Wie wichtig ist die Masern Impfung?

Masern sind und waren – seit den ersten Aufzeichnungen – die ansteckendsten Krankheitserreger, welche auch den Menschen befallen können. Deshalb ist es wichtig, dass Personen, die nicht gegen diesen Krankheitserreger geimpft sind, einen relativ großen Abstand zu Personen einhalten, welche erkrankt sind. Schlussendlich genügt ein Husten oder Niesen, sodass der Erreger weitergegeben wird. Ein klassisches Beispiel: Vor ein paar Jahren besuchte eine erkrankte Frau den amerikanischen Vergnügungspark Disneyland, wusste zu diesem Zeitpunkt aber nicht, dass sie an Masern erkrankt war und infizierte 42 weitere Personen. Aus diesem Grund ist der sicherste Schutz die Impfung. Doch jener Impfschutz garantiert nicht, dass eine Krankheit verhindert wird. In einigen Fällen tritt dennoch eine abgeschwächte Form der Masern auf.

Auch Deutschland wird die Masern-Krankheit nicht los

Seit rund 40 Jahren existiert ein relativ wirksamer Impfstoff. Dennoch ist es noch immer nicht möglich, dass die Krankheit ausgelöscht wird; immer wieder treten Fälle von erkrankten Personen auf. Vor allem sind Masern ein gravierendes Problem der Entwicklungsländer. In jenen Regionen werden auch immer wieder Todesfälle dokumentiert. Rund jeder zehnte Erkrankte stirbt an den Folgen des Virus. Im Regelfall handelt es sich bei den Todesopfern um Kinder. Deutschlands Ziel, dass der Virus bis 2015 der Geschichte angehöre, ist in weite Ferne gerückt. Vor allem, weil die Zahl der Erkrankten kontinuierlich steigt. Während 2012 nur 155 Personen in Deutschland erkrankt waren, stieg die Zahl 2013 auf 1721 Personen.

Die klassischen Beschwerden treten erst rund zehn Tage nach der Infektion auf. Der Patient klagt über hohes Fieber, Husten und Schnupfen. In vielen Fällen sind die Augen gerötet. Erst nach zwei Tagen entwickeln sich die klassischen „Punkte“ bzw. der Hautausschlag. Im Regelfall ist zuerst das Gesicht betroffen; erst im weiteren Krankheitsverlauf breitet sich der Ausschlag auf die Füße und Hände aus. Nach rund sechs Tagen startet die Haut ihre Regenerationen. Nach dem der Betroffene die Krankheit überstanden hat, kann sie nicht nochmals auftreten. Der ehemalige Betroffene ist resistent gegen diese Erkrankung.

Warum Impfen eine Lösung ist

Masern ist eine klassische, aber keine harmlose Kinderkrankheit wie Mumps und Röteln. Ihr kann aber mittels Impfung vorgebeugt werden. Im infizierten Zustand gibt es jedoch auch Medikamente, die gezielt den Virus angreifen. Wichtig ist absolute Bettruhe sowie Medikamente, die auch die Symptome der Erkrankung bekämpfen. Dennoch treten immer wieder Komplikationen auf. Etwa 15 Prozent der Infizierten erleiden im weiteren Verlauf eine Mittelohrentzündung; 10 Prozent aller Erkrankten müssen im Laufe der Krankheit im Rahmen einer Lungenentzündung behandelt werden. Mitunter kann auch die gefürchtete Gehirnentzündung auftreten. Etwa eines von 1000 Kindern stirbt an der Krankheit. Auf Grund der Tatsache, dass etwa 90 Prozent der Kinder geimpft werden, verschiebt sich die Krankheit in das Erwachsenenalter. 2013 waren knapp 40 Prozent der Erkrankten Personen, bereits älter als 20 Jahre alt. Das Problem: Je älter der Patient, desto schwerer und intensiver der Krankheitsverlauf.

Die Impfungen stellen keine gravierende Gefahr dar

Auch wenn die Impfungen gegen etwaige Kinderkrankheiten keinen 100%-igen Schutz bieten, sollte dennoch eine klassische, vorbeugende Behandlung durchgeführt werden. Vorwiegend gibt es auch Kombi-Impfungen, die gleichzeitig gegen Röteln und Mumps helfen. Auffrischungsimpfungen sind nicht notwendig, der Impfstoff hält das gesamte Leben. Natürlich kann der Körper auf das Impfen reagieren, sodass die Einstichstelle rot wird bzw. eine Schwellung auftritt. In einigen Fällen klagt der Patient auch über Schmerzen, die direkt an der Einstichstelle auftreten.

In wenigen Fällen schwellen die Lymphknoten an; der Patient kann mitunter auch über Kopfschmerzen oder Durchfall klagen. In wenigen Fällen tritt auch eine abgeschwächte Form der Masern auf. Schwere Impfschäden sind extrem selten. Auf 16 Millionen Impfstoffdosen entfallen gerade einmal sieben Komplikationen. Der Betroffene erleidet eine Hirnhautentzündung bzw. kann eine Lähmung mit Gangstörung auftreten. Jedoch wurde in keinem aufgetretenen Fall explizit nachgewiesen, dass jene Symptome durch das Impfen ausgelöst wurden oder ob etwaige andere Gründe dafür maßgeblich waren.

Bild: Andreas Morlok / pixelio.de

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