Was hilft wirklich gegen Blasen an den Füßen?

Beim Sport und auch auf Wanderungen ist es sehr wichtig, die richtig Ausrüstung zu tragen. Hierzu gehören auch die passenden Socken und Schuhe. Denn werden diese nicht getragen, können schmerzhafte Blasen entstehen. Teilweise ist dann an ein Weitergehen nicht mehr zu denken. Und das ist dann auf einer mehrtägigen Wanderung sehr ärgerlich und kann zum Problem werden, wenn der Wanderer sich gerade in tiefer Natur befindet. Wichtig ist, dass die Blasen nicht aufgestochen werden, da ansonsten Schmutz in die Wunde gelangen könnte. Und wenn diese sich dann auch noch entzündet, kann es sein, dass der Ausflug sofort abgebrochen werden muss. Aber auch beim Sport, wie zum Beispiel beim Fußball oder Tennis, können Blasen dafür sorgen, dass der Sportler nicht mehr weiterspielen kann.

Wie entstehen Blasen an den Füßen?

Blasen entstehen in den meisten Fällen, wenn eine Hautpartie besonders stark belastet und gereizt wird. Die Ursache können zum Beispiel zu dünne Socken oder falsche beziehungsweise noch nicht richtig eingelaufene Schuhe sein. Denn dann reibt das Material bei Bewegung immer wieder an der Haut, wodurch sich die oberen Hautschichten ablösen. Dies bewirkt, dass ein Hohlraum entsteht, in dem sich Gewebeflüssigkeit ansammelt. Häufig schmerzt oder brennt eine Blase auch sehr stark, dennoch sollte der oder die Betroffene diese nicht aufstechen.

Sie entsteht bevorzugt in einem feucht-warmen Klima, denn in diesem quillt und weicht die Haut auf, wodurch sie deutlich empfindlicher ist. Und dieses entsteht nicht selten, wenn nicht die richtigen Schuhe getragen werden. Zudem kann auch eine falsch angewendete Pediküre dafür sorgen, dass eine Blase entsteht. Auch wenn Fußbeschwerden bestehen, sollte hierbei vorsichtig vorgegangen werden. Denn wird die Hornhaut an der Ferse zu stark abgerieben, wir die Haut ebenfalls geschwächt und ist anfälliger für Blasen.

Wie können Blasen und die daraus resultierenden Fußbeschwerden behandelt werden?

Blasen an den Füßen sollten sofort behandelt werden, wenn erste Rötungen zu erkennen sind. Daher sollten Sportler wie auch Wanderer stets einige Blasenpflaster im Gepäck haben. Denn diese bilden ein schützendes Polster und entlasten die Haut. Dadurch lassen sich die Schmerzen etwas lindern und die Wanderung kann fortgesetzt werden. Idealerweise werden zusätzlich aber auch noch die Socken gewechselt, um die Hautfeuchtigkeit zu senken. Bei dieser Gelegenheit sollten die Füße auch von Schmutz und kleinen Sandkörnern befreit werden. Grundsätzlich sollte der Wanderer die Blase nicht aufstechen, da ansonsten Bakterien in die Wunde gelangen könnten.

Ist sie allerdings schon komplett ausgebildet, kann es eventuell auch Sinn machen, sie zu öffnen. Hierfür kann eine saubere und desinfizierte Nadel verwendet werden. Anschließend wird dann wiederum ein Blasenpflaster über die Wunde geklebt, um sie vor Schmutz zu schützen und die Schmerzen zu lindern. Beim Aufbringen ist es sehr wichtig, dass keine Falten zu sehen sind. Denn diese könnten dann neue Druckstellen erzeugen, wodurch erneut eine Pause eingelegt werden müsste. Wenn Blasen schon einige Tage alt sind, trocknen sie zumeist schneller aus und werden rissig. In diesem Fall sollte die Haut mit Zinksalbe behandelt werden.

Homöopathie gegen Blasen

Auch einige homöopathische Mittel können helfen, wenn sich Blasen an den Füßen gebildet haben. Beispielsweise kann ein Brei aus Ferrum phosphoricum und Natrium chloratum helfen, die Heilung zu beschleunigen. Und auch Cantharis kann als Einmalgabe und in einer höheren Potenz dafür genutzt werden, um Blasen zu bekämpfen. Grundsätzlich müssen homöopathische Mittel nur so lange eingenommen werden, bis die Blasen nicht mehr zu sehen sind. Hierfür kann auch ein Fußbad in Kaisernatron sehr nützlich sein. Anschließend sollten die Füße mit Olivenöl eingerieben werden, um sie mit Feuchtigkeit und vielen wichtigen Nährstoffen zu versorgen.

Wie kann die Blasenbildung vermieden werden?

Zunächst einmal ist es wichtig, dass hochwertige Schuhe getragen werden. Und wenn längere Wanderungen geplant sind, werden diese erst einige Tage eingelaufen. Hierbei kann auf kurzen Spaziergängen anhand leichter Rötungen erkannt werden, welche Bereich des Fußes besonders gefährdet sind. Diese können dann mit einem Blasenpflaster abgeklebt werden, um während der Wanderung keine Probleme zu bekommen. Für zusätzlichen Schutz sorgen spezielle Wandersocken aus Baumwolle. Denn diese verhindern, dass sich zu viel Feuchtigkeit ansammelt. Eine gute Maßnahme kann es auch sein, die Schuhe vor der Wanderung mit Vaseline einzureiben. Oder es werden unter den Wandersocken noch dünnere Seidensocken getragen.

Welche Hausmittel helfen gegen Blasen

Am Abend im Hotel kann eine kalte Kompresse auf die betroffenen Hautbereiche gelegt werden, um die Schmerzen zu lindern. Hierfür wird ein normales Handtuch in ein Gemisch aus Salz und möglichst kaltem Wasser gegeben. Alternativ kann zwei Mal am Tag eine 10-prozentige Gerbsäurelösung auf die Blasen aufgetragen werden, die ebenfalls für Linderung sorgt. Und wenn diese gerade nicht verfügbar ist, eignet sich stattdessen auch reiner Aloe Vera Saft. Denn dieser versorgt die Haut mit Feuchtigkeit, reduziert die Schwellung und beschleunigt auf natürliche Weise die Heilung.

Weitere Empfehlungen aus Omas Heilpflanzenlexikon

Auch in Omas Heilpflanzenlexikon sind viele Mittel zu finden, die gegen Blasen an den Füßen eingesetzt werden können.

1. Apfelessig

Apfelessig reduziert die Schmerzen und entzündliche Prozesse, die durch die Blase entstanden sind. Dadurch lassen sich Infektionen verhindern. Ein Wattebausch wird mit dem Essig getränkt und dann vorsichtig auf die Blasen getupft. Anschließend sollten die Füße für einige Minuten hochgelegt werden, damit das Hausmittel Zeit zum Trocknen hat. Falls der Essig beim Auftragen etwas brennt, kann er mit ein wenig Wasser verdünnt werden. Die Anwendung sollte zwei Tage und zwei Mal täglich erfolgen.

2. Grüner Tee

Grüner Tee senkt die Schmerzen und reduziert die Schwellung, die durch eine Blase entstanden ist. Hierfür wird zunächst einmal Wasser aufgekocht. Anschließend wird dieses in einer Tasse über einen Teebeutel gegossen. Nach fünf Minuten wird dieser entnommen und zum Abkühlen einige Minuten an die Seite gelegt. Anschließend kann er direkt auf die Blase gegeben werden. Um die heilende Wirkung weiter zu verstärken, werden zusätzlich zwei bis drei Tassen des grünen Tees getrunken.

3. Mundspüllösung

Um die gereizten Hautbereiche zu desinfizieren, werden alle zwei Tage einige Tropfen einer normalen Mundspüllösung auf die Blase aufgetragen. Denn diese wirkt wie ein Antiseptikum und kann daher ebenfalls die Heilung beschleunigen.

4. Teebaumöl

Teebaumöl ist in der Lage, den Heilungsprozess zu beschleunigen und hat eine antibakterielle Wirkung. Wird es regelmäßig auf die Haut aufgetragen, kann das Risiko einer Infektion deutlich reduziert werden. Hierfür wird das Öl in einem Verhältnis von 1:3 mit Wasser gemischt und dann auf einen Wattebausch gegeben. Dieser wird dann auf der betroffenen Stelle leicht ausgedrückt. Nachdem die Mischung rund zehn Minuten in die Haut einziehen konnte, wird sie mit kaltem Wasser abgespült. Die Behandlung wird mehrere Tage und zwei bis drei Mal täglich wiederholt.

5. Bittersalz

Ein Fußbad mit den passenden Inhaltsstoffen kann bei unterschiedlichen Beschwerden wahre Wunder wirken. Wird Bittersalz hinzugegeben, trocknen noch gefüllte Blasen deutlich schneller aus und entleeren sich im Idealfall auch. Zudem wirkt das enthaltene Magnesium schmerzlindernd und abschwellend. Zwei bis drei Esslöffel des Salzes werden in das Fußbad mit warmem Wasser gegeben. Anschließend sollte die Mischung gut verrührt werden, bevor die Füße für ungefähr 15 Minuten in die Schüssel gestellt werden. Anschließend werden sie abgetrocknet und mit einem pflegenden Öl, wie zum Beispiel mit Kokosöl, eingerieben. Das Fußbad wird an drei aufeinanderfolgenden Tagen jeweils einmal durchgeführt.

6. Rizinusöl

Rizinusöl mildert den Juckreiz, der durch eine Blase an den Füßen entsteht. Zudem kann es dabei helfen, den Heilungsprozess zu beschleunigen. Das Öl ist relativ dick, wodurch es die Blase austrocknet und die Haut gleichzeitig auch mit Feuchtigkeit versorgt. Am besten wird es am Abend vor dem Schlafengehen auf die betroffenen Hautbereiche aufgetragen und kann so über Nacht einwirken. Auch diese Anwendung wird für zwei bis drei Tage wiederholt.

7. Ringelblumensalbe

Auch Ringelblumensalbe wird seit vielen Jahren gegen Blasen an den Füßen eingesetzt. Sie wird vorsichtig auf die betroffene Hautpartie aufgetragen, bevor diese dann mit einem Blasenpflaster bedeckt wird.

Weitere Hausmittel, die gegen Blasen helfen sind:

  • Vitamin E-haltiges Öl
  • Zinksalbe
  • Knoblauchöl und
  • Hamamelis

Wann muss ich mit einer Blase zum Arzt?

Wenn größere Blasen zu sehen sind, die dazu auch sehr stark schmerzen oder entzündet sind, sollte vorsichtshalber ein Hausarzt aufgesucht werden. Dieser hat ganz andere Möglichkeiten, die Haut zu behandeln oder verschreibt spezielle Mittel, die für Linderung sorgen. Da ein Arzt auf einer Wanderung in der Natur zumeist nicht in der Nähe ist, sollten unbedingt Blasenpflaster mitgenommen werden. Denn diese können die Schmerzen etwas lindern und das Auftreten erträglicher machen.

Dadurch gestaltet sich der Weg zu dem nächsten Arzt etwas angenehmer. Dieser kann die Blase gegebenenfalls unter besonders hygienischen Bedingungen aufstechen, um den Druck unter der Haut zu senken. Wird ein stark pochender Schmerz bemerkt, sollte ebenfalls unbedingt ein Haus- oder Hautarzt aufgesucht werden.

Bildquelle: Urheber: mimagephotography / 123RF Standard-Bild