Fußbodenheizung und die Alternativen – Was ist am besten?

Es gibt kaum etwas Angenehmeres, als aus der Dusche zu kommen und auf einen warmen Fliesenboden zu treten. Oder auch morgens aus dem Bett aufzustehen und leicht angewärmtes Parkett unter den Füßen zu spüren. Moderne Fußbodenheizungen machen diesen Komfort heutzutage problemlos möglich. Dennoch fragen sich viele Menschen, wo eigentlich genau die Vorteile liegen – und ob es Alternativen dazu gibt, mit denen man beim Heizen Geld sparen könnte?

Sparen beim Heizen – deshalb lohnt sich die Fußbodenheizung

Dank der Erdwärme, einer alternativen Energie-Quelle, ist insbesondere das Heizen von Immobilien wunderbar möglich – und das mit einem relativ geringen Stromverbrauch. Eine unter der Lauffläche installierte Heizung sorgt dafür, dass sich die warme Luft ideal im Raum verteilt. Am besten ist es, diese Entscheidung schon während der Bauphase eines Hauses zu treffen, da ein nachträglicher Einbau teilweise mit sehr hohen Kosten verbunden sein kann.

Doch weshalb nennt man diese Art von Heizung einen „optimalen Verteiler von Erdwärme“? Hier liegt der Grund bei der recht geringen Vorlauftemperatur. Das Wasser benötigt lediglich eine Temperatur von etwa 30 °C, um anschließend durch die Leitungen strömen und den Boden erwärmen zu können. Die Wärme kann sich auf diese Weise selbst auf größeren Flächen gut verteilen und heizt den gesamten Fußboden eines Raumes gleichmäßig. Estrich, der sich über den Rohren befindet, kann darüber hinaus äußerst gut Wärme-Energie einspeichern. Das bedeutet: Eine Wärmepumpe muss die aus der Erde geförderte Wärme lediglich geringfügig erwärmen, da der Estrich selbige speichert, was eine Menge Energie spart bzw. den Stromverbrauch drastisch senkt.

Sehr wichtig ist jedoch, dass das Haus eine möglichst gute Wärmedämmung besitzt. Mithilfe dieser Wärmedämmung nämlich benötigt eine Immobilie keine weitere Heizanlage, sondern kommt mit jener unter der des Bodens absolut aus.
Noch ein guter Tipp: Betreibt man die Bodenheizung mit Geothermie, lassen sich die Kosten noch einmal deutlich reduzieren. Nur 35% der gesamten Energie für das Heizen müssen für die Wärmepumpe entrichtet werden.

Alternativen zur Fussbodenheizung – was lohnt sich im Haus?

Es gibt natürlich noch viele weitere Möglichkeiten neben der klassischen Fussbodenheizung, im Eigenheim für behagliche Temperaturen zu sorgen. Eine Option sind beispielsweise die elektrischen Wandheizungen, welche einzeln als Elemente erhältlich sind. Sie werden unmittelbar unter dem Putz eingebaut und kommen beispielsweise dann zum Einsatz, wenn eine bereits bestehende Heizanlage nicht für eine optimale Wärmeversorgung ausreicht. Eine elektrische Wandheizung gibt sogenannte Strahlungswärme ab. Sie erwärmt zwar die Luft im Raum, wird allerdings – im Gegensatz zur Variante mit einem Heizkörper – nicht umgewälzt. Zu empfehlen sind sie vor allem für Menschen, welche auf Staub allergisch reagieren.

Noch eine andere Lösung ist die sogenannte Marmorheizung, da dieses Material besondere Eigenschaften besitzt. Jeder, der schon einmal auf Stein – wie beispielsweise dem bekannten „heißen Stein“ – Fleisch gegrillt hat, weiß, wie hoch die Temperaturen von Naturstein werden können. Genau hier setzt das Prinzip der Marmorheizung an: Sie werden mit einem absoluten Minimum an elektrischem Strom versorgt und erwärmen sich dadurch schon massiv. Ein Vorteil ist auch ihre platzsparende Form, denn für Marmorplatten ist lediglich eine Einbautiefe von etwa 3 cm erforderlich. Gewöhnliche Heizkörper brauchen hier schon eine ganze Menge mehr Platz! Die Marmorheizung ist eine gute Alternative zur Heizanlage im Fußboden und kann problemlos als alleinige Vollheizung verwendet werden. Alternativ dazu eignet sie sich allerdings auch als zusätzliche Heizlösung im Badezimmer oder in anderen Räumen.
Und nicht zuletzt sind Platten aus Marmor eine wunderbare und sehr edel wirkende Dekoration in jedem Zuhause!

Der beste Rat für die Heizung daheim: Eine Kombi-Lösung!

Nun fragt man sich sicherlich: Was ist letzten Endes die beste Lösung angesichts dieser vielen Varianten? Optimal ist eine Kombination von zwei Systemen, wie beispielsweise einer Fußbodenheizung, über der sich ein Belag aus Naturstein befindet. So nutzt man die Vorteile beider Elemente bestmöglich aus. Wer darüber hinaus im Wohnzimmer noch eine große Schiebetür vom Haus zum Gartenbereich hin besitzt, kann außerdem in die Böden integrierte Konvektoren oder Radiatoren einbauen. Bei schlecht wärmegedämmten Immobilien ist eine Marmorheizung immer eine gute Wahl, insbesondere im Badezimmer rentiert sich der Einbau.

Bild: Rolf / pixelio.de

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