Energie aus Atomkraft: Status Quo, Nachteile und Alternativen

Für viele Stromkunden steht zum Ende des Jahres regelmäßig ein erneuter Anbieterwechsel bevor. Schließlich bietet die Liberalisierung des Energiemarktes für den Kunden Wechselmöglichkeiten und unter Umständen Kostenersparnis. Die vielen Vergleichsplattformen weisen in der Regel nach der Eingabe der Postleitzahl und des persönlichen Jahresverbrauchs eine kleine Auswahl von günstigen Stromanbietern aus. Die Entscheidung ist schnell gefällt, der preiswerteste Anbieter wird gewählt. Doch ist das eine gute Wahl? Ist der – in der Regel günstigere – Strom immer die wirklich vertretbare Lösung oder lohnt es sich, genauer hinzuschauen?

Wie überall ist es auch hier sinnvoll zu prüfen, was die Option in sich birgt. Und zwar nicht allein in Hinblick auf die finanziellen Verpflichtungen (Strompreis, Wechselbonus), sondern auch auf den eingekauften Strom. Der Kunde stimmt sozusagen mit den Füßen ab, Stromabnahme ist insofern auch ein Ja oder Nein zur gewählten Energieform. So ist es besser, abzuwägen. Denn mehrere der Anbieter setzen noch auf Atomkraft. Wie ist inzwischen der Status Quo dieser Technologie?

Ökologisch vertretbare Energie?

Auf der anderen Seite gibt es Anbieter, die ökologisch unbedenkliche Energie anbieten. Strom aus Wind- und Wasserkraft beruhigt zwar das Gewissen, ist aber nicht schadensfrei. Die einzige derzeitige ökologische Energiequelle ist Sonnenkraft – auch Vegane Energie genannt.

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Saubere Energie oder unabwägbares Risiko – die Atomkraft hat die Lager immer schon gespalten: in die Fraktion der Gegner und die der Befürworter. Vor wenigen Jahren sah es zumindest so aus, als hätte die Atomkraft abgewirtschaftet. Seit der Energiewende und dem Atomausstieg wollte kaum noch jemand in der Nuklearenergie die „saubere“ Technologie zur Energieerzeugung sehen, als die sie einst eingeführt worden war. Der länger zurückliegende GAU in Tschernobyl, viel mehr aber noch die Nuklearkatastrophe von Fukushima vor wenigen Jahren haben vor Augen geführt, dass die von der Atomlobby seit Jahrzehnten für zukunftsträchtig ausgewiesene Technologie größtes Misstrauen verdient und unter Umständen einer wirtschaftlichen Nachhaltigkeitsprüfung nicht standhält.

Die Katastrophe 2011 in Japan

Fukushima liegt näher als Tschernobyl: Obwohl Japan weiter von Westeuropa entfernt ist als Tschernobyl, war es die Nuklearkatastrophe von Fukushima, die im Westen ein Umdenken ausgelöst hat. Es war leicht, den Atomkraftunfall von Tschernobyl der maroden Wirtschaft der damaligen Sowjetunion und dem sozialistischen Schlendrian zuzuschreiben. Erst als in der weit entwickelten Industrienation Japan eine Mehrfachkatastrophe bis dato unbekannten Ausmaßes die verheerende Zerstörung einer ganzen Region auslöste, sahen sich westliche Industriemächte plötzlich zum Vergleich mit der Situation der eigenen Atomkraftwerke herausgefordert.

Denn in Fukushima geschah das Unmögliche: Das Tōhoku-Erdbeben von 2011 vor der Ostküste Ostjapans überstieg in seiner Stärke und den Folgekatastrophen (Tsunami, Nuklearunfall) alle Befürchtungen: Die Sicherheitsberechnungen für das Nuklearkraftwerk Fukushima Daiihachi erwiesen sich als unzureichend und waren hinfällig. Die Reaktoren hielt den Naturgewalten nicht stand. Zwar ist Westeuropa kein vergleichbar gefährdetes Erdbebengebiet, gleichwohl sind mit zunehmender Terrorgefahr neue Risiken hinzugekommen. Denn seit dem Terrorangriff vom 11. September 2001 in den USA ist mit der Gefahr von Terrorattacken aus der Luft ein weiteres Katastrophenszenario denkbar, das im dichtbesiedelten Europa verheerende Folgen zeitigen könnte.

Energiewende & Politik

Absolute Sicherheit gibt es nicht, sagen nun nicht nur die Befürworter der Atomkraft. Mit der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der Vereinigten Staaten ist zudem ein Parteigänger konventioneller Energien ins Weiße Haus eingezogen. Präsident Trump vertritt die Vorstellung, mit einem verstärkten Ausbau der Atomenergie und der dazugehörigen Wirtschaftszweige entstünden für die USA erneut „eine goldene Ära“. Nicht nur Atomkraft, sondern auch Kohleförderung nach altem Muster gehören ins Portfolio der von Donald Trump bevorzugten Technologien.

Diese Äußerungen verdienen allerdings wie alles andere, was der Präsident seit seiner Amtseinführung angekündigt und nicht umgesetzt hat, ein großes Maß an Skepsis. Denn möglicherweise steht auch diesen Absichten schlicht und einfach die Wirklichkeit entgegen. Folgenschwerer dürften deshalb die Entscheidungen seiner europäischen Nachahmer sein, welche auch im viel kleineren und dicht besiedelten Europa den Atomausstieg für die falsche Entscheidung halten und von einer „Renaissance der Atomkraft“ sprechen: Großbritannien, Frankreich, Finnland, Rumänien, Bulgarien, Slowakei und andere mehr.

Das Leben ist nun mal gefährlich, moderne Atomkraftwerke seien sicherer, der aus Nuklearenergie produzierte Strom sei im Vergleich viel preisgünstiger. Die Argumente, die schon in den 1970er-Jahren fragwürdig waren, werden auch heute wieder von den AKW-Befürwortern bemüht. Gegenwärtig sind zwei weitere Argumente hinzugekommen: Atomstrom sei klimaneutral und der Strombedarf wachse in Anbetracht der Elektromobilität enorm. Das klingt zunächst einmal ganz bemüht.

Tatsächlich ist der vermeintlich saubere Atomstrom schon bereits deswegen ein bleibendes Risiko, weil noch immer laut Angaben der IAEO über 400 Atomkraftwerke weltweit in Betrieb sind – viele davon veraltet. Die Altlasten der bisherigen Atomstromerzeugung sind noch nicht beseitigt. Die Kosten zur Beseitigung und Wiederaufbereitung von Atommüll, die in der Regel dem Steuerzahler aufgebürdet werden, stellen insgesamt einen großen volkswirtschaftlichen Schaden dar. Unter anderem deswegen, weil sie die nachfolgenden Generationen belasten.

Dennoch: Atommüll wird trotz Ausstieg weiter produziert, Gefahrenquellen in unmittelbarer Nachbarschaft – wie das belgische AKW Tihange – bestehen weiterhin. Der Umgang mit Atomkraft ist nach wie vor durch Fahrlässigkeit, Beschwichtigung und Profitinteressen bestimmt. Das AKW Tihange geriet immer wieder in den letzten Jahren durch Störfälle und rissige Reaktordruckbehälter in die Schlagzeilen. Gegen das AKW gerichtete Beschwerden, Schließungsaufforderungen und Klagen beschäftigten und beschäftigen die UN, die EU und derzeit den Gerichtshof erster Instanz in Brüssel.

 

Elektromobilität als neuer Faktor

„Nachhaltigkeit“ ist ein relativ neuer Begriff. Mit Atomstrom wurde er im vorigen Jahrhundert selten oder gar nicht in Verbindung gebracht. Wirtschaftliche Berechnungen fielen aber gerade deswegen so positiv für die Atomenergie aus, weil der Faktor Nachhaltigkeit nicht in die Analysen miteinbezogen wurde. Heute ist dies anders. Werden die Kosten der Energieerzeugung verursachungsgerecht verteilt, ist Atomstrom nicht günstiger, sondern teurer. Daran verdienen allein die Profiteure der Atomlobby mit Einnahmen in Milliardenhöhe, die nahezu unermesslichen finanziellen Lasten tragen die Steuerzahler.

Die Zukunft der Energieversorgung liegt also in einer Energieversorgung ohne atomare Kostenfalle, einer nachhaltigen Energie, die für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation darstellt. Die Leistungsfähigkeit erneuerbarer Energien steigt stetig, was auch daran liegt, dass immer neue Möglichkeiten alternativer Energieerzeugung erdacht und umgesetzt werden. Innovationskraft, Erfindungsreichtum und Gründergeist versetzen die Energiewirtschaft in die Lage, bisher noch nicht oder zu wenig genutzte erneuerbare Energiequellen zu erschließen. Hierzu gehört der Bereich der Veganen Energie. Denn ökologisch bedeutet noch nicht vegan. Hier drunter fällt einzig die Nutzung der Energie der Sonne.
Ressourcenschonung und Umweltschutz ist wichtig. Noch wichtiger ist es, bei der Energieerzeugung das Tierwohl zu beachten. Hierfür steht Vegane Energie, gewonnen etwa aus Photovoltaik oder aus pflanzlichen Rohstoffen. Sie vereint zwei moderne Strömungen der Ökologie: Die Beachtung des Tierwohls (New Ethology, Animal Studies) und die Entwicklung weiterer ressourcenschonender Energiequellen.

 

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Quelle:

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Urheber:

Thomas Reimer

Mario Jung

Autorenprofil Mario Jung

Mario Jung, Inhaber und Geschäftsführer der Online-Marketing-Agentur meine-reichweite.de, beschäftigt sich seit 2007 mit dem Thema Online Marketing und seit 2009 speziell um den Bereich Suchmaschinenoptimierung.