Das solltest du bei der Auswahl deiner Sportbekleidung beachten!

Welche Sportbekleidung benötige ich für welche Art von Sport?
Es gibt eine nahezu endlose Auswahl an Sportmode für Damen, für jeden Geschmack, jede Figur und jede Sportart. Moderne Materialien bieten Komfort und jede Menge Extras. Da fällt die Auswahl wirklich nicht leicht!

Vielleicht willst du gerade mit einer neuen Sportart beginnen und weißt nicht, wie du dich dafür am besten einkleidest? Oder du hast dich satt gesehen an deinen alten, verwaschenen Leggins und möchtest dir ein schickes und funktionales Sportoutfit gönnen?

Hier kannst du dich ausführlich darüber informieren, nach welchen Kriterien du deine Sportbekleidung am besten auswählst welche Looks speziell für Damen zur Auswahl stehen. Die 5 wichtigsten Tipps gibt es gleich zu Beginn:

1. Komfort über Optik

Natürlich möchtest du auch gut aussehen, vor allem wenn du ins Sportstudio gehst oder draußen unterwegs bist. Und klar fühlst du dich besser, wenn du weißt, dass dein Outfit toll wirkt. Aber übertreibe es nicht mit der Optik! Wie gern und oft zu wirklich aktiv wirst, hängt auch davon ab, wie bequem deine Sportbekleidung ist! Wenn du dich aufwendig hineinzwängen musst, es überall kneift und kratzt, trägt das nicht zur Freude am Sport bei. Achte also immer darauf, dass jedes Teil wirklich gut sitzt, du dich darin bewegen kannst und das Material sich gut auf der Haut anfühlt. Dann scheitert die regelmäßige Sportlichkeit nicht schon am Anziehen der Kleidung.

2. Die Jahreszeiten

Überleg dir vor dem Kauf genau, was für Teile du für welche Gelegenheiten brauchst. Im Frühling und Herbst ist es oft nass und windig, im Sommer gibt es Hitze und Sonneneinstrahlung zu bedenken und im Winter eisige Temperaturen. Möchtest du wirklich konsequent das ganze Jahr über sportlich bleiben, brauchst du für alle Eventualitäten passende Sportbekleidung, damit es nicht am Wetter scheitert. Leichte, lockere Teile für den Sommer, die aber gut gegen die Sonne schützen. Thermokleidung für den Winter, die warm und Atmungsaktiv ist und wind- und regendichte Kleidungsstücke für jede Jahreszeit, zum schnellen Überziehen.

3. Erst einmal loslegen!

Bevor du dir gleich mehrere komplette Outfits für eine neue Sportart zulegst, solltest du prüfen, ob sich deine Begeisterung auch hält. Nichts ist frustrierender, als im Schrank verrottende Sportbekleidung, die nur für einen ganz spezifischen Sport geeignet ist. Geh zu einer neuen Sportart also in ganz simpler Bekleidung (Jogginghose und Shirt) und probiere ein paar Mal aus, ob du dabei bleiben möchtest. Dann überlege dir genau, welche Voraussetzungen die perfekt dafür passende Sportbekleidung erfüllen sollte. Welche Bewegungen muss sie mitmachen? Welche Körperbereiche unterstützen oder polstern? Wie atmungsaktiv müssen sie sein? Wenn du alles ausgetestet hast, kannst du beruhigt einkaufen.

4. Der Preis ist nicht alles

Genau so wie günstige Sportbekleidung nicht automatisch schlechte Qualität hat, bekommst du für viel Geld nicht automatisch tadellose Kleidung. Am besten ist es daher immer, wenn du die Leggins, Hosen und Shirts vor dem Kauf genau unter die Lupe nimmst. Falls du selbst nicht beurteilen kannst, ob ein Kleidungsstück gut verarbeitet ist, nimm jemanden mit, der sich damit besser auskennt. Es kommt auf das Material an (es sollte sich gut anfühlen, nicht nach billigem Stoff) und auf die Verarbeitung. Die Nähte sollten sauber und gerade sein, vielleicht sogar doppelt vernäht. Achte auch Details, wie hochwertig angebrachte Logos oder Aufnäher – sind diese ebenfalls sauber und fest vernäht, wurde das Kleidungsstück aufmerksam und präzise produziert. Das ist bei einem Tanktop für 10€ genauso möglich wie bei einem für 50€.

5. Neon lohnt sich

Im Sportstudio ist es vielleicht nicht ganz so wichtig, aber sobald du draußen unterwegs bist, solltest du wirklich über Neonfarben nachdenken. Auch wenn du sonst eher gedeckte Farben trägst und vielleicht gerade beim Sport machen nicht gern alle Blicke auf dich ziehen und eher deine Ruhe haben möchtest – Sicherheit ist ein wichtiges Thema! Nicht nur im Dunkeln leuchtende Details sind wichtig, sondern auch bei Tageslicht ist es gut, wenn Autofahrer, (andere) Radfahrer und Hundehalter möglichst früh auf dich Aufmerksam werden. Sie können dann langsamer fahren, ihren Hund zurückrufen und generell auf dich Rücksicht nehmen. Wird zum Beispiel eine Joggerin durch ein neongelbes Tanktop schon früh gesehen, gehen die meisten Spaziergänger zur Seite, um sie nicht in ihrem Lauf Rhythmus zu stören.

Die richtigen Sporthosen

Jetzt geht es ins Detail und du erfährst, welche Hosen sich für welche Sportarten eignen und worauf du beim Kauf achten solltest. Zunächst einmal gibt es für Herren wie für Damen die klassische Jogginghose aus Baumwolle, die Schweiß gut aufnimmt und jede Bewegung mitmacht. Für das Training im Sportstudio oder kurze Joggingrunden eignet sich gut. Möchtest du jedoch Hosen, die genauer auf deine Bedürfnisse bei einer spezifischen Sportart reagiert, solltest du etwas mehr Geld investieren.

Für Gymnastik, Geräteturnen, Joggen oder Radsport sind Leggins am besten geeignet. Sie liegen eng an, so dass dich kein überschüssiger Stoff behindert, der dir um die Beine flattert. Außerdem sind hochwertige Leggins extrem elastisch und viele stützen zusätzlich das Bindegewebe, so dass die Beine sich fester und kräftiger anfühlen. Achte beim Kauf darauf, dass der Stoff atmungsaktiv ist, Schweiß nach außen transportiert und formstabil ist. Wenn du sie anprobierst, mache alle möglichen Bewegungen und Dehnungen, um zu testen ob sie alles mitmacht und nirgends kneift. Für die kalten Jahreszeiten gibt es auch spezielle Thermoleggins, die durch eine Beschichtung aus Fleece extra warmhalten. Sporthosen für Damen sind oft Leggins oder eng anliegende Modelle, es gibt aber auch bequeme weite Schnitte.

Wenn du dich in engen Hosen nicht wohl fühlst, wähle besser ein lockeres Modell, denn sonst kannst du dich nicht frei und selbstbewusst bewegen. Für Sportarten wie Kampfsport, Pilates und Yoga sind weite Hosenbeine auch besonders praktisch. Beim Kauf von Hosen solltest du auf haltbare Stoffe und einen dehnbaren Bund Wert legen. So hält die Sportbekleidung lange und macht auch noch mit, wenn du etwas zu- oder abnimmst.

Oberteile für jede Sportart

Natürlich kannst du auch einfach ein lockeres Männer T-Shirt anziehen. Aber die passende Oberbekleidung für Damen sorgt dafür, dass du Bewegungsfreiheit hast, die Brüste gestützt werden und sie ist atmungsaktiv, so dass der Körper nicht überhitzt. Es gibt viele schicke Shirts zur Auswahl, die eng anliegen oder locker geschnitten sind. Oft sind sie aus einer speziellen Mikrofasermischung, so dass der Schweiß aufgesaugt wird und nach außen verdunsten kann. Diese Stoffe sind angenehm weich und haben oftmals keine Seitennähte, so dass nichts scheuert.
Als Sportbekleidung für Outdooraktivitäten im Sommer sind locker geschnittene Shirts mit halblangen Ärmeln perfekt, da sie die Luft hindurch lassen und dennoch die größten Körperflächen vor Sonnenbrand schützen. Ein Tanktop ist auch gut geeignet, für Damen gibt es zum Beispiel viele, die ein stützendes Bustier bereits eingearbeitet haben. So hast du Sport-BH und Tanktop in einem, was praktisch ist wenn es schnell gehen soll.

Zum Überziehen, um sich durchgeschwitzt nicht zu erkälten, sollte immer ein langärmeliges Shirt mit dabei sein. Perfekt ist eines mit Reißverschluss, um es je nach Wärmeempfinden zu öffnen oder zu schließen, und eine integrierte Kapuze, um auch verschwitzte Haare vor kalter Luft zu schützen. Für den Winter gibt es lange Shirts aus Thermomaterial, mit wärmendem Fleece innen. Diese Shirts sind toll zum Schichten im Winter – ein Tanktop darunter und eine Jacke darüber, so hast du Sportbekleidung für alle Witterungen.

Die perfekten Sportschuhe

Sie sind wahrscheinlich die wichtigste Anschaffung für die meisten Sportarten und die falsche Wahl verursacht die meisten Probleme beim Sport. Darum nimm dir auf jeden Fall genug Zeit bei der Auswahl deiner Schuhe, mit ihnen steht oder fällt deine komplette Sportbekleidung! Ob es sich dabei um Joggingschuhe oder Reitstiefel handelt, wichtig ist überall die Passform. Sie sollte deinen Füßen entsprechen, also nicht nur in Länge, sondern auch in der Breite weder zu wenig noch zu viel Platz lassen. Die Schuhgröße ist dabei nicht Aussage genug, sie dient eher der Orientierung. Schuhe fallen überall verschieden aus, also probiere immer auch jeweils eine halbe bis ganze Schuhgröße kleiner und größer an.

Überlege dir vorher, welches Material du möchtest: Es gibt zum Beispiel Gummi oder Leder bei Outdoorstiefeln, feste Stoffe oder Mesh-Material bei Laufschuhen, usw. Wenn du schon vorab überlegt hast, was dir für deine Schuhe wichtig ist, musst du dich nicht durch das ganze Geschäft hindurch probieren. Wähle dennoch genug Vergleichsmodelle aus, denn oft denkst du bei einem Paar, dass sie perfekt sitzen – bis du das nächste Paar testest, welches dann sogar noch besser sitzt. Hast du vielversprechende Schuhe gefunden, laufe zur Probe mehrere Runden durch das Geschäft, springe, rolle die Füße ab, teste so viele Bewegungen wie möglich.
Möchtest du Sportschuhe für Indoor kaufen, sollten die Sohlen hell sein, damit du auf den Böden keine Spuren aus Gummiabrieb hinterlässt. Gerade bei Joggingschuhen gibt es Unterscheidungen für Herren und Damen. Es macht auch bei größeren Füßen Sinn, Schuhe in der Abteilung für Damen auszuwählen, da sie zierlicher geschnitten sind und dem weiblichen Fuß eher entsprechen.

Gut gekleidet ist halb gewonnen

Wenn du das richtige Sportoutfit trägst, fühlst du dich automatisch wohl. Nichts kratzt oder zwickt, du kannst dich locker bewegen, deine Kleidung engt dich nicht ein, sondern unterstützt deine Aktivität sogar noch. Um diese perfekt passenden Kleidungsstücke zu finden, musst du vielleicht einiges anprobieren und austesten. Aber die Mühe lohnt sich, denn du wirst mit der für dich passenden Sportbekleidung nicht nur mehr Spaß haben, sondern auch bessere Leistung bringen und dich vor, während und nach dem Sport besser fühlen. Wenn du dir diese Tipps tu Herzen nimmst, kannst du es bald bestimmt kaum noch erwarten, in deine Sportkleidung zu schlüpfen und los zu legen.

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