Strom sparen in der Küche und im Haushalt

Möchte man in seinem Haushalt Strom sparen, so kann man bereits in der Küche beginnen: Große und kleine Elektrogeräte von Spülmaschinen bis Gefrierfach sind teilweise wahre Energiefresser. Auf was man besonders achten sollte, wird nachfolgend erläutert.

Günstiger leben zu Hause – die besten Tipps zum Energie und Strom sparen mit Gas & Co.

Es gibt kaum jemanden, der das Problem nicht kennt: Das Monatsende ist da und damit auch die neue Strom-Rechnung, die mal wieder viel zu hoch ist. Allerdings gibt es viele Maßnahmen, mit denen man ganz einfach Energie sparen kann, ohne große Änderungen im Haushalt vorzunehmen. Vor allem in Küchen lauern die Übeltäter.

Neue Statistiken von Energieunternehmen zeigen, dass die meisten Menschen ihren Energieverbrauch völlig falsch einschätzen. Etwa 40 % aller befragten Personen seien der Meinung, dass ein Großteil der Energie dazu benötigt werde, Elektrogeräte zu betreiben. Allerdings machen diese gerade einmal rund 9% des gesamten Stromverbrauchs im Heim aus. Ganze 57% werden von der Warmwasseraufbereitung bzw. der Heizung beansprucht – der Rest entfällt auf die Küchen. Gasherde, Kühlschränke und alles Weitere verbrauchen eine Menge.

Kwh und damit Geld sparen: Weniger ist mehr

Allein schon die Geräte, welche in der Küche in Betrieb sind, machen eine ganze Menge Kosten aus. Somit finden sich bei genauerer Überprüfung einige Dinge, die man leicht optimieren kann. Das beginnt bereits am kleinen Rädchen, das man oben in Kühlschränken findet: Dort kann man zwischen verschiedenen Kühlstufen, meist von 1 bis 5, wählen. Die meisten Menschen entscheiden sich hier ganz einfach für 3 oder 4. Sie denken sich: Lieber kühle ich meine Frischwaren etwas intensiver, bevor sie weggeworfen werden müssen. Dennoch sollte bedacht werden: Jedes Grad weniger kann eine Einsparung von ganzen fünf Prozent betragen. Stellt man sein Kühlgerät also von Stufe 4 auf Stufe 2, verbraucht man weniger Kwh – und so ist damit schon eine Einsparung von 10% möglich. Experten raten dazu, Lebensmittel bei 8 °C zu lagern. Dazu reicht Stufe 2 in der Regel völlig aus.

Hat man warme Gerichte zubereitet und möchte die Reste nach dem Verzehr noch im Kühlschrank aufbewahren, sollten diese unbedingt vorher abkühlen, bevor man sie ins Kühlfach stellt. Je wärmer die Speisen sind, desto mehr Energie muss der Kühlschrank aufbringen, um die Temperatur im Kühlraum zu halten, da das Essen die hohe Temperatur natürlich an die Umgebung abgibt.

Das Abtauen des Gefrierfachs zahlt sich in bares Geld aus

Im Idealfall befindet sich der Kühlschrank bzw. die Gefriertruhe an einer Wand, hinter der sich der Außenbereich befindet. Diese ist in der Regel kühler und bringt allein dadurch schon einmal eine Energieeinsparung. Einmal pro Jahr sollte man den Kühlschrank etwas nach vorne rücken und sich um eine Entstaubung der Lüftung kümmern. Allein dies bedeutet bereits gute zehn Prozent mehr Strom sparen. Bemerkbar wird die Ersparnis insbesondere bei Geräten, die über ein Gefrierfach verfügen.

Apropos Gefrierfach: Auch um dieses muss man sich regelmäßig kümmern. So sollte das Abtauen mindestens einmal, besser jedoch zweimal pro Jahr erfolgen. Hat sich dort eine erste dünne Schicht aus Eis auf den eingelagerten Lebensmitteln gebildet, ist es höchste Zeit, denn dann verbraucht das Gerät bereits um ein Drittel mehr als üblich.
Grundsätzlich gilt: Ein halber Zentimeter mehr Eis im Gefrierfach steigert den Stromverbrauch um ganze 30 Prozent.
Umgekehrt gilt natürlich ebenso, dass Kühlschränke ohne Gefrierfach viel mehr Strom sparen.
Nicht ganz unwichtig ist in diesem Zusammenhang selbstverständlich auch das Alter des entsprechenden Geräts. Das gilt nicht nur für Kühlschränke, sondern auch für Mikrowellen und andere Küchengeräte. Hier sollte man sich beim Neukauf eines Geräts genau informieren, wie es mit dem Energieverbrauch aussieht. Für Kühlschränke gelten Energieklassen, die im Idealfall A+++ betragen und damit am wenigsten verbrauchen.

Neue Spülmaschinen sind oft ebenfalls sparsamer als ältere Energiefresser, weil diese häufig mit einem Eco-Programm ausgestattet sind. Sie arbeiten besonders schonend und sparen den Verbrauchern pro Jahr rund 30 bis 50 Euro ein – je nachdem, wie oft sie die Spülmaschinen benutzen. So kann es sich durchaus langfristig bezahlt machen, einen älteren Strom-Fresser auszurangieren, um ein modernes und sparsames Gerät in den Focus zu nehmen. Möchte man die Umwelt schonen, dann rentiert sich sogar ein Umstieg auf Ökostrom. Ökostrom ist heutzutage oft sogar günstiger als normale Energie.

Ökostrom und Mehr – Was Besitzer von Klimaanlagen beachten müssen

Eine Klimaanlage ist für viele Menschen ein kleiner Luxus in den eigenen vier Wänden. Allerdings benötigt sie natürlich auch eine Menge Energie. Ist in einem Raum die perfekte Temperatur erreicht, so schaltet sich eine Klimaanlage in der Regel wieder von alleine ab – dank eines Thermostats, das sich darin befindet. Sobald die Temperatur dann wieder ansteigt, aktiviert sie sich wieder. Für Sparfüchse eignen sich Geräte mit einer sogenannten Inverterfunktion besonders gut. Sie gelten als sehr sparsam und effizient, da sie die Raumtemperatur stufenlos regeln können.
Zwar kosten diese Geräte etwas mehr als herkömmliche Klimaanlagen, jedoch macht sich die Investition in jedem Fall bezahlt. Ein guter Tipp: Ökostrom ist inzwischen oft preiswerter als herkömmlicher Strom!

Bild: Uwe Schlick / pixelio.de

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