Unternehmen zukünftig tätig sein möchte, kann sich der Arbeitsmarkt und die damit einhergehende nationale Mitarbeiterfluktuationsrate beträchtlich unterscheiden. Insbesondere aufstrebende Schwellenländer mit ihrer dynamischen Arbeitnehmerschaft sind Großteils dafür bekannt, dass Mitarbeiter häufig das Unternehmen wechseln, womit der Bedarf an internationaler Führungskräfteentwicklung steigt.

 

Zentrale oder dezentrale Führungskräfteentwicklung?

Eine internationale Führungskräfteentwicklung kann zentral gesteuert werden, sollte jedoch immer auf die einzelnen Märkte abgestimmt werden. Hierbei kann es empfehlenswert sein, die Nachwuchsführungskräfte in den allgemeinen Werten und Grundsätzen des Unternehmens zu schulen und sie Vorort partnerschaftlich dabei zu unterstützen, die gegebenen Ziele und Kennzahlen zu erreichen. Ein besonderes Augenmerk sollte dabei auf den Vertrauensaufbau gelegt werden, da Vertrauen die Loyalität der Mitarbeiter stärkt, womit Mitarbeiterfluktuationen minimiert werden können. Zudem ist es wichtig, alle Ziele klar zu kommunizieren und die geforderten Ergebnisse messbar zu machen. So kann das Controlling bei Abweichungen frühzeitig eingreifen und passende Maßnahmen ergreifen, um die Führungskräfte wieder in die gewünschte Richtung zu lenken.

 

Nachwuchsführungskräfteentwicklung

Nachwuchsführungskräfte müssen sich, um in ihrem Job erfolgreich zu sein, nicht nur im Fach auskennen, sondern auch unterschiedliche Charakterzüge und Eigenschaften aufweisen, wie beispielsweise die Fähigkeit Entscheidungen treffen zu können. Sie benötigen zudem genügend Einfühlungsvermögen, um ein Team erfolgreich zu leiten und auch genügend betriebswirtschaftliches Verständnis, um Kennzahlen und Bilanzen richtig interpretieren zu können. All diese Fähigkeiten können erlernt werden, wenngleich dieses Führungskräftetraining einiges an Zeit in Anspruch nehmen kann.

 

Auf was sollte bei der Auswahl von Nachwuchsführungskräften besonders geachtet werden?

Führungskräfte müssen nicht nur Selbstmanagement beherrschen, sondern auch ein großes Wissen über Organisations- und Beziehungsmanagement haben. Sie müssen zudem psychisch so wie physisch belastbar sein und gerne mit Menschen zu tun haben. Exzellente Facharbeiter, die verschlossen und scheu sind, sind daher als Nachwuchsführungskraft ebenso ungeeignet wie Selbstdarsteller oder notorische Zuspätkommer. Eine Führungskraft ist immer auch Vorbild und die Mitarbeiter in den Teams werden sich in ihrem Verhalten der Führungskraft anpassen. Daher sollten nur jene Personen für eine Führungsposition infrage kommen, die einerseits zum jeweiligen Team passen und andererseits auch das notwendige Set an Soft Skills für den Job an den Tag legen.

 

Maßgeschneiderte Führungskräfteentwicklung

Ein Führungskräftetraining nach dem Gießkannenprinzip führt nur in den seltensten Fällen zum Erfolg. Viel wichtiger ist es, die Kandidaten zu analysieren und mit den Schulungen dort anzusetzen, wo die größten Schwierigkeiten und Wissenslücken bestehen. Um die Schwachstellen der Nachwuchsführungskräfte herauszufinden, eignen sich beispielsweise Assessment-Center, Audits oder Interviews. Auf Basis der Daten können dann individuelle Schwerpunkte gesetzt und die passenden Seminare und Lehrgänge ausgewählt werden. Bestehen größere Wissenslücken, so können auch Ausbildungsvereinbarungen getroffen werden. Diese Ausbildungsvereinbarungen bieten dem Unternehmen meist eine bestimmte Sicherheit, dass die Nachwuchsführungskraft das Unternehmen nach Abschluss der Ausbildung nicht sofort wieder verlässt und das Unternehmen dann auf den Ausbildungskosten sitzen bleibt.

 

Das Coaching

Nach der Teilnahme an einer oder mehrerer Weiterbildungsmaßnahmen kann es für Nachwuchsführungskräfte sinnvoll sein, wenn ihnen das Unternehmen in den ersten 3 bis 6 Monaten einen persönlichen Coach zur Verfügung stellt. Management ist noch immer ein Handwerk, welches erst über die Zeit erlernt werden kann. Durch einen Coach hat die Nachwuchsführungskraft den Vorteil, bei aufkommenden Problemen einen sicheren Berater an der Seite zu haben. Die junge Führungskraft profitiert von der Erfahrung des Coachs und kann so Anfängerfehler, die dem Unternehmen womöglich Geld kosten, vermeiden.

 

Was ist Fachkarriere?

Auch heute noch werden viele Führungskräfte aufgrund ihres Fachwissens und nicht aufgrund ihrer Fähigkeit zu führen, befördert. Besonders im technischen Bereich ist es dabei üblich, den besten Ingenieur zum Team- oder Abteilungsleiter zu machen. Objektiv gesehen sind diese beiden Jobs jedoch vollkommen verschieden und nicht jeder gute Facharbeiter möchte eine Führungsposition übernehmen. Der Reiz einer Führungsposition besteht für Facharbeiter zum großen Teil darin, mehr Gehalt oder Anerkennung zu erhalten und so übernehmen sie Positionen, für die sie nicht geeignet sind.
Um diesen Umstand Einhalt zu gebieten, etablierten große Unternehmen in den letzten Jahren und Jahrzehnten die sogenannte Fachkarriere. Dank dieser Karrieremöglichkeit können sich ausgewiesene Fachkräfte auf ein Spezialgebiet fokussieren und sich in diesem gezielt weiterbilden. Sie erhalten dafür eine bessere Bezahlung und oftmals auch weitere Anreize wie beispielsweise einen Firmenwagen.

 

Vorteile und Nachteile einer Fachkarriere

Dem Unternehmen entsteht durch eine Fachkarriere der Nachteil, dass sie bei einem krankheitsbedingten Ausfall oder bei Kündigung des Spezialisten vor einem Engpass stehen. In einigen Bereichen gibt es häufig nur eine Handvoll Experten, die diese Lücke füllen können, womit das Unternehmen unter enormen Druck geraten kann. Auch für den Experten selbst ist diese Karriereoption nicht immer förderlich für die Berufslaufbahn. Der Experte steht im Falle einer Kündigung ebenfalls vor dem Problem, einen adäquaten Job zu finden und muss im schlimmsten Fall Gehaltseinbußen oder einen Umzug in Kauf nehmen.
Eine Fachkarriere hat jedoch auch einige Vorteile zu bieten. So bekommt der Experte durch sein Wissen eine hohe Position im Unternehmen und rutscht somit in der Hackordnung eine oder mehrere Stufen nach oben. Dies führt zu einer größeren Zufriedenheit mit dem Job und auch zu Prestige innerhalb des Unternehmens. Zudem benötigen Organisationen hoch spezialisierte Fachkräfte, um innovativ zu bleiben und Wettbewerbsvorteile erzielen zu können. Erfolgreiche Fachkarrieren findet man daher oftmals in der IT und auch an Universitäten oder in der Kunst.

 

Fazit

Kein Unternehmen kann ohne exzellente Führungskräfte erfolgreich sein. Der Erfolg der Organisation steigt und fällt immer mit der Qualität der Führungskräfte und daher ist die Führungskräfteausbildung einer der wichtigsten Eckpfeiler in jedem Unternehmen. Die gesetzten und angebotenen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sollten daher immer mit höchster Priorität behandelt und zur Chefsache erklärt werden. Führung kann zum Glück von jedem, der es möchte, mit dem passenden Führungskräftetraining erlernt werden, womit sich eine Investition in die Weiterbildung einer Führungskraft für ein Unternehmen so gut wie immer auszahlt.
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