Warum ist das Silicon Valley der Mittelpunkt der IT-Branche

Egal, ob Computer, IT, DVD oder Video – Es gibt kaum eine andere Region auf der Welt, die wirtschaftlich solche großen Fortschritte an den Tag legt wie das kalifornische Silicon Valley. Unweit von San Francisco liegt das Zentrum der High Tech- und Computer-Industrie und vielen Internet-Dienstleister. Mit seiner beispiellosen Entwicklung in den letzten Jahrzehnten gilt die Gegend, die sich über 3.000 km² erstreckt, als absolutes Vorzeigecluster und gleichzeitig als einzigartige Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Wissenschaft: Die Vielfalt der einzelnen Unternehmen ist unglaublich groß.
Insbesondere in Städten wie Palo Alto, Santa Clara, Cupertino, Sunnyvale, San Jose und Mountain View haben sich zahlreiche Milliardenkonzerne wie Google (Mountain View), eBay (San Jose), Amazon, Intel (Santa Clara), Apple oder Facebook angesiedelt, auch die Francisco Bay Area ist gesäumt mit HighTech Unternehmen. Von den etwa 2,5 Mio. Einwohnern in diesem Ballungsraum sind etwa 1,4 Mio. in diesem Ballungszentrum beschäftigt – die Wirtschaft boomt also.

Google, Facebook, Amazon – Weltkonzerne in Kalifornien

Im Durchschnitt liegt das derzeitige Jahreseinkommen eines Angestellten im Silicon Valley, so besagen Schätzungen, bei etwa 79.200 US-Dollar – das ist deutlich über dem normalen US-Standard. Vergessen werden dürfen hier allerdings nicht die ebenfalls sehr viel höheren Lebenserhaltungskosten. Im Jahre 2008 zählte man in der Wirtschaftsregion mehr als 500 Konzerne, die nicht aus den USA stammen. Alle wichtigen Großkonzerne der USA haben selbstverständlich eine Niederlassung bzw. ihr Hauptquartier in diesem Areal.

Doch wie begann die Erfolgsgeschichte dieser Region um San Francisco überhaupt? Der Ursprung liegt an der renommierten Stanford University. Sie und die UC Berkeley stellen zwei der wichtigsten Hochschulen der USA dar und unterhalten zahlreiche Kooperationen mit diversen Unternehmen von Google über Amazon bis hin zu Apple.
Die Stanford University wurde im Jahre 1891 gegründet und legte recht schnell den Grundstein für das zukünftige Wirtschaftszentrum: Ende der 1930er-Jahre entstand eine Förderinitiative an der Universität. Die beiden Studenten William Hewlett und David Packard galten damals als absolute Pioniere, denn sie kamen als Erste in den Genuss dieser Förderung. Was damals in einer kleinen Garage in Palo Alto losging, hat sich heute zu einem der Top 100 Unternehmen im Silicon Valley entwickelt: „Hewlett Packard“, das seinen Standort in Palo Alto hat.

Eines der wichtigsten Merkmale dieser Gegend ist die große Risikobereitschaft: Eine motivierte Perspektive gegenüber Management-Alternativen und unterdurchschnittliche Alter sind kennzeichnend für SiliconValley.

Eine Analyse, die von der US-Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers durchgeführt wurde, zeigte, dass diverse Venture Capital-Gesellschaften im Jahr 2008 dafür bereit waren, im Schnitt 8 Mrd. US-Dollar für Unternehmen im SiliconValley zu investieren – das sind fast 2% des kompletten US-amerikanischen Venture Capitals aus dem Jahr 2007. Ein sehr großer Teil davon wurde insbesondere in die Bereiche DVD & Video, IT, Biotechnologie und Entertainment investiert, so schreibt der Feuilleton.

Eine goldene Zukunft

Wie sieht die Zukunft aus? Mit der exzellenten und äußerst starken Infrastruktur profitiert das SiliconValley in vielerlei Hinsicht. Die Verkehrsanbindung könnte kaum besser sein: Straßen und Bahntrassen sind reichlich vorhanden, auch weiteres Bauland steht großflächig bereit. Flughäfen wie zum Beispiel der Mineta San José Interntional Airport stellt eine optimale Voraussetzung für junge Unternehmen in der Region dar, um Kooperationen und Verbindungen zu anderen Start-Ups auf der ganzen Welt zu schaffen.

In den letzten Jahren hat sich das SiliconValley zudem zum global führenden Standort für die Neurotechnologie entwickelt: Die Studie „Neurotech Cluster 2010“ zeigt in seinem Feuilleton ganz klar, dass die Gegend unangefochten auf dem ersten Platz rangiert – mit Recht, denn im Ballungsgebiet sind fast 100 Unternehmen, die sich auf Neurotechnologie spezialisiert haben, angesiedelt. Darüber hinaus befinden sich ganze 99 Risikokapitalgeber in der Bay Area, welche sich ebenfalls mit diesem Forschungsgebiet befassen.

Nicht zuletzt beheimatet die Gegend drei der weltbesten Universitäten – die University Of California, Stanford und Berkeley – sowie mehrere Krankenhäuser, in denen ständig bedeutende Forschungen durchgeführt werden. Dazu zählt beispielsweise das Stanford Hospital and Clinics.

Bild: Jörg Kleinschmidt / pixelio.de

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