Bei diesen 5 Verletzungen hilft Pferdesalbe!

Als ein Apotheker namens Dr. Ulf Jacoby 1984 eine Pferdesalbe gegen Schmerzzustände nach stumpfen Verletzungen bei Pferden entwickelte, hatte er nicht unbedingt im Sinn, dass dieses Gel später vor allem von Menschen benutzt wird. Gedacht war das Heilkräuter-Gel vor allem für wettkampftaugliche Renn- und Reitpferde. Diese leiden häufig an belasteten Gelenke und strapazierten Muskeln. Doch das ein medizinisches Präparat für einen speziellen Zweck entwickelt wird und auch – oder vor allem – in anderen Kontexten ein Erfolgsprodukt wird, ist gar nicht mal so selten. Pferdesalbe wird von Manchen mit Rücken- und Gelenkbeschwerden, bei Muskelkater, Prellungen, Verstauchungen und Zerrungen verwendet. Die wohltuende Wirkung von Zutaten wie Rosmarin, Kampfer oder Menthol ist nicht nur ist unter Sportlern beliebt. Viele Menschen haben dieses Gele heute als festen Bestandteil in ihre Hausapotheke integriert.

Warum schätzen viele Menschen Pferdesalbe?

Es sind vor allem die leichte Anwendung und die überzeugende Wirkung, die der Pferdesalbe zu einem ungeahnten Erfolg bei der Behandlung von menschlichen Schmerzzuständen verholfen hat. 25 Jahre nach ihrer Entwicklung erfreut sich die Pferdesalbe hoher Beliebtheit. Nicht nur Sportler schwören bei Muskelkater, muskulären Schmerzzuständen, Prellungen oder Zerrungen darauf. Die Salbe ist mittlerweile in verschiedenen Varianten zu finden. Diese sind meist gelförmig, was den Auftrag erleichtert. Zu den wichtigsten Zutaten dieser beliebten Heilkräuter-Salbe gehören Menthol, Kampfer, Rosmarin und Arnika – allesamt in der Naturheilkunde bewährte Heilpflanzen. Die kühlende Eigenschaft des Menthols ist dabei genauso angenehm wie die durchblutungsfördernde Wirkung des Kampfers. Die komplette Liste der Zutaten kann je nach Hersteller variieren. So kann beispielsweise auch Rosskastanienextrakt oder Latschenkiefer-Öl enthalten sein.

Anwendungsgebiete der Pferdesalbe beim Menschen

Zusammenfassend kann angemerkt werden, dass es vor allem stumpfe Verletzungen sind, die mit Pferdesalbe erfolgreich behandelt werden. Sobald eine offene Verletzung – beispielsweise eine Abschürfung – im Spiel ist, sollte die Pferdesalbe aber wegen ihrer Inhaltsstoffe nicht verwendet werden. Es könnten Reizungen im Wundbereich entstehen, die unangenehm sind. Prellungen, Verstauchungen, Gelenk- und Rückenschmerzen durch Verspannungen und Stauchungen einzelner Muskelgruppen, sowie Muskelschmerzen oder Muskelkater nach sportlichen Anstrengungen sind die wichtigsten Anwendungsgebiete für das Gel. Um die Wirkung der Pferdesalbe zu erleben, wird diese relativ dick auf die betroffene Stelle aufgetragen. Je nach Schmerzgrad kann sie einmassiert werden oder nicht. Das Gel zieht nach einer Weile gut ein. Der spezielle Zwei-Phase-Effekt aus Kühlung und Durchblutungsförderung sorgt für ein schnelles Abschwellen im Wundbereich und den Abtransport der schmerzauslösenden Inhaltsstoffe. Die Schmerzlinderung wird durch den Einfluss von Arnika noch befördert. Sind Rosskastanien-Extrakte in der Pferdesalbe enthalten, sind diese ebenfalls für die abschwellende Wirkung verantwortlich. Gelegentlich ist auch Latschenkiefer-Extrakt in dieser Salbe zu finden. Auch er trägt zur Linderung der Schmerzen bei.

Die korrekte Anwendung von Pferdesalbe

In der Anwendung ist Pferdesalbe völlig unkompliziert. Jeder Wanderer, Biker, Kletterer oder Sportler sollte die Salbe unterwegs dabei haben. Nach dem Auftragen kann die Salbe je nach Schmerzgrad aufgestrichen oder mit geringem Druck auf die betroffene Stelle einmassiert werden. Da das intensiv duftende Gel gut einzieht, bleibt in der Regel kein fettiger Film auf der Haut zurück. Flecken auf der Kleidung entstehen daher nicht. Daher ist es meist auch nicht notwendig, die behandelte Stelle nach der Anwendung abzudecken oder zu verbinden. Das ist bei stumpfen Verletzungen oder Rückenschmerzen ohnehin eher unüblich, außer bei schweren Verstauchungen. Bei den meisten Pferdesalben ist ein ähnlicher Duft festzustellen. Dieser entsteht durch die typischen und intensiv duftenden Kräuterzutaten. Auch die Wirkung der Salbe unterscheidet sich trotz unterschiedlicher Zutaten nicht allzu sehr. Trotzdem sind Qualitätsunterschiede bei den im Handel zu entdeckenden Pferdesalben festzustellen. Auf den Kauf von Billigprodukten sollte zugunsten der Original-Pferdesalbe aus der Apotheke verzichtet werden. Bei dieser Pferdesalbe ist Arzneibuchqualität garantiert. Bei Nachahmerprodukten aus dem Drogeriemarkt ist das nicht immer sicher.

1. Die Anwendung von Pferdesalbe bei Rückenschmerzen

Die Wirkung der enthaltenen Heilpflanzen tritt auch bei klein- oder großflächigen Rückenschmerzen ein, solange diese auf verspannte, gestauchte und gezerrte Muskulatur zurückzuführen sind. Bei Zug am Rücken könnte die betroffene Region zunächst mit Rotlicht behandelt und anschließend von einem Helfer mit Pferdesalbe eingerieben werden. Anschließend ist es sinnvoll, die schmerzenden Muskeln warm zu halten. Der Rücken ist bei Arbeitnehmern mit Büroberufen am häufigsten von schmerzhaften Verspannungen betroffen. Grund dafür ist die einseitige Haltung an Computer. Bei dieser werden die Rückenmuskeln chronisch überdehnt, während sich die Brustmuskeln nach und nach verkürzen. Dieser anhaltende Zustand schafft die Grundlagen für häufig auftretende Rückenschmerzen. Diese können zum Teil bis in die Oberarme oder den Nacken ausstrahlen. Daher ist es sinnvoll, die verspannten Muskeln durch Gymnastik zu trainieren und bei Verspannungen gleich die bewährte Salbe aufzutragen. Oftmals handelt es sich um akute Verspannungen, die durch Fehlhaltungen, bei sportlicher Anstrengung oder im Schlaf entstanden sind. Werden diese sofort sachgerecht behandelt, sollte der Schmerz bald verschwunden sein.

2. Die Wirkung von Pferdesalbe bei Prellungen

Prellungen stellen eine stumpfe Verletzung dar. Diese Verletzung kann aufgrund eines Stoßes oder Sturzes entstehen. Sobald Schürf- oder Platzwunden im Spiel sind, verbietet sich die Anwendung der kräuterhaltigen Pferdesalbe. Die Inhaltsstoffe würden nicht nur brennen, sondern auch in die Wunde geraten und dort möglicherweise für eine Verunreinigung sorgen. An kleine Wunden gehört Luft. Bei größeren Wunden sollte das Gebiet möglichst steril abgedeckt werden. Pferdesalbe wird nur aufgetragen, wenn es sich um eine Prellung ohne weitere Blessuren handelt. Unmittelbar nach dem Stoß wird die Salbe aufgetragen, um schnellstmöglich ihre heilende Wirkung entfalten zu können. Prellungen sind meist schmerzhaft. Sie gehen häufig mit Schwellungen und der Entwicklung von blauen Flecken einher. Beides kann mit dem zügigen Auftrag der Salbe gelindert werden. Der angenehme Kühlungseffekt vom Menthol und die abschwellenden Effekte von Rosmarin, Rosskastanie oder Arnika sorgen für einen schnellen Wirkungseintritt und eine baldige Schmerzlinderung.

3. Wie lindert die Salbe Schmerzen nach Zerrungen?

Es bedarf nur eines umgeknickten Fußes bei einer Wandertour – und eine schmerzhafte Zerrung ist entstanden. Zerrungen an einer Sehne können auch durch eine falsche Bewegung beim Sport oder durch eine ruckartige bzw. unglückliche Drehung entstehen. Zerrungen werden durch verkürzte, untrainierte und ausgekühlte Muskeln begünstigt. Wer auf einer Wanderung eine Tube Pferdesalbe dabei hat, kann die betroffene Stelle im Nu behandeln. Gegebenenfalls helfen mitwandernde Menschen, die Salbe auf die betroffene Stelle aufzutragen. Auch im häuslichen Bereich, im Büro oder auf Reisen können Zerrungen vorkommen. Da man unterwegs nur pausieren, den betroffenen Knöchelbereich aber nicht schonen und ausreichend kühlen kann, sorgt die Salbe für die notwendige Entlastung. Der kühlende Effekt von Menthol wurde bereits hervorgehoben. Er ersetzt den Eisbeutel bzw. das Cool Pack, sodass man nach einer gebührenden Pause weitergehen kann. Unterdessen sorgen die anderen Inhaltsstoffe der Salbe für Entlastung und Schmerzlinderung. Gegebenenfalls kann das Gel später nochmals aufgetragen werden.

4. Der Nutzen von Pferdesalbe bei Muskelkater

Muskelkater zeigt eine Übersäuerung bestimmter Muskeln nach sportlicher Anstrengung an. Oftmals liegt eine Überlastung bestimmter Muskelpartien vor, zum Beispiel der Waden- oder oberen Rückenmuskulatur. Schmerzen in den Muskeln können auch aufgrund von Trainingsmängeln oder einer ungewohnten Tätigkeit entstehen. Die erste Wanderung nach langer Pause kann ebenso einen Muskelkater hervorrufen wie eine zu lang geratene Radtour, eine Stunde Holzhacken oder schlichtweg altersbedingter Magnesiummangel. Die schnelle Zufuhr von Magnesium kann weiteren Muskelschmerzen vorbeugen. Rotlicht wäre eine andere Möglichkeit – doch diese bedingt, dass der Betroffene Zuhause ist. Auch mit Pferdesalbe kann ein starker Muskelkater gut behandelt werden. Der Vorteil ist, dass dieses Gel leicht überall hin mitgenommen werden kann. Wenn mit Muskelkater und schmerzender Muskulatur zu rechnen ist, nutzen viele Menschen die wohltuende Wirkung von solchen Salbenzubereitungen bereits vorbeugend.

5. Wie hilft die Salbe bei Verstauchungen?

Während die Zerrung meist eine bestimmte Sehne betrifft, ist eine Verstauchung eine stumpfe Verletzung, die auch einen Schaden am Gelenk auslösen kann. Verstauchungen entstehen ähnlich wie Zerrungen, nämlich durch eine ungeschickte oder plötzliche Bewegung. Das belastete Gelenk kann dabei verdrehen und gestaucht werden. Der Kapsel-Band-Apparat kann zeitgleich Zerrungen und Stauchungen aufweisen. Die Erstversorgung nach der PECH-Regel ist auf jeden Fall angezeigt. Nach einer Verstauchung sind eine Pause, Eis bzw. Kühlung, Compression bzw. Stabilisierung und Hochlagerung des betroffenen Gelenks notwendig. Zur Erstbehandlung ist Pferdesalbe ideal. Sie kühlt den gestauchten Bereich durch Menthol und lindert den Schmerz durch die zusammenwirkenden Inhaltsstoffe. Ideal ist es, wenn das betroffene Gelenk entlastet und mit einem Druckverband stabilisiert wird.

Die Bewegungsschmerzen können bei Verstauchungen beträchtlich sein. Außerdem kommt es häufig zu Schwellungen. Möglicherweise entsteht ein Hämatom. Die Belastbarkeit ist stark eingeschränkt. Die Zerrung von Sehnen der Umgebung schafft zusätzliche Probleme. Gegebenenfalls ist ein Transport ins Krankenhaus zur Abklärung des eingetretenen Schadens notwendig. Soweit keine ernsthaften Verletzungen am oder im Gelenk vorliegen, kann konservativ mit Salben, Verbänden und Schonung behandelt werden. Spätestens nach zwei Wochen sollten die Schmerzen und Schwellungen verschwunden sein. Das gestauchte Gelenk sollte wieder belastbar sein. Die damit einhergehenden Zerrungen sind mittlerweile abgeklungen. Mit sportlichen Belastungen sollten die betroffenen es allerdings langsam angehen lassen. Nach längeren Schonzeiten sollte das gestauchte Gelenk langsam wieder an Sport gewöhnt werden. Durch die Schonung haben sich Muskeln abgebaut. Die volle Beweglichkeit ist zu Beginn noch nicht gegeben. Sie sollte binnen drei Monaten aber wieder erreicht sein. Die Dauer der Heilungsphase ist abhängig von der Schwere der Verstauchung und dem Grad, in dem auch das Gelenk von Schädigungen betroffen war.

Fazit

Pferdesalbe eignet sich für alle stumpfen Verletzungen und Schmerzzustände beim Menschen. Die großflächige Anwendung bei Rückenschmerzen ist ebenso möglich wie eine punktuelle Anwendung bei Muskelkater, einer lokalen Zerrung oder einem verspannten Nackenmuskel. Praktisch an der Salbe ist, dass sie überall hin mitgenommen und sofort genutzt werden kann. Da das Gel gut einzieht, bedarf es keines Verbandszeugs. Ungeeignet ist diese Behandlung lediglich für Menschen, die Unverträglichkeiten oder Allergien auf ätherische Öle haben. Menthol, Rosmarin und Kampfer sind in diesem Fall Auslöser von starkem Juckreiz. Sie sollten zugunsten einer duftfreien Schmerzcreme wie „Kytta geruchsneutral“ gemieden werden.