Wie schützt man sich am besten vor Hackern

Auch wenn das Virenprogramm noch so gut ist: Der Computer bietet nie einen hundertprozentigen Schutz vor Angriffen aus dem Internet. Hacker waren in den letzten Jahren häufiger in den Medien: Immer wieder hörte man von geknackten E-Mail-Postfächern, Datenklau und dem Diebstahl sensibler Daten aus großen Konzernen. Klar, dass sich hier auch private Anwender fragen, wie sie ihre Daten am besten digital vor Angriffen schützen sollen.

Video-Plattformen, E-Mail-Accounts & Co. – mit den richtigen Passwörtern beginnt alles

Experten warnen: Besonders auf Passwörter von E-Mail-Postfächern haben es die Datendiebe derzeit abgesehen. Daher sollte man sich schleunigst daran machen und prüfen, wie es mit der eigenen Passwortsicherheit steht. Fest steht, je länger und komplizierter ein Passwort ist, desto schwieriger haben Hacker es, diese zu entschlüsseln. Wer beispielsweise einen ganzen Satz wie „Ichmagblaueblumenimgarten“ statt „Name1234“ wählt, ist somit viel sicherer im Netz vor Hackern geschützt.
Dasselbe gilt übrigens auch für andere Accounts auf Webseiten wie WordPress, eBay, Facebook, Video-Plattformen und Ähnlichem – eben überall da, wo digital private Daten versteckt sind, die auch privat bleiben sollen.

Google Plus, WordPress & Co. – bessere Passwörter lohnen sich

Mittlerweile haben sich zahlreiche Webdienste dazu entscheiden, eine doppelte Authentifizierung auf ihrem Server einzurichten, um ihren Kunden noch mehr Sicherheit bieten zu können. Das bedeutet: Sobald man das Passwort eingegeben hat, bekommt man auf seine Handynummer einen speziellen Code geschickt. Diese Codes müssen auf der Webseite eingegeben werden, um sich einloggen zu können. So wird sichergestellt, dass der Anwender auch wirklich derjenige ist, dem der Account gehört. eBay, Amazon, PayPal, Google Plus und andere Dienstleister bieten diese doppelte Authentifizierung inzwischen auf ihren Seiten an – mit Erfolg.

Noch immer unverzichtbar für das Internet: Gute Virenschutzprogramme

Grundsätzlich sollte man nie im Internet surfen, ohne einen effektiven Virenschutz installiert – und natürlich auch aktiviert – zu haben. Mittlerweile ist die Auswahl an guten Virenprogrammen für Windows & Co. groß: Von Kaspersky über Norton und McAfee bis hin zu GData (einfach mal Google checken) gibt es eine große Bandbreite an Software, die sowohl Virenangriffe auf das System abwehren als auch effektive Scans machen, bei denen Probleme auf dem PC erkannt und umgehend entfernt werden.

Bedacht werden sollte allerdings auch, dass man seine Software immer wieder auf ein Update prüft. Viele Programme bieten in ihren Einstellungen einen automatischen Update-Service an. Das bedeutet, dass der Anwender am PC regelmäßig – bei Windows meist mit einem PopUp am unteren Bildschirmrand – informiert wird, dass ein Update bereitsteht. Darin werden die Funktionen der Virensoftware optimiert oder sogar gefährliche Sicherheitslücken geschlossen.

Übrigens: Schädliche Software, Viren & Co. kommen nicht ohne Grund auf den eigenen (Windows-)PC. Oft entsteht dieser Schaden dadurch, dass der Anwender fehlerhafte oder unseriöse Dateien aus dem Netz herunterlädt. Manchmal reicht allerdings bereits das Öffnen einer unbekannten E-Mail – und schon ist ein VirenProgramm installiert, das private Daten ausliest. So sollten User daher prinzipiell nur Anhänge von Absendern öffnen, die vertrauenswürdig sind. Das gilt übrigens auch für das Smartphone!

Jedoch kann man auch hier nicht immer im ersten Moment sicher sein. Eine recht neue Masche von Hackern ist, bekannte Namen des Accountbesitzers zu nutzen, um ihm vorzutäuschen, die E-Mail komme von einem guten Freund. Dazu lesen die Datendiebe Kontakte aus dem Account heraus. Ist man sich dennoch nicht sicher, sollte man lieber kurz bei der entsprechenden Person nachfragen, bevor man die Mail öffnet. Gerne werden auch Viren als vermeintliche Rechnungen von größeren Konzernen oder sogar als bedrohliche Inkassomeldung getarnt. Auch hier sollte man sich nicht täuschen lassen und sich genau überlegen, ob überhaupt irgendwo noch eine Rechnung offen sein kann.

Focus informiert: WLAN Netzwerke und Router müssen immer verschlüsselt werden

Auch zum Beispiel das Magazin Focus rät: Drahtlosnetzwerke sind sehr praktisch, aber leider auch nicht komplett sicher vor Hackern geschützt. Aus diesem Grund sollte man seinen WLAN-Router grundsätzlich so einstellen, dass lediglich eine verschlüsselte Verbindung über ihn aufgebaut wird.
Idealerweise verwendet man für das Netz nicht denselben Namen, den der Router trägt, sondern lässt sich selbst etwas einfallen, damit Hacker es nicht so einfach haben Sicherheitslücken auszunutzen.
Übrigens: Wer mit seinem Laptop oder Smartphone gerne an öffentlichen Orten surft – wie beispielsweise in Cafés oder auf Flughäfen – der sollte prinzipiell darauf verzichten, sensible Daten wie Kreditkarteninformationen oder auch Online Banking-Daten über diesen Server einzugeben, um sich besser zu schützen. Hier ist nie wirklich sichergestellt, dass die Daten vor Hackern sicher sind!

Bild: Klicker / pixelio.de

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