Mit der Robotik in die Zukunft investieren

Im 20. Jahrhundert ereigneten sich drei bahnbrechende Technologiesprünge: Nach den Autos, der Elektronik und dem Internet deutet sich mit der Robotik die nächste Etappe technologischen Fortschritts an. Nachdem die Autos unsere Mobilität ausweiteten, die Elektronik ungeahnte Möglichkeiten in unseren Alltag brachte und das Internet eine nahezu unbegrenzte Kommunikation ermöglichte, werden nun Roboter die Wirtschaftsbranche und damit menschliches Leben entscheidend revolutionieren.

Aus Science-Fiction wird Realität

Der Begriff Robotik wurde vom russischem Autor Isaac Asimov im Jahr 1942 geprägt. Asimov verstand darunter das Studium der Roboter. Das Thema begleitet die Menschheit jedoch seit mehreren tausend Jahren: So setzte man sich bereits in der Antike und in der mittelalterlichen arabischen Welt mit der Frage nach automatisierten Maschinen auseinander. Im 20. Jahrhundert beschäftigten sich die Schriftsteller Jules Vernes und Karel Čapek in ihren Werken erstmals mit menschenähnlichen Maschinerien. Nach diesen Phantasien konnte die Technologie durch die Entstehung der Elektronik nach dem Zweiten Weltkrieg erste tatsächliche Gehversuche unternehmen. Mit der Einführung von NC-Maschinen (Numerische Steuerung) in den USA konnten Geräte erstmals über einen Computer gesteuert werden. Bald darauf folgten mobile und humanoide Roboter, welche erstmals in Japan gebaut wurden. Aktuell lässt sich die Technologie nicht mehr aus unserem Alltag wegdenken: Industrie, Entertainment, Militär, Haushalt, Medizin oder Wirtschaft – all diese Bereiche erfahren demnächst entscheidende Veränderungen.

Die IT-Wirtschaft vor dem großen Sprung

Diesen Entwicklungen tragen die großen Player im IT-Bereich bereits Rechnung. Google Inc., mit einem Jahresumsatz von knapp 60 Milliarden US-Dollar eines der am raschesten wachsenden Unternehmen der Branche, kündigte Ende 2013 an, einen Schwerpunkt auf die Drohnen- und Robotikbranche legen zu wollen. Im Bereich der elektronischen Fertigung und im Handel plant das Unternehmen derzeit massive Investitionen: Bis Ende letzten Jahres kaufte Google sieben Spezialfirmen auf, der Fokus liegt dabei auf der Lager- und Zustellungsautomatisierung.

Als Verantwortlicher für das Projekt fungiert Andy Rubin, der Erfinder des Android-Betriebssystems. Als Ziel des Projekts präsentierte Rubin die Einführung des selbstfahrenden Autos innerhalb der nächsten 10 Jahre. Wie das Luxemburger „Tageblatt“ berichtet, stellte Google Ende Juli einen ersten Prototyp eines Autos ohne Lenkrad und Pedale vor. Das Design des Fahrzeugs unterscheidet sich dabei nicht sehr von jenem konventioneller Automobile. Hier könnten in nächster Zeit große Innovationen stattfinden: „Ich bin mir nicht sicher, dass traditionelles Autodesign ideal für selbstfahrende Wagen ist“, wird Google-Mitgründer Sergey Brin im „Tageblatt“ zitiert. Bei der Entwicklung neuer Modelle suche man die Kooperation mit anderen Projektpartnern.

Vielversprechende Investitionen in Aktien und Fonds

Auch an den Finanzmärkten zeichnet sich die technologische Revolution ab. So hat etwa die Schweizer Großbank UBS, die zu den weltweit größten Vermögensverwaltern zählt, am 23. Januar 2014 mit ihrem Solactive Robotics and Drones Total Return Index ein Open-End-Zertifikat aufgelegt, das die Wertentwicklung von neun führenden Unternehmen aus dem Robotik- und Drohnenbereich nachzeichnet. Seit Emission hat der Index eine Performance von gut 4,5 % hingelegt, in den letzten drei Monaten waren es gar über 13 % – Zahlen, von denen Sparbuchbesitzer derzeit nur träumen können. Der Index, der jedoch auch eine vergleichsweise hohe Volatilität aufweist, ist in Deutschland an der Börse Frankfurt im Zertifikate-Markt und an der Börse Stuttgart im Handelssegment Euwax gelistet. Die kleinste handelbare Einheit entspricht dabei einem Zertifikat – bei einem gegenwärtigen Kurs von gut 100 Euro eignet sich das Produkt von UBS also auch bestens für Kleinanleger.

Eine einsteigerfreundliche Alternative für Anleger, die das eigenständige Investment in Indizes und Aktien scheuen, sich aber dennoch für Robotics interessieren, stellt das Portal Wikifolio dar. Die transparente Plattform bietet Anlegern die Möglichkeit, in Zertifikate zu investieren, die von erfahrenen Tradern konzipiert wurden. Diese verfügen zumeist über eine relative breite Streuung, da auch die Trader Interesse an einer möglichst lukrativen und sicheren Performance haben. Derzeit finden sich auf Wikifolio knapp 12 Produkte, die auf Robotik abzielen. Die meisten davon befinden sich noch im Anfangsstadium und werden daher erst ab einer gewissen Anzahl von Interessenten freigeschaltet. Diese Entwicklungen sollte man im Auge behalten: Wer mit dem nächsten Technologiesprung reich werden möchte, sollte in Robotics investieren!

Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

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