Diese 6 SEO Tools musst du kennen!

Suchmaschinenoptimierung, kurz SEO (engl. für Search Engine Optimization) ist eine der wichtigsten Disziplinen, wenn es um Marketing im Internet geht. Grundsätzlich gibt es an dieser Stelle zwei entscheidende Themen. Zum einen die inhaltliche und technische Optimierung einer Website, und zum anderen die Suchintention der User. Grundsätzlich gehen wir bei Suchmaschinen heute davon aus, dass sie sich Suchmaschinen mehr an der Suchintention der User orientieren, um genau die Ergebnisse zu liefern, die gesucht und erwartet werden. Das eigene Marketing muss sich demnach ebenfalls mehr an der Suchintention seiner Kunden, und auch an den Anforderungen der Suchmaschinen orientieren.

Doch damit Suchmaschinen die passenden Ergebnisse und Antworten liefern können, müssen Sie Websites nicht nur einfach scannen, sondern sie müssen Websites auf verschiedenen Ebenen, also technisch und inhaltlich, „verstehen“. Erst dadurch sind Suchmaschinen in der Lage, Suchintention und Ergebnisse, soweit wie es möglich ist, in Einklang zu bringen. Aktualität, Relevanz und Seriosität spielen hierbei eine große Rolle.

Alle Maßnahmen hierzu beschreibt man als SEO, bzw. Suchmaschinenoptimierung.

Der Hintergrund zur Optimierung von Websites mittels SEO Maßnahmen

Im Internet haben wir es jeden Tag mit einer stark wachsenden Daten- und Informationsmenge zu tun. Damit wir die für uns relevanten Informationen und Websites finden, brauchen wir Suchmaschinen. Anfangs reichten noch Verzeichnisse mit Internet-Adressen zur Orientierung aus. Doch heute sind Suchmaschinen das Maß aller Dinge. Ihre Aufgabe ist es, auf möglichst intelligente Art und Weise das Internet fortlaufend nach allen möglichen Informationen zu durchkämmen, die gesammelten Informationen aufzubereiten und dann bei entsprechenden Anfragen als Ergebnis zu liefern.

Dabei ist ein Punkt zum Verständnis absolut notwendig, damit man auch alle SEO Maßnahmen im richtigen Zusammenhang besser versteht. Suchmaschinen versuchen die Suchintention zu identifizieren und so zu interpretieren, dass sie auch die entsprechenden Antworten liefern können. Am ehesten ist das wie Schlüssel und Schloss zu verstehen. Die User-Anfrage ist der Schlüssel, und die Suchmaschine versucht das möglichst perfekt passende Schloss zu finden.

Suchmaschinen nutzen hierzu einen speziellen Algorithmus, um Seiten mit Hilfe von derzeit über 200 Kriterien zu bewerten. Dabei werden diese Kriterien immer feiner und schaffen es durch Maschinenlernen, Websites, und deren Inhalte, im Gesamtkontext besser zu verstehen. Im übertragenen Sinne weiß und versteht Google, worum es auf einer Website geht.

Was bringt SEO bei der Optimierung?

Suchmaschinen möchten Websites, und deren Inhalte, in einem Gesamtzusammenhang besser verstehen. Genau an dieser Stelle setzt SEO an. Im Kern geht es bei der Suchmaschinenoptimierung darum, die Websites so aufzubauen, dass Google ein immer besseres Verständnis für die Inhalte und die jeweiligen Zusammenhänge bekommt. Erst dann ist eine Suchmaschine in der Lage, die Website bei den passenden Suchanfragen als Ergebnis zu liefern.

SEO-Maßnahmen sind somit wie eine sehr große Werkzeugkiste mit vielen Tools. Diese Tools helfen, um einzelne Inhaltsseiten und komplette Websites für Suchmaschinen zu optimieren. Diese Optimierungen haben am Ende das Ziel, dass die Website bei den Suchergebnissen eine bessere Position bekommt.

Das ist der Kern dessen, worum es geht. Auf der einen Seite versuchen Suchmaschinen, Websites, und deren Inhalte, immer besser zu verstehen, und auf der anderen Seite versuchen Webmaster, sich mittels SEO eine bessere Position bei den Suchergebnissen zu sichern.

Wo setzen einzelne SEO Maßnahmen an?

Die wichtigste Suchmaschine ist Google. Aus diesem Grund orientieren sich praktisch alle SEO Maßnahmen auch direkt an Google. Doch Google hält sich, aus gutem Grund, sehr bedeckt und gibt nur selten Einblicke die vermitteln, nach welchen Kriterien der Suchalgorithmus einzelne Seiten bewertet und wie die Position unter den Ergebnissen einer Suchanfrage berechnet wird. Doch es gibt eine ganze Reihe von Merkmalen – dazu gleich mehr – und eine ganz konkrete Empfehlung.

Die Google-Empfehlung lautet sinngemäß:

„Veröffentlichen Sie jeweils hochwertigen, informativen und nützlichen Content zu einem Thema, und liefern Sie dabei einen deutlichen Mehrwert für den Leser.“

Das ist schon einmal ein guter Start, denn am Ende dreht sich alles darum, möglichst konkrete Antworten zu konkreten Fragen und Themen zu liefern.

Deshalb sind fünf Faktoren als Grundlage entscheidend:

1. die (angenommene) Suchintention,
2. Relevanz bei den Ergebnissen,
3. Aktualität bei den jeweiligen Inhalten,
4. Qualität der Inhalte und
5. Seriosität der Quelle.

Dabei gibt es zwei Ansatzpunkte für SEO Maßnahmen. Zum einen Maßnahmen, die direkt auf der Website, also onpage, durchgeführt werden, und Maßnahmen, die außerhalb der Website greifen, also offpage.

SEO-Offpage-Maßnahmen sind relativ einfach zu beschrieben. Im Kern geht es hierbei um einzelne Maßnahmen mit dem Ziel, Verlinkungen auf die Zielwebsite zu generieren. Diese Maßnahmen setzen auf den ursprünglichen Ansatz von Google. Hierbei wurde der Wert einer Website, und deren Relevanz, auf Basis der Verlinkungen berechnet. Je mehr Verlinkungen es auf eine Website gibt, umso wertiger wird diese erachtet. Mehr noch, je hochwertiger der Wert der verlinkenden Seite ist, umso wertvoller ist der Link.

Auch heute noch sind externe Verlinkungen ein wichtiges Kriterium. Wobei Google hier mittlerweile sehr genau beobachtet, woher die einzelnen Links kommen und wie es um deren Qualität bestellt ist. Versuche, um hier mit Tricks eine bessere Bewertung zu bekommen, sind heute nicht mehr zeitgemäß, werden ggf. abgestraft oder führen zu einer schlechteren Positionierung.

Welche weiteren Kriterien sind noch wichtig?

Bevor es um einzelne Tools für SEO Maßnahmen und Analysen geht, hier zuerst die offensichtlich wichtigsten Kriterien für die Optimierung. Die nachfolgenden Punkte sind mit die wichtigsten, und können auch mit entsprechenden Tools analysiert werden.

  • Keywords
  • Meta-Beschreibungen
  • Seitentitel
  • Inhalte
  • Darstellung auf unterschiedlichen Geräten

Keywords

Keywords sind der Dreh- und Angelpunkt für das Thema der Seite. Je klarer eine Seite auf ein Haupt- und wenige sekundäre Keywords ausgelegt ist, umso klarer kann der Inhalt einem bestimmten Thema zugeordnet werden. Entscheidend hierbei ist, dass das primäre Keyword in der Hauptüberschrift auftaucht, und auch im ersten Absatz, bzw. auch einigen Unterüberschriften seinen Platz findet. Das primäre Keyword sollte im Text eine Keyworddichte von 3 bis 6 % haben.

Meta-Beschreibungen

Die Meta-Beschreibungen haben zwar keine direkte Auswirkung mehr auf die Positionierung, doch sie helfen einerseits dabei, dass eine Suchmaschine noch besser versteht, worum es auf der Seite geht, andererseits werden in den Metabeschreibungen die Texte hinterlegt, die auf der Suchergebnisseite angezeigt werden. Es ist auch empfehlenswert, dass das primäre Keyword auch in den Meta-Beschreibungen auftaucht.

Seitentitel

Der Seitentitel ist auch eine gute Position für das primäre Keyword, denn der Seitentitel ist gewissermaßen die Hauptüberschrift jeder einzelnen Seite.

Inhalte

Die Inhalte auf jeder einzelnen Seite sollten sich im Kern um ein Thema, bzw. um einen zusammenhängenden Themenkomplex drehen. Das primäre Keyword sollte hier entsprechend oft verarbeitet werden. Wichtig beim Inhalt ist die Struktur. Im ersten Absatz sollte der User erfahren, worum es konkret geht. Generell sollten die Texte kurz, knapp und präzise sein. Dennoch sollte der Umfang eher länger ausfallen. 300, 600 oder 900 Worte sind, wenn man mit entsprechenden Überschriften, Zusammenfassungen und Gliederungen arbeitet, als sehr positiv zu erachten. Bei der Erstellung von Inhalten ist hier immer der User im Hinterkopf zu behalten, denn er erwartet meist konkrete Informationen auf seine Fragestellung. Aus diesem Grund lieben Suchmaschinen auch umfangreichen und inhaltsstarken Content.

Darstellung auf unterschiedlichen Geräten

Eine der neuesten Veränderungen und Entwicklungen betrifft die Art und Weise, wie wir das Internet, und Google, nutzen. Das Smartphone hat hier vieles verändert. Heute werden in manchen Bereichen mehr Suchanfragenüber das Smartphone gestartet, als über den klassischen PC. Klar, dass an dieser Stelle Google großen Wert darauflegt, dass die Ergebnisse entsprechend auf die unterschiedlich großen Displays hin optimiert sind. Mittlerweile ist das für manche Suchanfragen ein entscheidender Faktor für das Ranking innerhalb der Suchergebnisse.

Welche Tools kann man für SEO nutzen?

Die meisten Tools sind für die Analyse einer Website ausgelegt. Die Wichtigsten Tools zur OnPage Analyse finden Sie nachfolgend:

SISTRIX

Dieses online verfügbare Tool ist ein guter Start, ob die eigene Website zu bei den entscheidenden Faktoren zu überprüfen, um ggf. Fehler in Programmierung und Struktur zu finden, Keywords zu analysieren und Ideen für weitere mögliche Keywords zu bekommen, und um auch das eigene Google-Ranking zu beobachten.

  • Das Tool kann kostenfrei unter www.sistrix.com getestet werden.

OnPage Doc

Um eine Website im Schnelldurchlauf zu analysieren, bietet sich das kostenfreie Tool OnPage Doc an. Hierbei werden viele interne Faktoren geprüft, wie zum Beispiel die Meta Description, Überschriften und Title Tag. Eine Besonderheit ist, dass man auch zwei Websites miteinander vergleichen kann, was zum Beispiel bei der Analyse von konkurrierenden Websites praktisch ist.

  • Das Tool kann kostenfrei unter www.onpagedoc.com getestet werden.

Screaming Frog

Unter SEO Experten ist diese SEO Spider Lösung sehr aktuell. Hierbei handelt es sich nicht um eine Onlinelösung, sondern um ein Programm, das unter Mac, PC und Linux läuft. Im Kern liefert dieses Tool eine Übersicht über Titel, Meta-Beschreibungen, Verlinkungen etc.

  • Dieses Programm ist als kostenfreie und Bezahlversion auf www.sreamingfrog.co.uk erhältlich.

SEOBILITY

Mit dieser Lösung kann man eine OnPage Analyse durchführen, und auch eine Analyse von Keywords durchführen. Besonders praktisch dabei ist, dass man ein kontinuierliches Keyword Monitoring durchführen kann, um auf diesem Wege so alle aktuellen Entwicklungen beim Ranking im Auge zu behalten.

  • Eine kostenfreie Registrierung ist unter www.seobility.net möglich, und bei Gefallen kann man unter drei verschiedenen Account-Plänen wählen.

SEOlytics

Wenn nicht nur das Ranking einer Website, sondern auch externe Backlinks überwacht werden sollen, bzw. zeitgleich auch relevante Keywords ermittelt werden, dann ist SEOlytics eine gute Wahl, denn hier erhält man eine umfangreiche und fundierte Analyse einer Website.

  • Ein Projekt kann man unter www.seolytics.de kostenfrei anmelden.

Google-Tools

Zum Schluss bleibt noch der Hinweis auf die Google Search Console. Hier kann man seine Domain direkt bei Google anmelden, seine Website verifizieren und erhält Einblicke über die Indexierung, evtl. Fehlermeldungen und andere Hinweise, die letztlich auch für Google wichtig und relevant sind.

  • Die Google-Search-Console findet man unter https://www.google.com/webmasters/tools/home

Und für die Analyse von Keywords nutzt man idealerweise den Keyword-Planer aus Google-AdWords.

  • Den Keyword-Planer findet man unter https://adwords.google.com/intl/de_de/home/tools/keyword-planner

Die hier vorgestellten Tools sind nur eine kleine Auswahl, um bei der Optimierung und dem Marketing mit geeigneten SEO Maßnahmen Hilfestellung zu bekommen.

Doch es gibt einige wichtige Punkte zu beachten:

1. Testen Sie nicht alle Tools auf einmal, sondern verschaffen Sie sich zuerst einen Überblick.

2. Verschaffen Sie sich Klarheit über Ihre Zielsetzung, so dass Sie sich am Ende auf die Tools konzentrieren, die nicht nur gute Ergebnisse liefern, sondern als Hilfestellung für Ihr Marketing dienen.

3. Gute Tools kosten Geld. Konzentrieren Sie sich deshalb auf zwei bis maximal drei Lösungen. Viele Lösungen bieten sehr ähnliche Leistungen, doch die unterschiedlichen Stärken finden sich in der Aufbereitung der Daten, so dass man für das eigene Marketing eine gute Entscheidungsgrundlage bekommt.