Welche Anlagemöglichkeiten bieten sich mir?

Falls Sie sich Gedanken machen wie Sie Ihr Festgeld richtig anlegen, dann sind Sie bereits auf dem richtigen Weg. Anstatt nur zu konsumieren, sehen Sie sich aktiv nach Dingen um, für die Ihr zukünftiges Ich dankbar sein wird. Doch sparen allein macht nicht wohlhabend. Dies ist nicht nur ein Spruch, sondern die Wahrheit. So lange Sie nicht exorbitant viel verdienen wird es kaum möglich sein ausschließlich durch Verzicht eine beträchtliche Summe zu erreichen.

Als Anleger wollen Sie Zinsen, um Ihre Rendite zu maximieren. Es soll nicht zu risikoreich sein aber trotzdem genug abwerfen. Doch welche Anlagemöglichkeiten kommen dafür infrage und welche Art von Investition ist eher uninteressant? Lesen Sie ruhig weiter, dann werden diese Fragen im Handumdrehen beantwortet sein und Sie können in Ruhe die fünf Möglichkeiten miteinander vergleichen, wie Sie Ihr Festgeld am Besten anlegen können.

Möglichkeit 1: Das Tagesgeld.

Das Tagesgeld ist im deutschsprachigen Raum wohl die bekannteste und stellte die am häufigsten genutzte Investitionsart dar. Prinzipiell funktioniert es wie ein zweites Konto, welches auf eine fix festgelegte Zeit gesperrt wird. Die Bank kann in dieser Zeit mit dem Geld arbeitet und schüttet dem Anleger anschließend eine Rendite aus. Die Zinsen bewegen sich hier meist im Bereich zwischen 1 % – 3 %. Wie viel Rendite Sie tatsächlich zu erwarten haben hängt natürlich vom Anbieter und von der aktuellen wirtschaftlichen Lage ab. Ein Tagesgeld Konto wird meistens für 12 – 24 Monate abgeschlossen. Daher ist es eine kurzfristige Geldanlage. Dies ist auch einer der größten Vorteile. Sparen Sie also zum Beispiel auf ein Auto oder einen Urlaub hin, so eignet sich das Tagesgeld perfekt für genau diese Anschaffung. Des Weiteren ist es eine sehr sichere Geldanlage mit kaum vorhandenem Ausfallrisiko, wodurch Ihre Liquidität nicht in Gefahr geraten könnte. Als Minuspunkt ist allerdings die verhältnismäßig geringe Rendite zu betrachten, da es gerade mal die Inflation abdeckt.

Trotzdem ist es für den sicherheitsorientierten Anleger oder für jene, die das Geld nur kurzfristig anlegen wollen eine gute Möglichkeit mehr aus dem Kapital zu machen, als es einfach nur auf dem Konto liegenzulassen. Verluste können hier keine gemacht werden.

Möglichkeit 2: Aktien.

Etwas komplexer als das Tagesgeld Konto ist die Investition in Aktien. Als Anlagemöglichkeit sind Wertpapiere zwar sehr attraktiv. Trotzdem schrecken viele Anleger davor zurück, da sie häufig zu wenig von der Materie verstehen. Zwar ist es grundsätzlich eine gute Idee, nur in Dinge zu investieren von denen man Ahnung hat. Doch man muss fairerweise dazu sagen, dass man auch potenzielle Rendite liegen lässt, wenn man auf Aktien verzichtet. Während sich das Tagesgeld irgendwo zwischen 1 % – 3 % Zinsen bewegt, kann man bei Aktien schon mal 5 % – 8 % erwarten, natürlich abhängend von der Wirtschaft. Doch warum machen es dann vor allem im deutschsprachigen Raum so wenige?

aktien als anlagemöglichkeit

Wie bereits erwähnt ist oft ein Mangel an Informationen vorhanden. Da beim Aktienmarkt trotzdem ein höheres Verlustrisiko besteht, vor allem beim Kauf von Einzeltitel, wird hier oft zur alt bewehrten Methode der Geldanlage gegriffen. Wie kann man dem also entgegenwirken?

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten. Die eine ist die aktive, in der man sich regelmäßig und aktiv mit Aktien und Investition beschäftigt. Dies erfordert natürlich Zeit und Geduld doch kann sich langfristig wirklich überdurchschnittlich lohnen.

Die zweite Möglichkeit besteht darin in einen Fond oder in ETFs zu investieren. Dies sind Gesellschaften, welche kollektiv in den Aktienmarkt investieren. Das bedeutet, dass viele Privatanleger Geld an die Fondsgesellschaft überweisen. Diese investieren das Kapital dann diversifiziert in Aktien und streuen das Risiko somit massiv. Der Privatanleger ist dann mit seinem Anteil an dem gesamten Fondsvolumen beteiligt und eliminiert somit das Risiko eines Einzeltitels. Ein Totalverlust ist hierbei (fast) ausgeschlossen und langfristig betrachtet ein Gewinn (fast) garantiert.

Dies liegt daran, dass der Aktienmarkt sich auch nach einer Rezession innerhalb von spätestens zehn Jahren historisch betrachtet immer erholt hat. Geraten Sie also nicht in Panik und verkaufen sofort alle Anteile, sobald Sie rotsehen, wird sich Ihr Portfolio mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar wieder erholen.

Häufig ist sogar das Gegenteil der Fall, dass in Rezessionen oder gar Depressionen langfristig die größten Gewinne erwirtschaftet werden können, da Aktien zu diesem Zeitpunkt sehr günstig zu erwerben sind.

Der Aktienmarkt ist trotzdem nicht für jedermann. Fühlen Sie sich nicht gut dabei, dann lassen Sie es lieber. Doch wenn es tatsächlich ein interessantes Gebiet für Sie ist, dann ist es definitiv eine valide Geldanlage, um langfristige Renditen erwarten zu können.

Möglichkeit 3: Das Unternehmen.

Vielleicht nicht die klassische Art von Geldanlage ist es ein eigenes Unternehmen zu gründen. Viele würden sogar behaupten, dass es keine Investition ist. Es hängt natürlich immer davon ab wie Sie diese Begriffe definieren. Eine Investition ist laut Definition einfach der Einsatz von Kapital zur Umsetzung eines gewissen Zieles mit Aussichten auf in der Regel monetären Erfolg. Also das Geld von heute gegen mehr Geld für später tauschen. Machen Unternehmen nicht genau das?

Vielleicht hilft es Ihnen, wenn die ganze Sache anhand eines Beispiels beschrieben wird. Nehmen wir an, Sie wollen ein Fitnessstudio gründen. Sie investieren 50.000 € selbst und finanzieren einen weiteren Teil mit der Bank. Anschließend mieten Sie eine große Halle und kaufen Geräte ein. Sobald das alles erledigt ist, sehen Sie sich um Kunden und ein paar Mitarbeiter um. Anfangs werden Sie vielleicht noch ein paar Monate, teilweise sogar Jahre im Minus agieren, da Sie eine große Investition im Voraus hatten. Nach und nach pendelt sich das Verhältnis von Investition zu Ertrag allerdings mehr und mehr ein und Ihre Geldanlage beginnt Früchte zu tragen. Sie schreiben nun schwarze Zahlen und erhalten regelmäßige Einnahmen aus Ihrem ursprünglichen Investment.

Sehen Sie, wenn Sie in Aktien investieren, so machen Sie prinzipiell nichts anderes. Sie stellen Kapital für große Unternehmen zur Verfügung und diese wirtschaften damit. Erschaffen diese Unternehmen dadurch einen Mehrwert und steigern so mit Ihrem Umsatz, partizipieren Sie an diesem Wachstum und Ihre Aktien steigt.
Mit dem beschriebenen Beispiel eines Fitnessstudios als Unternehmen machen Sie genau dasselbe, nur haben Sie hierbei alle Variablen selbst in der Hand. Sie sind Investor und Eigentümer, was natürlich erneut Vorteile hat.

Auf der einen Seite stehen Sie doppelt im Risiko. Sie haben Geld in die Hand genommen, um das Unternehmen zu gründen und sind außerdem für dessen Erfolg maßgeblich verantwortlich. Auf der anderen Seite haben Sie aber auch alle Zügel in der Hand. Da es Ihr Unternehmen ist, können Sie es in eine Richtung lenken die Ihnen, als richtig erscheint. Wenn Sie also Kosten für das Personal sparen wollen, um den Ertrag zu erhöhen, könnten Sie theoretisch gesehen selbst auch direkt im Studio arbeiten. Wollen Sie mehr Mitglieder, dann können Sie entsprechende Vertriebskanäle und Marketingkampagnen vorantreiben, um das entsprechende Wachstum zu erhalten. Es liegt also zu 100 % in Ihrer Hand, was mit Ihrer Geldanlage passiert. Statt Zinsen haben Sie Gewinne und statt Aktien haben Sie Kunden. Das Prinzip bleibt allerdings immer dasselbe.

Möglichkeit 4: Immobilien.

Eine der beliebteren Möglichkeiten für Geldanlagen im deutschsprachigen Raum ist die Immobilie. Sie gilt umgangssprachlich als sicher und rentabel. In der Tat gehen Sie mit einer Immobilie verhältnismäßig ein geringes Risiko ein. Selbst, wenn der Markt fällt, sind Sie in der Regel noch in der Lage eine Wohnung erfolgreich zu vermieten. Ist der Markt wieder oben können Sie diese mit einem Profit verkaufen oder einfach weiter als Vermieter agieren. Eines ist nämlich sicher. Wir Menschen werden immer ein Dach über dem Kopf brauchen, weswegen hier auch der Bedarf nie gänzlich verschwinden wird.

Natürlich hat die Immobilie als Möglichkeit für eine sinnvolle Anlage des eigenen Festgeldes viele Vorzüge. Doch es müssen auch Nachteile vorhanden sein, sonst würde es doch jeder machen.
Ein offensichtlicher Minuspunkt ist der hohe Einstiegspreis. Wohnungen kann man leider nicht mit einem Sparplan für 100 € pro Monat erwerben, wie man es oft bei Fonds macht. Immobilien kosten meist irgendwas im sechsstelligen Bereich und nur die wenigsten haben solche Summen mal eben auf dem Konto, wodurch die Beteiligung eines Investmentfonds natürlich interessant wird. Allerdings gibt es auch hier eine Möglichkeit in diesen Markt mit geringerem Kapital einzusteigen. Mit einer Fremdfinanzierung ist eine Wohnung deutlich schneller gekauft. Grob erklärt funktioniert das wie folgt.
Sie haben eine Anzahlung von in der Regel 10 % des gesamten Kaufpreises. In diesem Fall sind das inklusive der Nebenkosten ein Betrag von 200.000 €. Das bedeutet, Sie haben selbst 20.000 € und finanzieren die restlichen 190.000 € über die Bank. Dann vereinbaren Sie eine monatliche Rate die Ihrer voraussichtlichen Rendite aus Vermietungen oder geringer entspricht. Sobald Sie das Objekt erworben haben suchen Sie ehest möglich einen Mieter. Natürlich können Sie dieses Geschäft bereits vor der Finanzierung bereits anbahnen, in dem Sie die Wohnung auf diversen Plattformen veröffentlichen.

Immobilien als Anlagemöglichkeit Geldanlage

Ist alles erstmal erledigt, so habe Sie einen Geldfluss erschaffen. Der Mieter zahlt Ihnen dann zum Beispiel 700 € im Monat und Ihre Rate für die Finanzierung ist ebenfalls auf 700 € berechnet. Somit kosten Ihnen die Wohnung keinen Cent, mit Ausnahme der Anzahlung. In der Regel ist der aufgenommene in 10 – 15 Jahren gänzlich getilgt und ab diesem Zeitpunkt haben Sie eine zusätzliche monatliche Einnahme von 700 € oder jährlich 8.400 €, ein Zuverdienst, der sich unserer Meinung nach, sehen lässt, für „nur“ eine Wohnung. Dieses Konzept können Sie während Sie die erste Wohnung noch nicht fertig abgezahlt haben noch einige Male wiederholen, um den Geldfluss zu maximieren. Die Bank wird Sie in der Regel als kreditwürdig einstufen, da Sie im Hintergrund eine regelmäßige Einnahme und eine Immobilie vorweisen können.

Natürlich verläuft sowas auch nie gänzlich nach Bilderbuch. Sie haben immer das Risiko eines Leerlaufes oder eines zahlungsunwilligen Mieters. Doch diese machen in der Regel nur einen kleinen Prozentsatz auf die gesamte Laufzeit aus, es sei denn Sie werden regelrecht vom Pech verfolgt.

Andere Anlagemöglichkeiten im Sektor für Immobilien wären auch noch REITs, also Fonds, die in die Immobilienentwicklung investieren. Da dies vom Prinzip aber eher wie jeder andere Fond funktioniert ist es auch, als solcher zu betrachten. Die Zinsen sind bei REITs in der Regel etwas geringer, die Sicherheit dafür deutlich höher. Ansonsten unterscheiden Sie sich kaum von anderen Anlagemöglichkeiten im Bereich der Investmentfonds.

Möglichkeit 5: Sachwerte, Privatkredite und alle anderen Anlagemöglichkeiten.

Der letzte Punkt für Anlagemöglichkeiten ist bewusst nicht auf einen beschränkt. Haben Sie erstmal entschieden ob Sie an der Bank, der Börse oder am Immobilienmarkt investieren wollen, haben Sie in der Regel eine relativ sichere und rentable Anlageform gewählt. Diese sollten immer den Großteil Ihrer Investition ausmachen. Doch es kann auch Sinn ergeben in alternative Anlagemöglichkeiten zu investieren.

Hier einige Beispiele:

P2P Kredite:

Sie nehmen hier die Position der Bank ein und vergeben gemeinsam mit anderen Privatanlegern Kredite an andere Privatpersonen oder mittelgroße Unternehmen. Obwohl es bis dato erstaunlich wenig Ausfälle in diesem Sektor gab, sehen die meisten Experten diese Anlagemöglichkeit als risikoreich an, weswegen auch wir empfehlen immer nur einen Teil des Kapitals in P2P Kredite zu investieren. Anzumerken sei allerdings auch, dass oft eine fixe Verzinsung von 10 % per anno möglich ist, was die meisten anderen Anlagemöglichkeiten im Verhältnis schwach aussehen lässt.

Sachwerte:

Wenn Sie sich für Wein, Autos oder Oldtimer interessieren könne Sachwerte oder Rohstoffe wie Gold und Platin ebenfalls eine interessante Erweiterung für Ihr Portfolio sein. Hat man in einem bestimmten Gebiet sehr viel Ahnung, so kann man bestimmt ein Auto kaufen, welches über die Jahre Kult wird und somit den Preis deutlich nach oben treiben. Das Beste daran ist, dass man das Fahrzeug theoretisch sogar jederzeit zum Eigennutz verwenden kann, sofern man es nicht beschädigt oder es dadurch zu viel Verschleiß erleidet.

Der Nachteil allerdings ist, dass man sich mit solchen Dingen oft im offenen Markt befinden. Damit ist gemeint, dass es zwar schön ist, wenn der Porsche, den Sie haben theoretisch das Doppelte wert ist, doch wenn Sie keinen Käufer dafür finden, dann bringt es alles nichts.

Ein weiteres Risiko ist auch die ungewisse Variable. Natürlich können Sie auch bei Aktien nicht genau sagen, ob Sie steigen wird. Doch anders als bei Sachwerten stehen hier erprobte Unternehmen mit einem funktionierenden Geschäftsmodell im Hintergrund.
Bei Dingen wie Wein, Autos oder auch Luxusuhren ist es in vielen Fällen nur Spekulation.

Wollen Sie diese Route trotzdem beschreiten, so empfehlen wir im Voraus so viel Wissen wie möglich anzusammeln. Ist dieses Wissen nämlich gegeben, so können die Anlagemöglichkeiten in diesem Bereich tatsächlich sehr lukrativ sein.

Kryptowährungen:

Bitcoin und Co. ist die letzten Jahre in aller Munde, doch ganz ehrlich, wir werden uns hier gar nicht erst soweit aus dem Fenster lehnen und eine Pro- und Kontra Liste erstellen. Fakt ist, dass Kryptowährungen für keinen Experten wirklich durchschaubar ist und die Schwankungen massiv sind. Die Technologie im Hintergrund ist faszinierend, allerdings sind aktuell noch viel zu wenig Daten vorhanden, um tatsächlich sagen zu können in welche Richtung sich der ganze Markt bewegen wird.

Der Tipp hierzu: Anlegen auf eigene Gefahr und nie mit dem ganzen Kapital. Erwirtschaftet man allerdings Zinsen auf seine Investition, so können diese beträchtlich sein.

Kryptowährung als Geldanlage

Firmenbeteiligungen:

Anstatt selbst eine Firma vom Grund auf zu gründen, warum nicht einfach an einer bestehenden beteiligen? Tatsächlich können Sie sich in manche Betriebe einkaufen und an allen Vor- und Nachteilen partizipieren. Dies ist vom Prinzip gleichzustellen mit einer eigenen Firma, wobei die Ration von Ertrag zu Risiko auf alle führenden Personen aufgeteilt wird.

Fazit

Sie merken schon, es gibt Anlagemöglichkeiten ohne Ende. Manche bringen mehr Zinsen, andere weniger. Manche sind langfristig, andere kurzfristig. Doch eines haben sie alle gemeinsam. Sie müssen heute bedient werden, um in Zukunft davon profitieren zu können.
Welche der beschriebenen Anlagemöglichkeiten sagt Ihnen am meisten zu? Haben Sie vielleicht sogar schon eine?
Alles in einem hoffen wir, dass dieser Beitrag informativ war und wünschen in diesem Sinne ein frohes Investieren und satte Erträge!