Alles rund um das Thema Pfefferspray

Alles Wichtige zu Pfefferspray

Täglich sieht man es in den Nachrichten: Verbrechen und Straftaten. Die Kriminalitätsrate steigt nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt stetig an, weshalb viele Menschen zum Selbstschutz auf das sogenannte Pfefferspray zurückgreifen. Mit diesem kleinen Utensil kann man sich im Notfall in gefährlichen Situationen vor Menschen und Tieren zu schützen. Nicht ohne Grund wird es sogar von der Polizei verwendet. Mittlerweile gibt es zahlreiche Anbieter, die unterschiedlichste Pfeffersprayvarianten anbieten. Bei der Auswahl gilt es jedoch sowohl Pro als auch Contra-Punkte zu beachten, um das ideale Modell für sich zu finden.

Die Wirkung eines Pfeffersprays

Der Aufbau des in Fachkreisen als Reizstoffsprühgerät bezeichneten Pfeffersprays, ähnelt dem einer herkömmlichen Sprühdose, wie man sie fast täglich beispielsweise beim Haarspray verwendet. Der im Pfefferspray enthaltene Wirkstoff wird als Oleoresin Capsicum (OC) bezeichnet. Gewonnen aus dem Fruchtfleisch der Chilischote stellt dieser Reizstoff ein natürliches und ungiftiges Mittel dar, bei dessen Kontakt keinerlei Langzeitschäden zu erwarten sind. Kurzfristig bewirkt es jedoch sehr heftige Reaktionen, die einem Opfer den Angreifer im Nu von Hals schaffen. Sobald der Reizstoff beim Gegenüber auftrifft, tritt die Wirkung binnen weniger Sekunden ein: Bei Kontakt mit den Augen schwellen einerseits die Schleimhäute unvermittelt an. Andererseits schließen sich automatisch die Augenlieder, sodass ein Angreifer mindestens fünf bis zehn Minuten nichts mehr sehen kann. Auch bildet sich ein vermehrter Tränenfluss. Wird das Spray überdies eingeatmet, verursacht es einen starken Hustenreiz. Sind Hautstellen betroffen, werden diese massiv gereizt, und es kommt zu einem sehr unangenehmen Brennen, welches in der Regel bis zu 15 Minuten andauert.

Die richtige Auswahl von Konsistenz und Sprühvermögen

In Bezug auf die Konsistenz werden neben dem Spray sowohl Pfeffergel als auch Pfefferschaum unterschieden. Das Spray gilt als Klassiker und bietet den Vorteil der einfachen Anwendung. Der Strahl ist bei einer hohen Reichweite ausreichend breit, um das Ziel sicher zu treffen. Es ist dünnflüssiger als Gel oder auch Schaum. Das Gel hingegen besitzt eine etwas festere Konsistenz, wodurch es insgesamt windstabiler ist. Es verfügt über eine sehr gute Reichweite. Jedoch ist das Treffen durch den Einzelstrahl nicht ganz so einfach wie beim Pfefferspray, weshalb das Anvisieren kleinerer Ziele deutlich schwieriger ist. Der haftende und nicht neblige Schaum hingegen löst die Wirkung direkt am Ziel aus, sodass Unbeteiligte nicht getroffen werden. Es bietet den Vorteil, dass der Anwender sein Ziel optimal anvisieren kann, weil die Trefferstellen durch den Schaum deutlich erkennbar sind. Einziger Nachteil: Die Reichweite ist geringer als beim Gel oder Spray.

Ein Spray eignet sich ideal für den durchschnittlichen Anwender. Für den Gebrauch in Innenräumen und bei speziellen Anforderungen empfiehlt sich der Einsatz von Schaum. Wer hingegen eine maximale Reichweite wünscht und zudem Einsatzmöglichkeiten bei Wind nicht ausschließt, sollte sich für ein Gel entscheiden.

Die Rechtslage

Das Pfefferspray wird in Deutschland nicht in die Kategorie der Waffen, sondern Tierabwehrsprays eingeordnet. Es unterliegt daher nicht dem Waffengesetz, und es ist jeder Person erlaubt, solch ein Sprühgerät zu erwerben und mit sich zu führen. Wichtig hierbei ist allerdings, dass es eine Kennzeichnung und Zulassung als Tierabwehrspray besitzt, weil es erst dann nicht unter das Waffengesetz fällt. Grundsätzlich gilt natürlich, dass die Verwendung nur gegen Tiere erlaubt ist. Befindet man sich jedoch in einer Notsituation wie bei einem Überfall oder Angriff ist der Einsatz jedoch nicht verboten, um sich zu schützen.

Was beim Gebrauch beachtet werden sollte

Vor dem Gebrauch muss zunächst die Schutzkappe entfernt werden, sofern das Gerät eine besitzt. Anschließend verwendet man das Pfefferspray wie eine Haarspraydose, indem man auf den Sprühknopf drückt. Hierdurch setzt man das Abwehrmittel frei, welches sich je nach Modell zwischen einer Reichweite zwischen zwei bis fünf Metern bewegt. Für eine optimale Abwehr sollten Menschen in einer bedrohlichen Lage auf die Atemorgane oder auf die Augen des Angreifers zielen. Nach der Außerkraftsetzung des Gegners sollten sich die Opfer umgehend vom Gefahrenort entfernen und einen Notruf bei der Polizei absetzen.

Vorteile bei der Auswahl des optimalen Pfeffersprays

Grundsätzlich eignet sich jedes Pfefferspray als zuverlässiges Verteidigungsmittel sowohl gegen Tiere als auch Menschen. Insgesamt sind lediglich 2% aller Menschen immun gegen den Wirkstoff. Daher kann man sicher sein, einen möglichen Angreifer in Sekundenschnelle außer Gefecht zu setzen. Selbst Sicherheitsexperten empfehlen das Mitführen eines Pfeffersprays. Es ist einfach einzusetzen, sehr leicht handhabbar und nicht verboten. Ein absolutes Pro stellt der Wirkungseintritt dar: Dieser setzt extrem schnell ein und verschafft einem unbedarften Menschen ausreichend Zeit, sich der Gefahrenzone zu entziehen. Da jeder Mensch jederzeit überfallen werden könnte, bietet ein Pfefferspray rund um die Uhr Sicherheit. Man ist in jedem Augenblick vorbereitet. Ob in der U-Bahn fahren, beim Joggen oder im Haushalt für beispielsweise alleinstehende Frauen – in jeder erdenklichen Situation ist das Pfefferspray sinnvoll und sofort einsatzbereit. Es ist selbst in der größten Größe noch sehr klein und handlich und vermittelt ein Gefühl von Sicherheit.

Mittlerweile gibt es für unterschiedliche Ansprüche verschiedene Modelle. Bei der Auswahl spielen neben Faktoren wie Konsistenz und Sprühvermögen zudem Größe, Handhabbarkeit und Menge eine bedeutende Rolle. Neben der Standardgröße gibt es neben den regulären Sprays zudem auch sogenannte Pfefferpistolen. Andererseits besteht auch die Möglichkeit, extrem schmale Varianten zu wählen: Für die Handtasche gibt es beispielsweise ein extrakleines und handliches Pfefferspray. Damit man das geeignete Modell findet, sollte man sich im Wesentlichen zwei Fragen stellen: In welchen Situationen benötige ich es und wie werde ich es bei mir tragen? Entsprechend sollte man auch die Wirkstoffstärke auswählen. Diese schwankt nämlich von Hersteller zu Hersteller, sollte natürlich möglich hochgewählt sein. Hierfür achtet man am besten auf die Angaben zum Anteil des Oleoresin Capsicum auf dem Etikett oder fragt beim Hersteller selbst nach.


Inhaltsverzeichnis

Alles Wichtige zu Pfefferspray

Zu welchen Zwecken kann Pfefferspray eingesetzt werden?

Ist Pfefferspray ein geeignetes Mittel zur Selbstverteidigung?

Wie genau wirkt Pfefferspray?

In welchen Formen gibt es Pfefferspray?

Gibt es farblich markierendes Pfefferspray?

Welche verschiedenen (Sprüh)-Varianten gibt es bei Pfefferspray?

Wie weit kann man Pfefferspray sprühen?

Ist Besitz und Benutzung von Pfefferspray ausnahmslos verboten?

Darf ich Pfefferspray in einem Notwehr-Fall einsetzen?

Sind Besitz und Benutzung von Pfefferspray ausnahmslos legal?

Wie sieht die Gesetzeslage in Deutschland bezüglich dem Einsatz von Pfefferspray aus?

Gibt es spezielles Pfefferspray für Frauen?

Benötige ich einen Waffenschein, um Pfefferspray nutzen zu dürfen?

Aus was besteht Pfefferspray?

Wie entsorgt man nicht genutztes Pfefferspray?

Wie behandelt man Pfefferspray auf der Haut oder im Auge?

Gibt es Alternativen zu Pfefferspray?

Wo liegen die Unterschiede zwischen Pfefferspray und CS-Gas?

Darf man Pfefferspray im Auto mit sich führen?

Darf man Pfefferspray im Flugzeug mitnehmen?

Gibt es spezielles Pfefferspray zur Abwehr von Hunden?

Zu welchen Zwecken kann Pfefferspray eingesetzt werden?

Pfeffersprays dienen der Verteidigung gegen Angreifer aller Art und werden in den unterschiedlichsten Situationen eingesetzt. Für welche Zwecke sie sich besonders eignen und wann die Nutzung verboten ist, soll im Folgenden beantworteten werden.

Pfefferspray als Mittel zur Selbstverteidigung

Pfeffersprays werden in erster Linie zur Selbstverteidigung eingesetzt. Da sie in Deutschland legal erworben und geführt werden dürfen, gehören sie zu den am häufigsten eingesetzten Waffen in Notwehr-Situationen. Offiziell eingesetzt werden dürfen sie bei Tierangriffen, doch auch in anderweitigen Situationen wie beispielsweise zur Verteidigung gegen menschliche Angreifer, kommen sie zum Einsatz. Besonders beliebt sind hierbei neben dem klassischen Pfefferspray auch spezielle Pfefferspray-Pistolen, da diese durch ihre größere Reichweite und die optimierte Form eine höhere Treffsicherheit garantieren. Unabhängig von Form und Art des Pfeffersprays gilt: es darf nur in Ausnahmefällen genutzt werden. Im Detail wird das Spray beispielsweise beim Sport, zu Hause oder im Alltag verwendet. In der Handtasche oder direkt am Gürtel getragen, bietet es Schutz vor Angreifern und ist damit das ideale Mittel zur Selbstverteidigung – auch bei Polizei und Rettungsdienst.

Reizgas Spray bei Polizei und Rettungsdiensten.

Ein weiterer Einsatzbereich des Pfeffersprays sind Polizeibehörden. In Deutschland wird die Waffe seit rund 15 Jahren als Alternative zu Schlagstock und Schusswaffen eingesetzt und in der Regel als Reizstoffsprühgerät bezeichnet. Je nach Einsatzzweck (Menschenansammlungen, Routine-Kontrollen) werden unterschiedliche Varianten mit variierender Reichweite angeboten.
Auch innerhalb von Rettungsdiensten wird Pfefferspray zunehmend genutzt. So tragen laut einer aktuellen Studie vier von fünf Retter schützende Waffen bei sich, um sich gegen Angriffe zu wehren. Selbiges gilt für Mitarbeiter der Feuerwehr, welche in vielen Fällen ebenfalls ein Pfefferspray bei sich tragen.

Pfefferspray als Tierabwehrspray erlaubt

Nicht zuletzt wird Pfefferspray auch als Mittel zur Tierabwehr eingesetzt. Insbesondere in Ländern wie Kanada, Alaska oder Sibirien wird das Spray gegen Bären, Wölfe und andere Wildtiere genutzt. Auch hier gibt es für jede Situation spezielle Pfeffersprays mit unterschiedlichen Eigenschaften. Was alle Varianten gemeinsam haben: sie sind in den meisten Ländern, inklusive Deutschland, erlaubt und dürfen daher zum Zwecke der Notwehr eingesetzt werden. Eine Ausnahme bilden Länder wie Belgien und die Niederlande, in denen sowohl Besitz als auch Nutzung verboten ist.

Sei es zur privaten Selbstverteidigung, bei den Behörden oder zur Tierabwehr: Pfeffersprays werden inzwischen in unzähligen Bereichen genutzt. Durch die einfache Handhabung und die Möglichkeit, die Waffe legal zu tragen, gehört das Spray inzwischen zur Standard-Ausrüstung vieler Menschen und ist aus einem sicheren Alltag nicht mehr wegzudenken.

Ist Pfefferspray ein geeignetes Mittel zur Selbstverteidigung?

Pfefferspray ist seit vielen Jahren ein beliebtes Mittel zur Selbstverteidigung und gerade in letzter Zeit wieder vermehrt in aller Munde: Die Zahl der Übergriffe, besonders auf Frauen, hat zuletzt stark zugenommen. So ist es nicht verwunderlich, dass sich viele Menschen nicht mehr sicher fühlen, wenn sie allein auf der Straße unterwegs sind. Deshalb ist es wichtig, sich um einen entsprechenden Schutz zu kümmern. Doch hier stellt sich die Frage: Ist Pfefferspray ein geeignetes Mittel zur Selbstverteidigung? Zwar lässt sich damit so mancher Angreifer effektiv in die Flucht schlagen, jedoch gibt es auch Zweifel daran.

Die Wirkung von Pfefferspray – was man darüber wissen sollte

Der im Spray enthaltene Reizstoff wirkt gleich in vielerlei Hinsicht: Die Augen beginnen zu brennen und schließen sich dadurch automatisch, was Orientierungslosigkeit beim Angreifer verursacht. Gleichzeitig fängt die Haut an zu jucken, die Atmung wird gereizt und der Reizstoff gelangt in die Nase, was zu Atemnot und Husten führt. CS Gas ist ähnlich in der Anwendung, allerdings wird hier ein anderer Wirkstoff verwendet: Beim Pfefferspray kommt ein Stoff aus dem Chilistrauch zum Einsatz, CS Gas ist dagegen viel milder und basiert auf chemischen Inhaltsstoffen.

Grundsätzlich darf Pfefferspray nur zur Abwehr von Tieren verwendet werden, da solche Spraydosen unter Umständen sogar als Waffen bezeichnet werden können. Verwendet man es dagegen gegen menschliche Angreifer, so gilt dies als Körperverletzung, sofern es sich dabei nicht um Notwehr gehandelt hat. Doch Vorsicht: Wer sich lediglich bedroht oder beleidigt fühlt, macht sich noch immer strafbar. Wurde man stattdessen körperlich angegriffen oder befand sich in akuter Gefahr bzw. hilfloser Situation gegenüber der angreifenden Person, so spricht nichts dagegen die Anwendun des Sprays.

Wie geeignet ist das Pfefferspray für die Selbstverteidigung?

Grundsätzlich rät selbst die Polizei vom Einsatz von Pfefferspray ab – allerdings lässt es sich nicht von der Hand weisen, dass man damit durchaus mögliche Angreifer abwehren kann und in diesem Fall ist es auch erlaubt. Wichtig ist jedoch, dass man den Umgang damit zuvor trainiert, um nicht etwa selbst Opfer des Sprays zu werden – das könnte fatal sein. Das sollte jedoch für alle Mittel zur Selbstverteidigung gelten.

Allein schon ein leichter Gegenwind genügt, um die Wirkung auf sich selbst zu drehen. Darüber hinaus ist nicht ausgeschlossen, dass das Spray von gewissen Materialien – wie beispielsweise Leder – zurückspritzt. Verboten ist das Mitnehmen von Pfeffersprays vor allem in öffentlichen Bereichen, wie in Discotheken, Restaurants oder auch Konzerten.

Erlaubt oder nicht: Ist das Spray eine Waffe?

Fest steht jedoch, dass die Nachfrage nach der kleinen Sprühdose in den letzten Monaten deutlich angestiegen ist. Seitdem immer wieder die Rede von Übergriffe auf Frauen und Terror-Anschlägen ist, wünschen sich viele Menschen auch im Alltag mehr Sicherheit – und wenn es nur eine hilfreiches Spraydose anstatt einer richtigen Waffe ist, die einen Angreifer außer Gefecht setzen soll.

Wichtig ist dennoch, beim Kauf zu beachten, dass man sich für das richtige Produkt entscheidet. Frei verkäufliche Produkte sind hier prinzipiell als sogenanntes Tierabwehrspray gekennzeichnet. Somit unterliegt dieses Produkt nicht dem Waffengesetz und ist daher für jeden in Deutschland im Handel erhältlich. Unter das Waffengesetz fällt das Spray nur dann, wenn es nicht als Tierabwehrspray gekennzeichnet ist.

Wie genau wirkt Pfefferspray?

Richtigerweise müsste das Pfefferspray Chili-Spray genannt werden und gehört mittlerweile zur Grundausstattung von Polizei und Sicherheitsdiensten. Die rote Flüssigkeit wird aus dem Inhaltsstoff der Chilischote, dem sogenannten Oleoresin Capsaicin (OC) gewonnen.

Das Chilikonzentrat wirkt reizend auf die Augen und Schleimhäute und somit schließlich auf die jeweiligen Nervenzellen. Bei richtiger Anwendung geht der Angreifer vor Schmerzen sofort zu Boden. Seine Augen beginnen zu tränen und schwellen innerhalb kürzester Zeit an. Husten und starke Atemnot sind die Folgen. Atmet der Angreifer im Moment der Anwendung des Pfeffersprays ein, kann dies auch zu einem Würgereiz führen sowie in manchen Fällen auch zum Erbrechen. Die Wirkung tritt innerhalb von wenigen Sekunden ein. Die Symptome halten in der Regel zwischen drei Minuten und einer Stunde an. Je nach Dosierung kann die Wirkung aber bis zu achtundvierzig Stunden anhalten.

Wie wirkt der Pfefferspray?

Im Auge führt das OC zu einem heftig brennenden Schmerz, begleitet von einem Schließreflex der Augenlider. Die Bindehaut schwillt an und es kommt zu heftigem Tränenfluss. Es wurden auch schon Schädigungen der Hornhaut beschrieben, die in der Regel aber abheilen. Bei Kontaktlinsenträger kann sich dieser Effekt noch verstärken.
Bei der Atmung hängt es davon ab in welchem Ausmaß der Pfefferspray angewendet wird und wieviel OC in die Atemwege gelangt. Bei Asthmatikern kann es zu einer Verkrampfung der Bronchien kommen. Bei Personen mit einem instabilen Blutdruck kann es wiederum zu starken Kreislaufbeschwerden kommen.
Der Wirkstoff des Pfeffersprays führt zu einer verstärkten Histaminausschüttung und damit zu einer Hautrötung und in manchen Fällen bis hin zu Schwellungen.

Behandlungshinweise

Nachdem eine Person mit dem Spray in Kontakt gekommen ist, sollte sie für zehn bis fünfzehn Minuten die betroffenen Stellen mit kaltem Wasser spülen. Die Anwendung anderer Mittel ist nicht ratsam. Das kalte Wasser verschließt die Poren der Haut, wodurch keine weiteren Reizstoffe mehr aufgenommen werden können. Ein Reiben oder gar Kratzen sollte vermieden werden, da dadurch die Reizstoffe noch tiefer in die Haut eindringen können.

Ist Besitz und Benutzung von Pfefferspray ausnahmslos verboten?

Um es gleich vorweg zu sagen: Nein, Pfeffersprays sind in Deutschland nicht grundsätzlich verboten. Man darf sie besitzen und auch zur Selbstverteidigung nutzen. Warum aber taucht dann immer wieder die Frage auf, ob Pfefferspray denn nun legal sei oder nicht. Die Antwort darauf ist verhältnismäßig einfach: Weil die Gesetzeslage tatsächlich ebenso eindeutig wie etwas verwirrend ist. Laut Gesetz gilt nämlich, dass Pfeffersprays eigentlich nur für die Tierabwehr genutzt werden dürfen. Doch der Reihe nach…

Pfefferspray – was ist das eigentlich genau?

Landläufig versteht man unter einem Pfefferspray ein Reizstoffsprühgerät, also eine Distanzwaffe, die gegen Menschen oder Tiere eingesetzt wird. Der Wirkstoff, der dabei zur Anwendung kommt, ist in den allermeisten Geräten Oleoresin Capsicum, kurz OC genannt. Wird dieses OC freigesetzt, führt es bei einem möglichen Angreifer zu Husten und Atemnot, zu einem Brennen auf der Haut und bei Kontakt mit den Augen zu einer massiven Schwellung der Schleimhäute, was in der Regel ein sofortiges, mehrere Minuten andauerndes Schließen der Augenlider zur Folge hat. Ein Angreifer wird auf diese Weise also mehr oder weniger sofort außer Gefecht gesetzt, ohne dass weitere Waffen eingesetzt werden müssen. Der Spray dient damit zur Selbstverteidigung und erlaubt es einer angegriffenen Person Hilfe herbeizuholen, also beispielsweise die Polizei zu rufen.

Pfefferspray – nicht verboten, aber eigentlich nur zur Tierabwehr erlaubt

Wie gesagt: Verboten sind Pfeffersprays in Deutschland nicht. Das Problem ist nur, dass der Wirkstoff OC nicht für den Einsatz gegen Menschen zugelassen ist. Mit einer Zulassung ist aller Wahrscheinlichkeit nach auch in Zukunft nicht zu rechnen, da hierfür Tierversuche notwendig wären, die mittlerweile nicht mehr gestattet sind. Vor diesem Hintergrund gelten Pfeffersprays deshalb nach dem Waffenrecht, dem „WaffG“, als verbotene Waffen. Um dieses Problem nun zu umgehen, bedienen sich die Hersteller von Pfeffersprays eines kleinen Tricks. Sie kennzeichnen ihre Produkte nämlich mit Aufdrucken wie „Tierabwehrspray“ oder „nur zur Tierabwehr“. Dann unterliegt der Pfefferspray nämlich nicht mehr dem Waffenrecht, ist also nicht verboten, sondern ausdrücklich erlaubt. Mehr noch: Er gilt qua Definition nicht einmal mehr als Waffe. Der Besitz ist folglich auch nicht strafbar. Jedermann kann sich problemlos Pfefferspray mit einem derartigen Aufdruck kaufen, bei sich tragen und gegebenenfalls auch benutzen.

Pfefferspray – zur Selbstverteidigung kein Problem

Auch wenn Pfeffersprays mit dem Aufdruck „Tierabwehrspray“ nicht verboten sind, ist der Einsatz gegen einen Menschen dennoch an sich nicht erlaubt. Grundsätzlich würde damit nämlich der Straftatbestand der gefährlichen Körperverletzung erfüllt werden. Tatsächlich kann der Kontakt mit dem Reizstoff OC ja durchaus dramatische gesundheitliche Probleme für den Betroffenen mit sich bringen, weshalb zweifellos von einer Körperverletzung ausgegangen werden muss. Was aber ist, wenn ich von der betreffenden Person zuvor angegriffen worden bin, ich also davon ausgehen musste, dass Leib und Leben bedroht sind? Dann hat jedermann selbstverständlich das Recht, sich zu verteidigen – und zwar auch mit einem Tierabwehrspray, dessen Einsatz gegen Menschen eigentlich verboten ist. Notwehr stellt nämlich einen Rechtfertigungsgrund dar, der dazu führt, dass die Strafbarkeit der durch das Pfefferspray begangenen Körperverletzung entfällt. Logisch: Ich darf mich schließlich mit all meinen Möglichkeiten zur Wehr setzen, wenn ich angegriffen werde.

Pfefferspray – Aufpassen bei Demonstrationen

Um es noch einmal klar und deutlich zu sagen: Pfeffersprays mit den entsprechenden Aufdrucken zur Tierabwehr sind erlaubt und dürfen mitgeführt werden. Aufpassen sollte man allerdings bei Demonstrationen bzw. auf dem Weg zu einer Demo. Bei Versammlungen nach dem Versammlungsgesetz stellt nämlich das Mitführen auch eines Tierabwehsprays unter Umständen einen erheblichen Verstoß gegen dieses Gesetz dar, der von der Polizei oder anderen Behörden verfolgt werden kann. Ansonsten aber gibt es so gut wie keine Einschränkungen – außer der natürlich, mit einem Reizstoffsprühgerät verantwortungsbewusst umzugehen und es wirklich nur im Notfall einzusetzen.

In welchen Formen gibt es Pfefferspray?

Pfefferspray – ein Vorteil im Angriffsfall

Ein Jogger durchquert ein Waldstück. Ein frei laufender Hund sieht in ihm eine Gefahr und greift an. Der Besitzer ist nicht zur Stelle oder mit der Situation überfordert.

In einem solchen Fall ist es von unschätzbarem Wert, ein Pfefferspray bei sich zu tragen, mit dem man sich verteidigen kann. Pfeffersprays gibt es in verschiedenen Variationen, doch das Funktionsprinzip ist immer das Gleiche: Ein Reizstoffsprühgerät verströmt auf Knopfdruck den Wirkstoff Oleoresin Capsicum, der zu enormen Reizungen der Schleimhäute, der Haut und der Augen führt. Die Augen schwellen massiv an, sodass es mehrere Minuten lang nicht mehr möglich ist, sie zu öffnen. Auch Husten und Atemnot sind die Folge.

Pfefferspray wird als Distanzwaffe eingesetzt. Seine Benutzung obliegt jedoch strengen Bestimmungen, weshalb es in der Regel nur gegen angreifende Tiere verwendet werden darf. Der Einsatz gegen Menschen ist nur in Notwehrsituationen erlaubt.

Pfeffersprays können in Waffen-, Softair- und Outdoorshops oder online erworben werden.

Verschiedene Arten von Pfefferspray

Im Handel ist Pfefferspray in verschiedenen Ausführungen erhältlich – als Gel, Schaum oder Flüssigkeit. Auch das Sprühbild kann variieren. So setzt die Sprühdose entweder einen konischen Nebel oder einen Strahl frei. Die Reichweite eines Pfeffersprays beträgt zwischen eineinhalb und fünf Metern.

Neben normalem Spray gibt es noch das sogenannte Inertspray, welches vom Funktionsprinzip dem Pfefferspray gleicht, jedoch nicht den Wirkstoff OC enthält. Es dient zum Training von Polizei und Streitkräften.

Das handelsübliche Pfefferspray ist in einer kleinen Sprühdose erhältlich. Für den Einsatz bei der Polizei oder beim Militär existiert jedoch auch der Wirkstoff in Kapselform, welcher mittels einer Pistole auf die Zielperson abgefeuert wird. Die Kapsel platzt beim Auftreffen und hüllt die Zielperson in einen Pfeffernebel.

Neben den eindeutig als solche erkennbaren Pfefferspraybehältern können die Sprays auch sozusagen getarnt erworben werden. So zum Beispiel in speziell für Frauen entwickelter Lippenstiftform. Auch in Form eines Kugelschreibers sind Pfeffersprays erhältlich. Weiterhin gibt es Ausführungen, die man als Schlüsselanhänger am Schlüsselbund tragen kann und auf diese Art stets griffbereit hat.

Doch egal welche Ausführung man bevorzugt – ein Pfefferspray bei sich zu tragen kann im Ernstfall Schlimmeres verhindern.

Gibt es farblich markierendes Pfefferspray?

Pfefferspray gibt es in vielen Variationen. Inzwischen ist ebenfalls ein Spray erhältlich, welches einen Farbstoff enthält. Häufig handelt es sich dabei um eine Farbe, die sich aus UV-Farbstoffen zusammensetzt. Dadurch kann die Farbe, die mit diesem Abwehrspray abgegeben wird, mit dem bloßen Auge nicht gesehen werden. Ein UV-Licht ist notwendig, um sie zu sehen. Um welchen Farbstoff es sich auch immer handelt, stets ist er äußerst schwer zu entfernen.

Welchen Vorteil bietet Pfefferspray mit Farbstoff?

Pfeffersprays mit Farbstoff können sich als äußerst praktisch erweisen. Zum einen ist in ihnen der herkömmliche Wirkstoff Oleoresin Capsicum enthalten, der den Angreifer für eine Zeit kampfunfähig macht, ohne diesem langfristig Schäden zuzufügen. Zum anderen tragen die farblich markierenden Pfeffersprays in ihrem Strahl einen Farbstoff auf, dank dem im Nachhinein der Angreifer leichter von der Polizei gefunden werden kann. Hierbei ist zu beachten, dass in Deutschland Abwehrsprays nur von Zivilpersonen gegenüber Tieren benutzt werden dürfen. Wer sie gegen Menschen nutzt, kann den Tatbestand der gefährlichen Körperverletzung erfüllen. Es gibt jedoch eine Ausnahme: Der Bundesbürger geht in Deutschland für gewöhnlich straffrei aus, wenn er in Notwehr das Pfefferspray eingesetzt hat. Aus diesem Grund kann sich das Spray als hilfreicher Begleiter im Alltag erweisen. Eine leichtfertige Anwendung ist natürlich zu vermeiden.

Das löst das Pfefferspray mit Farbstoff aus

Die Wirkung von Pfeffersprays mit Farbstoff gleicht den herkömmlichen Pfeffersprayprodukten. Wer einen Strahl mit dem pflanzlichen Wirkstoff in die Augen bekommt, spürt ein starkes Brennen. Schwellungen und Rötungen stellen sich ein. Circa für 15 Minuten schließen sich die Augen immer wieder automatisch. Die Atemwege reagieren mit einem Hustenreiz. Auch Atemkrämpfe können auftreten. Ein brennender Schmerz ist auf der Haut zu spüren, der teilweise erst nach 24 Stunden verschwunden ist.Bleibende Schäden sind nicht zu erwarten. Die oben genannten Symptome treten zumeist sofort oder nach ein paar Sekunden auf. Es ist daher kaum verwunderlich, dass das Militär, die Polizei und Sicherheitsdienste auf der ganzen Welt gern zu Pfeffersprays greifen.

Verschiedene Variante erhältlich

Ein Abwehrspray mit Farbstoff und Oleoresin Capsicum gibt es in verschiedenen Varianten. Je nach den individuellen Präferenzen lassen sich kleine Dosen von 12 ml kaufen sowie größere Spraydosen mit 40 ml bis hin zu 400 ml. Für den alltäglichen Gebrauch werden gern die sehr kleinen Größen gewählt, da sie gut in die Handtasche und Hosentasche passen.

Darf ich Pfefferspray in einem Notwehr-Fall einsetzen?

Heutzutage fühlen sich viele Menschen sicherer, wenn sie zu ihrer eigenen Verteidigung ein Pfefferspray mitführen. Dabei stellt sich die Frage, was in diesem Fall erlaubt ist und ob man bei Benutzung dieser Verteidigung nicht straffällig wird.

Tierabwehrspray

Reizgas oder Pfefferspray darf in Deutschland legal gekauft werden. Wichtig dabei ist, dass es als Tierabwehrspray gekennzeichnet oder geführt wird. Ist ein solcher Aufdruck auf einem Gel, Gas, Spray oder Pulver gedruckt, zählt das Reizgas nicht als Waffe. Denn durch diese Kennzeichnung ist das Pfefferspray rechtlich als Tierabwehrspray zugelassen und unterliegt in Deutschland damit nicht dem Waffengesetz.

Ohne diesen Aufdruck fällt das Pfefferspray unter das Waffengesetz. Damit wäre der Besitz und das Mitführen des Sprays verboten.
Allgemein gilt, dass Pfeffersprays, die im deutschen Handel zur Verteidigung erworben werden, nur als Tierabwehrspray gelten und verkauft werden. Damit dürfen die Abwehrsprays mit der passenden Kennzeichnung in Deutschland von jedem legal erworben, besessen und auch geführt werden.
Somit darf ein Pfefferspray, also ein Tierabwehrspray prinzipiell nur zur Tierabwehr eingesetzt werden – und nur aus diesem Grunde besessen und mitgeführt werden.
Als Rechtfertigungsgrund beim Benutzen gegen einen Menschen muss konkret Notwehr gegen einen Angreifer vorliegen.

Notwehr und Nothilfe

Auch bei Nothilfe, das heißt Hilfe eines Menschen, der selbst keine Notwehr ausführen oder sich in einem konkreten Fall nicht wehren kann, ist die Benutzung eines Sprays nach deutschem Strafrecht nicht verboten. Es muss aber schon ein konkreter Angriff vorliegen.
Doch auch wenn diese Fälle vorlegen, kann es trotzdem Ärger mit der Polizei geben. Auch bei Notwehr kann nach dem Strafrecht eine Körperverletzung vorliegen. Wenn also kein konkreter Angriff vorliegt, ist es verboten ein Pfefferspray einzusetzen. Der Angreifer könnte eine Anzeige bei der Polizei machen. Ohne Zeugen kann selten bewiesen werden, das eine konkrete Gefahr aufgrund eines Angriffs oder einer Belästigung vorlag.
Bei einer sexuellen Nötigung oder einem Angriff, der die angegriffene Person gefährdet, ist der Einsatz von Abwehrsprays zwar grundsätzlich nicht verboten. Allerdings muss die Abwehrmaßnahme im Verhältnis zur Tat stehen, weil die Sprays massive Reizungen der Augen und sogar Asthmaanfälle auslösen können.

Fazit

Generell gilt: Je gefährlicher eine Situation, desto heftiger darf die Abwehr der Gefahr ausfallen. Kann die Polizei die Situation nicht klären, wird oftmals ein Richter zur Klärung zu Rate gezogen. Bei unsachgemäßer Nutzung steht also nicht nur eine Anzeige, sondern auch schnell ein Strafverfahren im Raum. Dann muss bewiesen werden, welche Gefahr bestand und ob die zuerst angegriffene Person das Pfefferspray aus Notwehr eingesetzt hat. Ist dies der Fall, ist die Benutzung gegen einen Menschen sozusagen erlaubt, muss aber nachgewiesen werden.

Welche verschiedenen (Sprüh)-Varianten gibt es bei Pfefferspray?

Pfefferspray gibt es in unterschiedlichen Varianten. Sowohl bei der Polizei als auch im privaten Gebrauch werden verschiedene Sprays eingesetzt, je nachdem, welches sich am besten für den jeweiligen Benutzer eignet. Alle Formen des Pfeffersprays sind in Deutschland erlaubt, sofern sie als Tierabwehrspray gekennzeichnet und zum alleinigen Zwecke der Tierabwehr erworben und mitgeführt werden. In einer Notwehrsituation dürfen alle Formen aber gegen den (menschlichen) Angreifer eingesetzt werden. Die Kosten für ein Pfefferspray liegen bei 5 Euro aufwärts.

Sprühnebel oder Strahl?

Die gängigsten Pfefferspray-Arten auf dem Markt sind solche mit einem Sprühnebel, also einem Gas, und solche mit einem Sprühstrahl.

Bei einem Strahl-Sprühgerät schießt man einen gebündelten Strahl (sogenannter ballistischer Strahl) auf den Angreifer. Dieser Strahl ist relativ windunempfindlich, so dass das Ziel auch bei Wind gut getroffen werden kann und andere (Unbeteiligte) nicht verletzt werden. Allerdings erfordert das Zielen wegen des schmalen Strahls ein wenig Übung. Um eine gute Wirkung entfalten zu können, muss der Angreifer nach Möglichkeit im Gesicht getroffen werden. Ein wichtiger Vorteil des Pfeffersprays in Strahlform ist neben der Windstabilität die große Reichweite von üblicherweise 3 bis 5 Metern. Aber auch größere Reichweiten werden vereinzelt angeboten.

Eine treffsichere Alternative ist das Nebel-Pfefferspray. Der breite Strahl (sogenannter konischer Strahl) streut sich in einer Art Wolke, ähnlich wie beim Haarspray, in Richtung Angreifer. Die Trefffläche ist daher breiter als beim (schmalen) Strahl, was vor allem dem ungeübten Benutzer in Stresssituationen zu Gute kommt. Ein sehr genaues Zielen ist nicht erforderlich. Auch mehrere Personen können gleichzeitig abgewehrt werden. Die sich verteilenden Partikel mit dem Capsicum-Wirkstoff werden von der Zielperson leichter eingeatmet als beim Sprühstrahl – sofern der Strahl nicht direkt in den Mund trifft –, was den Angreifer zunächst zu einem Husten zwingt. Dagegen ist diese Variante windanfälliger. Bei Gegenwind kann der Benutzer somit auch selbst etwas von dem Nebel abkriegen. Ein weiterer (kleiner) Nachteil: Die effektive Reichweite liegt mit bis zu 3,5 Metern meist unter der des Strahl-Sprühgerätes.

Weitere Pfefferspray-Varianten: Schaum und Gel

Ein ebenfalls wirksames Pfefferspray ist das Schaum-Pfefferspray. Der Angreifer wird mit Schaum „eingeseift“, was den Angreifer meist zunächst dazu veranlasst, den Schaum abzuwischen. Die brennende Wirkung des Mittels und der Zeitgewinn durch das Abwischen sorgen für eine gute Abwehrmöglichkeit. Außerdem ist der am Körper haftende Schaum eine gewisse Zeit lang sichtbar, was den Täter entlarvt. Die effektive Reichweite von diesem Spray beträgt in der Regel bis zu 3 Meter.

Die vierte, im Handel erhältliche, Sprühvariante ist das Pfefferspray mit Gel-Inhalt. Wie der Schaum, bietet das Gel eine breite Trefffläche und haftet gut an der betroffenen Stelle. Das Gel ist etwas windstabiler als der Schaum und deutlich windstabiler als der Nebel. Ein weiterer Vorteil: Die Reichweite ist mit der des ballistischen Strahls vergleichbar und auch bei unter 0 Grad Celsius ist das Gel-Spray problemlos benutzbar.

Wie weit kann man Pfefferspray sprühen?

In den letzten Monaten ist das Sicherheitsgefühl bei der deutschen Bevölkerung erheblich gesunken, was zu einem Run auf erlaubte Waffen wie Pfeffersprays geführt hat. Die Sprays sind sehr klein und leicht und passen so in jede Handtasche oder Hosentasche. Da Pfeffersprays nur wirken, wenn man sie im Notfall dabei hat, wird empfohlen, sich mehrere Dosen zu kaufen, damit man jederzeit und in jeder Tasche den Pfefferspray dabei hat.

Die gesetzliche Lage in Bezug auf die Pfeffersprays

Pfeffersprays sind ausschließlich zur Tierabwehr zugelassen. Deshalb muss der Wortlaut „nur zur Tierabwehr zugelassen“ auf dem Spray aufgedruckt sein. Diese Tierverteidigungssprays darf in Deutschland jeder kaufen. Damit ein Pfefferspray gegen Menschen zugelassen ist, muss es über einen entsprechenden BKA/PTB Stempel verfügen. Diesen Stempel haben die besonders preiswert angebotenen Sprays aber meistens nicht. Wenn es zu einer tatsächlichen Notwehrsituation kommt, ist auch der Einsatz von nicht zugelassenen Sprays gegen Menschen straffrei. Juristen sprechen dann von Notwehr, aber man muss nachweisen, dass die Verwendung der Waffe mit der man sich verteidigt hat, berechtigt war. Ein vorsätzlicher Einsatz ist nicht erlaubt.

Woraus besteht ein Pfefferspray?

In den Spraydosen ist nicht reines Capsaicin, sondern Oleoresin Capsicum. Der Wirkstoff besteht aus einem Extrakt aus Chili, Cayennepfeffer und Paprika. Handelsübliche Pfeffersprays haben meist einen Schärfegrad von 2,0 bis 2,5 Millionen Scoville. Dieses Mittel wirkt sicherer und zuverlässiger als Tränengas oder CS-Reizgas.

Wie wird der Spray angewendet?

Man hält den Sprühkopf in Richtung des Angreifers. Durch einen kurzen Druck auf den Sprühkopf wird ein Strahl mit dem Wirkstoff freigesetzt, der den Angreifer augenblicklich außer Gefecht setzt.

Technische Daten zum Pfefferspray

Es gibt keine einheitlichen, gesetzlichen Regelungen zur Sprühdauer und Reichweite dieser Sprays. Die Spraydosen für Handtaschen und Hosentaschen gibt es mit einem Inhalt von 15 bis 50 Milliliter. Die Reichweite kann 1,5 Meter bis zu 5,0 Metern betragen. Der Inhalt soll meist für einen Sprühnebel von fünf Sekunden Dauer reichen. Es sollten also in jedem Fall die Herstellerangaben beachtet werden. Seit Neuestem gibt es auch Pfefferspraypistolen, die besonders einfach zu bedienen sind, einen windstabilen Strahl haben und die in Sekundenschnelle nachzuladen sind.

Wie ist die Wirkung von Pfefferspray?

Capsaicin, der Stoff der in den Spraydosen enthalten ist, reizt Schleimhäute und Atemwege in Sekundenschnelle. Die Bindehäute röten sich, schwellen an und brennen wie Feuer. Ein Angreifer wird so sofort kampfunfähig, orientierungslos und blind. Dieser Zustand kann bis zu einer Stunde anhalten.

Ist Besitz und Benutzung von Pfefferspray ausnahmslos verboten?

Die Kriminalitätsrate nimmt seit einigen Jahren in Deutschland stetig zu. Um nicht das Opfer von Verbrechen und Gewalt zu werden, suchen viele Menschen nach einer effektiven Möglichkeit zur Selbstverteidigung. Als einfaches Mittel kommt das bekannte und bewährte Pfefferspray infrage. Es ist unkompliziert in der Handhabung, wirkt nicht tödlich und kann ohne großes Training eingesetzt werden. Oft zeigt sich jedoch eine gewisse Unsicherheit, ob der Besitz von Pfeffersprays legal ist. Gelten sie eventuell sogar als Waffen und sind verboten?

Welche Pfeffersprays sind in Deutschland erlaubt?

Im Gegensatz zu Softair oder Schreckschusswaffen, sind der Besitz und die Benutzung von Pfefferspray in Deutschland vollkommen legal. Voraussetzung ist allerdings, dass es der Tierabwehr dient. Zu diesem Zweck muss eine eindeutige Kennzeichnung als Tierabwehrspray vorhanden sein. Pfeffersprays mit diesem Aufdruck oder Aufkleber fallen nicht unter das Waffengesetz. Fehlt diese Bezeichnung, werden sie als Waffe eingestuft und sind verboten. Jedes Pfefferspray, das in Deutschland verkauft wird, ist deshalb als Tierabwehrspray gekennzeichnet.

Pfefferspray erlaubt oder verboten – der Bereithaltegrund

Eine wichtige Bedingung für das legale Führen eines Pfeffersprays ist der sogenannte Bereithaltegrund. Darunter verstehen Juristen den Grund, warum jemand das Spray besitzt und mitnimmt. Die Bereithaltung ist ausschließlich dann erlaubt, wenn es zum Zweck der Tierabwehr geschieht. Wer ein Pfefferspray mitführt, um sich damit gegen einen Angriff durch Menschen zur Wehr zu setzen, macht sich in Deutschland strafbar.

Welches Mindestalter ist für Pfeffersprays vorgeschrieben?

Bereits Jugendliche dürfen ein Tierabwehrspray legal kaufen und benutzen. Laut Jugendschutzgesetz zählen dazu alle Personen zwischen 14 und 17 Jahren.

Einsatz von Pfefferspray gegen Menschen ist in Notwehr erlaubt

Als Notwehr wird eine Selbstverteidigung gegen einen rechtswidrigen Angriff auf Leib und Leben bezeichnet. Dabei darf grundsätzlich jedes Mittel eingesetzt werden, um den Angreifer zu stoppen. Allerdings muss die angewendete Maßnahme verhältnismäßig sein. Wenn es keine andere Möglichkeit zur Verteidigung gibt, ist auch der Einsatz von Pfefferspray gegen Menschen erlaubt. Sind andere geeignete Mittel vorhanden, kann die Benutzung des Sprays als Körperverletzung geahndet werden. Dieselbe Rechtslage besteht auch für die Nothilfe. Darunter versteht man die Verteidigung einer anderen Person in einer Notwehrsituation.

Zusammengefasst gilt:
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Pfeffersprays sind dann legal, wenn

  • sie als Tierabwehrsprays gekennzeichnet sind,
  • sie zum Zweck der Tierabwehr geführt werden,
  • die Person mindestens 14 Jahre alt ist,
  • sie ausschließlich in Notwehr oder Nothilfe gegen Menschen als verhältnismäßige Maßnahme verwendet werden.

Unter diesen Bedingungen sind Besitz und Benutzung von Pfefferspray erlaubt. Die Regelung ist ebenfalls für Pfefferschaum, Pfeffergel oder eine Pfefferspray-Pistole gültig. Die hier dargestellte Rechtslage bezieht sich auf Deutschland. Wer in andere Länder reist, sollte sich unbedingt vorher über die aktuellen gesetzlichen Regelungen informieren.

Wie sieht die Gesetzeslage in Deutschland bezüglich dem Einsatz von Pfefferspray aus?

Dass die Kriminalitätsrate in Deutschland in den letzten Jahren gestiegen ist, ist kein Geheimnis: Immer öfter hört man von Überfällen, sexuellen Übergriffen oder auch von anderen Gewaltverbrechen. Vor allem Frauen fühlen sich häufig nicht sicher, wenn sie abends im Dunkeln nach Hause laufen müssen. Gerade nach den letzten Übergriffen in Köln ist die Angst größer geworden.

Hier stellen sich viele Menschen die Frage, wie man sich am besten davor schützen kann – denn einfach zu Hause zu bleiben ist für die meisten keine Option. Pfefferspray ist eine gute Möglichkeit, sich vor Angreifern zu schützen. Die kleine Sprühdose ist kompakt, passt in jede Handtasche und kostet nur wenige Euro – gleichzeitig bietet sie einen maximalen Effekt, da sie Angreifer sofort außer Gefecht setzt. Doch bei diesem Thema gehen die Meinungen häufig auseinander: Sind Pfeffersprays eigentlich legal – oder gelten sie gar als Waffe? Wir zeigen, wie die Gesetzeslage in Deutschland aussieht und erklären, wann Pfeffersprays erlaubt sind.

Pfefferspray: Zählt es zu den Waffen? Und wann sind sie erlaubt bzw. verboten?

Prinzipiell ist Pfefferspray in Deutschland legal, allerdings ist es wichtig, dass die Spraydose als sogenanntes Tierabwehrspray gekennzeichnet ist. Zwar muss dieser Begriff nicht direkt auf dem Spray stehen, aber es sollte ein Vermerk zur Tierabwehr vorhanden sein. In diesem Fall unterliegen die Sprays nicht dem Waffengesetz und dürfen im Falle eines körperlichen Angriffs verwendet werden. Ist keine entsprechende Aufschrift vorhanden, so gilt das Pfefferspray tatsächlich als Waffe. Grundsätzlich muss man sich hier aber keine Sorgen machen, da die im deutschen Handel erhältlichen Produkte ohnehin in der Regel entsprechend gekennzeichnet sind und sich daher zur Abwehr eignen.

Ein wichtiger Faktor ist außerdem der Bereithaltegrund, wegen dem man das Spray mit sich trägt. In Deutschland ist es beispielsweise nicht allgemein legal, Pfeffersprays mit dem Vorsatz, sich vor Übergriffen zu schützen, mitzuführen – hier muss man klar differenzieren, um sich nicht etwa selbst strafbar zu machen. In erster Linie sind Pfeffersprays zur Abwehr von Tieren gedacht, dürfen jedoch auch in Ausnahmefällen an Menschen verwendet werden. Eine Ausnahme gilt dann, wenn es kein anderes Mittel gibt, seinen Körper zu verteidigen bzw. sich vor einem Angriff zu schützen. Hier spricht man also klar von Notwehr, die vorliegen muss. Wird man beispielsweise auf dem Nachhauseweg auf einem Feldweg von einer fremden Person angegriffen, dann ist der Einsatz des Sprays ganz klar erlaubt und ein wirksames Mittel, um den Angreifer in die Flucht zu schlagen.

Auch die Polizei empfiehlt insbesondere Frauen, ein Pfefferspray mit sich zu führen, wenn man sich damit sicherer fühlt. Wichtig ist, dies nicht als Freifahrtschein zu sehen, wenn man das Gefühl hat, belästigt zu werden. Sprüht man jemandem das Spray einfach ohne Vorwarnung ins Gesicht, so ist dies verboten. Erst, wenn akute Gefahr besteht, dass man körperlich von einem Angreifer attackiert wird und sich nicht anders wehren kann, ist der Einsatz gestattet.

Insgesamt lässt sich also sagen:

  • Das Spray muss eindeutig als Spray zur Tierabwehr gekennzeichnet sein, dann ist es nicht verboten und zählt nicht zu den Waffen.
  • Es muss zum Zweck der Tierabwehr mit sich geführt werden
  • Der Kauf, der Besitz und das Mitführen der Spraydosen ist in Deutschland legal und wird von der Polizei empfohlen – dies gilt auch für Variationen wie Pfefferschaum, Pfeffergel oder Pfefferspray-Pistolen.

Was außerdem zu beachten ist: In Deutschland ist die Nutzung von Pfefferspray grundsätzlich legal, in anderen Ländern sieht dies jedoch oft ganz anders aus. Bitte informieren Sie sich vor der Reise in ein anderes Land unbedingt, wie die dortigen Richtlinien aussehen. In einigen Fällen macht man sich alleine durch den Besitzes einer solchen Spraydose strafbar – dies muss vorher in jedem Fall in Erfahrung gebracht werden.

Gibt es spezielles Pfefferspray für Frauen?

Angriffe und sexuelle Übergriffe auf Frauen sind den meisten Menschen nur aus den Nachrichten bekannt. Schnell kann eine Frau jedoch auch selbst zum Opfer werden. Nicht immer kann die Polizei überall vor Ort sein.

Pfefferspray zur Selbstverteidigung für Frauen

Pfefferspray lässt sich gerade für Frauen als wirksames Mittel zur Selbstverteidigung einsetzen. Frauen sind in Angriffsfällen dem meist männlichen Täter oft körperlich unterlegen. Das Spray setzt den Angreifer jedoch körperlich außer Gefecht. Die Augen tränen, Atemnot setzt ein, der Täter ist handlungsunfähig. Der Reizstoff kann eine Person für längere Zeit handlungsunfähig machen, mitunter sogar den Angreifer bis zum Eintreffen der Polizei außer Gefecht zu setzen. Das Spray kann darüber hinaus auch verwendet werden, um Angriffe von aggressiven Hunden oder anderen Tieren abzuwehren.

Oft werden gerade Frauen Opfer von Überfällen und sogar sexuellen Gewalttaten, die nicht selten zum Vertuschen der Tat auch eine Ermordung des Opfers zur Folge haben. Allein die Gewissheit, sich im Fall eines Angriffs mit Pfefferspray verteidigen zu können, verhilft Frauen zu einem sicheren Auftreten. Ein potentieller Angreifer achtet durchaus darauf, ob eine Frau ängstlich wirkt oder selbstsicher. Bei einer sicheren Ausstrahlung wird ein potentieller Angreifer eher von seinem Vorhaben absehen, da er damit rechnen muss, dass die betreffende Person zum Mittel der Selbstverteidigung greift. Pfeffersprays lassen sich auch gut bei einem Angriff mit Waffen, beispielsweise einem Messer oder einem Totschläger, einsetzen. Als Vorteil ist hier zu nennen, dass der Angreifer mit den Sprays bereits abgewehrt werden kann, wenn er sich noch auf Distanz zum potentiellen Opfer befindet, sich also gar nicht die Gelegenheit ergibt, mit den Waffen zum Hieb oder Stich auszuholen. Pfeffersprays lassen sich darüber hinaus zur Selbstverteidigung oft wirksamer einsetzen, als andere Waffen, wie beispielsweise Gasrevolver oder Softair.

Pfefferspray speziell für Frauen

Die Industrie hat auf den Wunsch vieler Frauen zu eleganteren und unauffälligeren Produkten reagiert und viele Hersteller bieten für Frauen spezielle Sprays und Sprühgeräte für Pfeffersprays an. In einigen Fällen handelt es sich hierbei um Sprays, die sich lediglich durch ihre farbliche Gestaltung von einem regulären Pfefferspray unterscheiden. In der Farbe Rosa wirkt ein Pfefferspray gleich weniger martialisch, als in der Farbe schwarz. Das so gestaltete Spray fällt auch in der Handtasche einer Frau viel weniger auf. Einige Produkte weisen neben der abweichenden farblichen Gestaltung auch eine andere Größe auf. Neben den üblichen Dosen mit Selbstverteidigungssprays werden auch farblich gestaltete Sprühgeräte angeboten, in die sich eine Patrone mit Spray einsetzen lässt. Andere Produkte haben eine spezielle Form oder sind als typisches Accessoire für Frauen getarnt. So wird beispielsweise ein Pfefferspray in Form eines Eau de Parfum angeboten, dass elegant wirkt und nicht weiter auffällt. Es bleibt das Geheimnis der Trägerin, dass sich in der Parfümflasche ein Pfefferspray verbirgt – ihr Extra an Sicherheit. Einige Hersteller bieten auch Spray in Form eines Lippenstifts an, der ebenfalls unauffällig in der Jacken- oder Handtasche Platz findet. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass Pfeffersprays in Form von Lippenstiften oder auch Parfümzerstäubern auf Grund ihrer geringeren Größe häufig auch eine geringere Menge des Wirkstoffs enthalten, als ein reguläres Spray.

Benötige ich einen Waffenschein, um Pfefferspray nutzen zu dürfen?

Pfeffersprays wurden 2015 und auch bereits in den wenigen Monaten, die das Jahr 2016 alt ist, sehr häufig nachgefragt. Insbesondere die Ereignisse in der Silvesternacht in Köln haben dazu beigetragen, dass das subjektive Sicherheitsgefühl gesunken ist. Allerdings wissen viele Personen nicht, ob Sie einen Waffenschein für das Pfefferspray benötigen oder es einfach so in Deutschland benutzen können. Dieser Artikel gibt Ihnen einen Überblick über die rechtliche Situation in Deutschland.

Die Nachfrage ist in den letzten Monaten stark gestiegen

Waffen zur Selbstverteidigung wurden in letzter Zeit immer häufiger gekauft. Als Gründe können vor allem die Flüchtlingskrise und die Vorfälle in der Silvesternacht in Köln und vielen anderen Großstädten angeführt werden. Ob diese Gründe auch wirklich zutreffen, kann hier nicht geklärt werden. Deutlich ist aber, dass das Waffengesetz klare Regeln für den Einsatz von Waffen ausspricht und regelt, was erlaubt ist und was nicht.

Das Pfefferspray ist keine Waffe

So auch im Falle des Pfeffersprays. Dieses spezielle Spray fällt nicht unter das eben genannte Gesetz. Stattdessen kann es von jeder Person über 14 Jahren gekauft werden. Das bedeutet aber nicht, dass es auch willkürlich und bei der kleinsten Gefahr genutzt werden darf. Tatsächlich darf das Pfefferspray nur zur Tierabwehr genutzt werden. Stellen Sie sich vor, dass Sie mit Ihren Freunden eine Wanderung durch einen Wald machen. Plötzlich sehen Sie ein paar Wildschweine und bewegen sich nun natürlich langsamer. Doch es hilft nichts, denn das Wildschwein läuft auf Sie zu. In diesem Fall dürfen Sie das spezielle Spray benutzen. Gleiches ist auch bei einem Kampfhund denkbar.

Einsatz von Pfefferspray

Natürlich kann es sein, dass Sie es gegen einen Menschen einsetzen wollen. In Deutschland ist das aber nur dann nicht verboten, wenn Sie sich in einer Situation befinden, die Nothilfe erfordert oder in der Sie Notwehr leisten müssen und nur die Polizei darf das Spray ohne Konsequenzen einsetzen. Für normale Bürger ist der Einsatz also verboten.

Kurz um: Das Pfefferspray ist keine Waffe. Demnach brauchen Sie auch keinen Waffenschein, wenn Sie es kaufen wollen. Dennoch ist es nicht erlaubt, dass Spray gegen einen Angreifer einzusetzen, wenn die Situation keine Nothilfe oder Notwehr erfordert. Stattdessen dürfen Sie das Spray nur zur Tierabwehr einsetzen. In allen anderen Fällen ist der Einsatz verboten. Wenn Sie sich nicht daran halten, kann Ihnen der Einsatz sogar als schwere Körperverletzung ausgelegt werden.

Wie behandelt man Pfefferspray auf der Haut oder im Auge?

Pfefferspray (auch OC-Spray genannt) kann in Notwehrsituationen ein unschätzbarer Vorteil und eine Möglichkeit sein, sein Leben oder das Leben und die Gesundheit Dritter zu beschützen, bis die Polizei eintrifft. Obwohl Pfefferspray eigentlich nur zur Abwehr von Tieren erlaubt ist, und der Einsatz gegen Personen eigentlich verboten, kann ein Einsatz in Notwehrsituationen gerechtfertigt sein. Allerdings sind Unfälle beim Gebrauch der Geräte nicht ausgeschlossen und das hochpotente Konzentrat aus einigen der schärfsten Pfeffersorten wirkt selbstverständlich nicht nur bei Kriminellen und Übeltätern. Wenn Sie selbst oder ein Dritter in Kontakt mit Pfefferspray gekommen sind, sollten Sie unbedingt die folgenden Schritte befolgen, um schnelle Linderung zu gewährleistein.

Wie wirkt Pfefferspray?

Pfefferspray erlangt seine Wirkung aus einer sehr starken Reizung, vor allem der Schleimhäute. Hier ist der Kontakt besonders schmerzhaft und intensiv, aber auch auf der Haut kann der Wirkstoff durch Mikrorisse und Poren in den Körper eindringen und Schmerzen verursachen. Auch der Rachenraum wird beim Einatmen von Pfefferspray stark gereizt, wodurch beim Betroffenen das Gefühl entstehen kann, die Luftzufuhr wäre ihm abgeschnitten. Zur schmerzhaften Reizung gesellt sich so häufig auch ein Gefühl der Beklemmung und der Angst.

Die ersten Schritte bei Hautkontakt

Wenn das Pfefferspray oberflächlich auf die Haut gelangt ist, sollte die betroffene Stelle zunächst mit einer fettigen Flüssigkeit – am besten Pflanzenöl – gereinigt werden. Der Wirkstoff des OC-Sprays ist nämlich lipophil und wird von Ölen gut gebunden. Allerdings sollte das Öl, sobald sich eine erste Linderung einstellt, zeitig wieder abgewaschen werden, damit es nicht von der Haut aufgesogen wird. Dazu eignet sich am besten kaltes Wasser und Seife (warmes Wasser würde das Brennen verstärken). Sie sollten hierbei sehr gründlich vorgehen, um möglichst viel des Reizstoffs zu entfernen. Bei Bedarf sollte das Prozedere wiederholt werden.

Wichtig ist, dass man Schrubben und Kratzen vermeidet, da ansonsten die ohnehin schon gereizte Haut noch zusätzlich angegriffen wird und außerdem noch mehr Wirkstoff durch kleine Risse und Abschürfungen in die Haut eindringen könnte. Man würde das Problem also noch verschlimmern.

Auch das lange Abspülen der betroffenen Hautstelle mit reinem Wasser ist zu vermeiden, da es nur wenig Linderung bringt. OC-Spray ist wie bereits beschrieben lipophil (fettlöslich) und kann daher nur von Fetten in Verbindung mit Seife abgetragen werden.

Sonderfall Augenkontakt

Ähnlich wie Tränengas entwickelt das Spray vor allem in den Augen seine größte Wirkung. Dementsprechend ist auch der Augenkontakt am schmerzhaftesten und schwieriger zu behandeln als einfacher Hautkontakt. Durch die Empfindsamkeit der Augen verbietet sich natürlich eine Behandlung mit Seife, ebenso wie der Einsatz von Pflanzenfett. Die besonderen Schutzschichten der Augen sind fettabweisend und verhindern ein effektives Reinigen.

Hier eignet sich am besten eine Behandlung mit Augentropfen, am besten in Form einer isotonischen Kochsalzlösung. Auch das Ausspülen vom betroffenen Auge mit Wasser kann hier helfen.

Bei Kontakt mit dem Auge sollte unbedingt möglichst schnell ein Augenarzt aufgesucht werden, vor allem wenn nach einigen Stunden erneut Schmerzen auftreten. In diesem Fall kann eine Schädigung der Hornhaut vorliegen. Auch bei Hautkontakt sollte ein Arzt aufgesucht werden, wenn die Symptome nicht nach spätestens einer Stunde abgeklungen sind. Auch die Polizei kann häufig als erfahrener Nothelfer behilflich sein. Im Zweifelsfall ist Vorsicht besser als Nachsicht.

Wie entsorgt man nicht genutztes Pfefferspray?

Pfefferspray als Mittel zur Selbstverteidigung

Pfeffersprays sind eine effektive Waffe zur Selbstverteidigung. Da das Spray ein Reizstoff enthält und im Einzelfall sogar tödlich sein kann – beispielsweise für Asthmatiker -, ist dessen Einsatz jedoch im Allgemeinen nur gegen Tiere erlaubt. Eine Ausnahme von dieser Regel bildet der Einsatz durch Polizei oder speziell ausgebildete Sicherheitskräfte. Da die Handhabung des Sprays nicht ganz ungefährlich ist, gelten nicht nur für dessen Nutzung, sondern auch für die Entsorgung des Behälters bestimmte Regeln.

Das Pfefferspray richtig entsorgen

Wurde das Spray über längere Zeit nicht genutzt, sollte man dessen Düse mit einem feuchten Tuch reinigen. Auch nach jedem Einsatz sollte sie gereinigt werden.

Vor jedem Gebrauch sollte man unbedingt einen Blick auf das Haltbarkeitsdatum werfen! Der Hersteller garantiert den sicheren Einsatz des Sprays bis zum Verfallsdatum. Ab diesem Datum ist es nicht mehr sicher, das Pfefferspray zu verwenden, da sich zu diesem Zeitpunkt oft das Treibgas aus dem Behälter verflüchtigt hat. Ist das Pfefferspray nicht mehr haltbar, sollte man es also in jedem Fall entsorgen, denn ein Pfefferspray ohne Treibgas auf den Gegner anzuwenden führt höchstens zu einem dünnen Rinnsal, das einem über die Hand läuft, statt zu einem Sprühstoß, der den Angreifer vertreiben könnte.

Da der Behälter des Pfeffersprays unter Druck steht, können schon Temperaturen über 50 Grad Celsius dazu führen, dass dieser explodiert oder in Brand gerät. Daher sollte man direkte Sonneneinstrahlung und hohe Temperaturen unbedingt vermeiden. Dies gilt auch, wenn der Behälter leer ist. Daher darf man auch einen leeren Behälter auf keinen Fall verbrennen oder mit großer Hitze in Kontakt bringen.

Die Entsorgung von Pfefferspray im Hausmüll ist verboten. Pfefferspraybehälter gelten als Sondermüll und dürfen daher auch nicht dem Recyclingsystem zugeführt werden. Die Sondermüllbestimmungen in Deutschland sind jedoch nicht einheitlich und sollten vor Ort erfragt werden.

In den meisten Gemeinden gibt es ein Schadstoffmobil oder eine Schadstoffabgabestelle. Die dortigen Mitarbeiter kennen sich in aller Regel auch mit der Entsorgung von Pfeffersprays aus und können bei gezielten Fragen weiterhelfen.

Ansonsten sind die Regeln zur Entsorgung auf dem jeweiligen Behälter angegeben und sollten beachtet werden.

Aus was besteht Pfefferspray?

Pfefferspray wurde ursprünglich zur Verteidigung bei Bärenangriffen in den USA erfunden. Später – und vor allem heute – diente/dient es der Polizei zur Durchsetzung von Recht und Ordnung. Das minder wirksame CS-Gas, wie das Pfefferspray ein Reizstoff, hat bei der Polizei ausgedient.

Was den privaten Besitz und Gebrauch zur Selbstverteidigung angeht, so ist der Erwerb in Deutschland erlaubt, solange das Spray als Tierabwehrmittel gekennzeichnet ist. Das Mitführen ist ebenfalls nicht verboten, wenn man das Spray nur zwecks Tierabwehr dabei hat, im Falle einer Notwehr macht man sich jedoch im Einsatz gegen den (menschlichen) Angreifer nicht strafbar. Gänzlich verboten ist Pfefferspray dagegen in anderen europäischen Ländern. Das Reizstoffsprühgerät gibt es zumeist in flüssiger Form, aber auch in der Nebel- oder Schaumvariante.

Inhaltsstoffe eines Pfeffersprays

Der Name täuscht ein wenig: Pfefferspray enthält als Hauptbestandteil den ungiftigen Wirkstoff Oleoresin Capsicum (OC). Dieses wird aus dem Fruchtfleisch von Chili-Schoten gewonnen. Im Gegensatz zum CS-Gas basiert Pfefferspray also auf natürlichen Substanzen. Das Oleoresin (auch in Pfeffer enthalten) ist lediglich für Geschmack und Farbe zuständig. Das Capsicum wiederum beinhaltet farbloses Capsaicin, genauer gesagt Nordihydrocapsaicin, Dihydrocapsaicin und Capsaicin. Dieses Alkaloid verleiht der Chili ihre Schärfe und wird in der Medizin als durchblutungsförderndes und schmerzlinderndes Mittel gerne verwendet. Gezielt als Abwehr benutzt, ist es für Tiere und Menschen aber auch ein schmerzhafter Reizstoff, der sich an Rezeptoren heftet und dort für das bekannte Brennen an Haut und Schleimhäuten sorgt. Der Schärfegrad des konzentrierten Wirkstoffs beträgt bei Pfefferspray zwei Millionen Scoville. Zum Vergleich: Tabasco liegt bei 4.000 Scoville, Cayennepfeffer bei etwa 50.000 und die schärfste Chili-Sorte Bhut Jolokia hat zwischen 500.000 und 1.000.000 Scoville.

Wirkung von Capsicum

Die Wirkung des Pfeffersprays ist für den Betroffenen anfangs sehr schmerzhaft, wenn er das Mittel in die Augen, auf die Haut oder in den Mund bekommt. Gerade die Schmerzrezeptoren an den Schleimhäuten reagieren empfindlich und der Betroffene ist zunächst außer Gefecht gesetzt. Es kann neben dem brennenden Schmerz zu Rötungen, Hustenreiz, Schwellungen der Bindehäute, vorübergender Einschränkung der Sehkraft sowie übermäßigem Tränenfluss kommen. In der Regel tritt nach 15 Minuten schon eine leichte Besserung ein, die Wirkung kann aber deutlich länger spürbar sein. Bei Risikogruppen wie Asthmatiker können die Reaktionen noch heftiger ausfallen.

Da der Wirkstoff fett- aber nicht wasserlöslich ist, hilft Wasser gegen das Brennen nicht. Ein Auswaschen mit Öl, Wasser und Seife ist deutlich wirkungsvoller. Kontaktlinsen sollten sofort herausgenommen werden, da der Reizstoff oft auch unter die Kontaktlinse gelangt.

Gibt es Alternativen zu Pfefferspray?

Pfefferspray ist angesichts der scheinbar immer größer werdenden Kriminalität in Deutschland zu einem beliebten Mittel geworden, um potenzielle Angreifer abzuwehren. Mit gutem Grund, denn wer ein solches Spray mit sich führt, fühlt sich gleich deutlich sicherer. Im Falle eines Angriffs würde der Angreifer durch Pfefferspray umgehend außer Gefecht gesetzt werden: Augen, Nase und Atemwege beginnen zu brennen, sogar Bewusstlosigkeit kann eintreten – wertvolle Zeit, die das Opfer nutzen kann, um sich in Sicherheit zu bringen. Zur Selbstverteidigung sind die handlichen Sprühdosen ideal und auch legal, dennoch gibt es viel Kritik am Spray. So fragen sich einige Menschen, ob es Alternativen dazu gibt – schließlich handelt es sich dabei um ein nicht ungefährliches Reizmittel, das auch im Falle eines Falles gegen einen verwendet werden könnte.

Alternativen zum Pfefferspray – welche Möglichkeiten zur Selbstverteidigung gibt es noch?

Wer das klassische Pfefferspray nicht nutzen möchte, kann inzwischen auch auf einige wirksame Alternativen zurückgreifen, mit denen sich Angreifer genauso effizient in die Flucht schlagen lassen. So empfehlen Polizisten zum Beispiel den sogenannten Schrillalarm. Diese kompakten Geräte passen in jede Jackentasche, können am Schlüsselring befestigt werden und lösen bei Aktivierung einen ohrenbetäubenden Lärm von bis zu 140 Dezibel aus. Ob dies den Täter direkt vertreibt, ist natürlich nicht garantiert, allerdings dürfte dieser darauf erschrocken und verwirrt reagieren, was das Opfer zur Flucht nutzen kann. Wichtig: Behalten Sie den Alarm nicht in der Hand, denn dies kann dazu führen, dass der Täter sofort eine körperliche Attacke versucht. Werfen Sie ihn stattdessen ins Gebüsch, wo er nur schwer zu finden ist, aber so lange weiterschrillt, bis die Batterie leer ist – in der Zwischenzeit könnten nämlich andere Leute aufgeschreckt werden, die heraneilen.

Eine weitere Möglichkeit sind Taschenlampen mit flackerndem Licht, welches den Angreifer umgehend orientierungslos und verwirrt zurücklässt. Auch Farbsprays, welche die betreffende Person mit leuchtend roter, wasserfester Farbe markieren, sind geläufig. Auf diese Weise wehrt man mit dem Spray nicht nur den Angriff ab, sondern kann der Polizei auch dabei helfen, den Täter schnell ausfindig zu machen.

Eine Waffe zur Selbstverteidigung – ist das in Deutschland erlaubt?

Im Notfall hilfreich sein können außerdem Schreckschusswaffen. Die sind in Deutschland zwar erlaubt, müssen jedoch mit einem Siegel der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) versehen sehn. Genutzt werden dürfen die Waffen sowohl auf dem eigenen Grundstück und in Wohnungen. Wer sie in der Öffentlichkeit mit sich führen möchte, braucht dafür allerdings den kleinen Waffenschein, für den ein Antrag bei der Polizei oder dem Ordnungsamt nötig ist. Meist dauert die Erteilung ein paar Wochen, zudem sind einige Voraussetzungen dafür nötig. Volljährigkeit, keine Vorstrafen und die körperliche bzw. geistige Eignung, um die Waffe mit sich führen zu dürfen, müssen gegeben sein.

Zum Führen von Schusswaffen ist der große Waffenschein erforderlich, der allerdings nur von Ordnungs- und Landratsämtern erteilt wird, wenn man sich als Privatperson dafür eignet. Auch muss es sich dabei um eine Person handeln, welche grundsätzlich mehr mit einem körperlichen Angriff rechnen muss als andere Menschen und wenn es nur mit Schusswaffen möglich ist, sich zu wehren. Das ist allerdings in der Regel eher die Ausnahme.

Fazit: Wer sich vor einem potenziellen Angreifer schützen möchte, hat hierfür viele Möglichkeiten zur Auswahl. Waffen sind zwar eine Lösung, aber nicht unbedingt risikofrei und werden daher nach wie vor stark kritisiert. Als einfache und dennoch wirksame Schutzmaßnahme empfiehlt sich daher nach wie vor das Pfefferspray, das in jede Tasche passt und sehr wirksam ist.

Wo liegen die Unterschiede zwischen Pfefferspray und CS-Gas?

Viele Menschen fühlen sich heutzutage aufgrund steigender Kriminalitätsraten oder aktueller Ereignisse wohler, wenn sie ein adäquates Mittel zur Selbstverteidigung zur Hand haben. Gerade für Frauen kann es für ein gutes Gefühl der Sicherheit sorgen, wenn man in der Gewissheit das Haus verlassen kann, sich gegebenenfalls selbst helfen zu können, sollte man das Opfer eines Verbrechens werden. Dabei gibt es einige recht nützliche und effektive Wege, sich seiner Haut zu erwehren, bis die Polizei oder andere Hilfe eintrifft. Viele Menschen greifen aufgrund solcher Gedanken zu übereilten Lösungen wie einem Messer, einer Schreckschusspistole oder einer Softair-Pistole, was jedoch keinesfalls zu empfehlen ist! Im Gegenteil, der Anblick einer Klinge oder das Replikat einer Waffe würde die Situation vermutlich noch verschärfen.

Wesentlich sicherer sind hierbei Abwehrsprays als Mittel zur Selbstverteidigung. Die beiden gängigsten sind hierbei das allbekannte Pfefferspray (auch OC-Spray genannt) und CS-Gas. Im Folgenden soll nun geklärt werden, wo die Unterschiede zwischen diesen beiden Modellen liegen und welche Vorteile sie gegebenenfalls bieten.

Pfefferspray – Der Klassiker unter den Abwehrstoffen

Pfefferspray ist der eher umgangssprachliche Begriff für OC-Sprays. Das OC steht hier für Oleoresin Capsicum, einem hocheffektiven Pfefferschotenextrakt aus den schärfsten Pfeffersorten der Erde. Dieser Extrakt befindet sich in einer kleinen Sprühdose und wird, sobald der Druckknopf aktiviert wird, in einem Strahl aus der Dose gesprüht. Dabei wird zwischen dem konischen Breitstrahl (mit etwa 3 Meter Reichweite) und einem geraden Weitstrahl (bis zu 5 Meter Reichweite) unterschieden. Während der Breitstrahl weniger weit reicht, entfaltet er jedoch auch Wirkung zu den Seiten, ist also in der Lage, mehrere Angreifer gleichzeitig zu treffen, während der Weitstrahl punktiert wirkt, dafür aber weiter reicht. Aufgrund des zentrierten Strahls ist beim Weitstrahl ein sorgsames Zielen wichtiger als beim Breitstrahl.

Das konzentrierte Pfefferspray wirkt beim Kontakt mit den Schleimhäuten und den Augen extrem reizend und führt zu starken Schmerzen und vorübergehender Orientierungslosigkeit beim Getroffenen. Dadurch erhält der Nutzer die Möglichkeit zur Flucht, bzw. der Abwehr des Angriffes. Allerdings sind beim Pfefferspray einige Besonderheiten zu beachten. So ist in Deutschland die Verwendung von Pfefferspray nur gegen Tiere gestattet – allerdings stellt eine Notwehrsituation mit entsprechender Bedrohungslage eine Ausnahmesituation dar. Aufgrund der starken Wirkung von diesem Spray ist ein vorheriges Üben notwendig, da bei falscher Anwendung schnell der Nutzer selbst zum Opfer des stark reizenden Sprays werden kann.

CS-Spray – Die chemische Lösung

Im Gegensatz zum Pfefferspray basiert CS-Spray nicht auf natürlichen Pflanzenstoffen, sondern versprüht ein chemisches Gas namens „Chlorbenzyliden-Malonsäuredinitril“. Dieser reizende Stoff ist im Gegensatz zum Pfefferspray bereits ab 14 Jahren erhältlich und auch rechtlich zur Selbstverteidigung erlaubt. Desweiteren ist der Umgang mit CS-Spray für den Nutzer weit weniger problematisch, als das potentere Pfeffersprayabwehrmittel. CS-Gas hat jedoch einen elementaren Nachteil, denn es wirkt in geringen Konzentrationen nur bei etwa 50% aller Menschen in einer ausreichend reizenden Form, um einen Angriff effektiv abwehren zu können. Obwohl es ein Reizgas ist, kann man sich seiner Wirkung also nicht völlig sicher sein, was andere Waffen oder Hilfsmittel zur Selbstverteidigung attraktiver macht. Der Vorteil, dass CS-Gas jedoch frei verkäuflich und zur Verteidigung erlaubt ist, macht es zu einer häufig gewählten Alternative.

Darf man Pfefferspray im Auto mit sich führen?

Pfefferspray – Vorteil in Notwehrsituationen

Pfeffersprays sind in Notwehrsituationen von unschätzbarem Vorteil. Im Prinzip handelt es sich bei ihnen um kleine, unter hohem Druck stehende Behälter, die auf Knopfdruck einen konischen Nebel oder einen Strahl mit dem Wirkstoff Oleoresin Capsicum freisetzen. Dieser natürliche Wirkstoff, der aus Chilischoten gewonnen wird, führt zu schweren Reizungen von Haut, Augen und Atemwegen und setzt durch seine hohe Wirkquote fast jeden Angreifer zuverlässig außer Gefecht. Wegen des Drucks, unter dem das Behältnis steht, ist es allerdings wichtig, das Spray korrekt zu lagern und für den Verteidiger sicher zu verwenden.

Korrekte Lagerung

Führt man ein Pfefferspray mit sich, sollte man darauf achten, den Behälter keinen zu hohen Temperaturen, offenem Feuer oder zu intensiver Sonneneinstrahlung auszusetzen, denn das darin befindliche Gas kann den Behälter zu einer Bombe werden lassen. Auch die Lagerung in der Nähe einer Heizung ist nicht empfehlenswert.

Da der Behälter unter Druck steht, kann es im schlimmsten Fall zur Explosion oder einem Brand kommen. Das absolute Temperaturmaximum, das man dem Behälter zumuten sollte, liegt bei 50 Grad Celsius. Im Sommer können sich in einem Auto bei direkter Sonneneinstrahlung und geschlossenen Fenstern in relativ kurzer Zeit Temperaturen entwickeln, die denen einer Sauna nahe kommen. Daher ist es höchst riskant, das Spray in einem Auto zu lagern. Für eine kurze Fahrt bei laufender Klimaanlage oder offenen Fenstern ist es sicherlich kein Problem, das Spray im Auto mit sich zu führen. Anders sieht es jedoch aus, wenn man den Wagen parkt.

Auch wenn man das Auto nur kurz abstellt und auf einen schattigen Parkplatz achtet, sollte man bedenken, dass die Sonne wandert und das Auto schon nach kurzer Zeit in der prallen Sonne stehen kann.

Optimal ist es, das Pfefferspray in der Hosen- oder einer speziellen Gürteltasche mit sich zu führen. So wird in der Regel gewährleistet, dass das Spray keinen zu hohen Temperaturen ausgesetzt wird, jedoch im Ernstfall immer griffbereit ist.

Darf man Pfefferspray im Flugzeug mitnehmen?

Dieser Wunsch wirft jedoch die Frage auf, ob ein solches Selbstverteidigungsmittel bei Flugreisen im Flugzeug mitgeführt werden darf, sei es im Koffer oder im Handgepäck. Diese Frage muss leider verneint werden. Die Mitnahme von Pfefferspray, ganz gleich ob an der Person oder im aufgegebenen Gepäck, ist verboten. Auch im Handgepäck ist das Spray nicht erlaubt. Die meisten Fluggesellschaften halten sich bezüglich der Gepäckbeförderung streng an die Vorgaben der internationalen Luftverkehrsvereinigung, der „International Air Transport Association“, kurz IATA, welche 1945 als Dachverband der Fluggesellschaften gegründet wurde und einen Großteil der international agierenden Fluggesellschaften beherbergt. Die Vereinigung hat zur Vereinfachung der Prozesse des Luftverkehrs gemeinsame Richtlinien beschlossen, die unter anderem das Mitführen von Selbstverteidigungsgeräten verbieten.

Verbote bei den Fluggesellschaften

Die meisten Fluggesellschaften verbieten zusätzlich in ihren Geschäftsbedingungen die Mitnahme von Pfefferspray im Flugzeug. Die Fluggesellschaft Ryanair beispielsweise stuft das Spray in ihren allgemeinen Geschäftsbedingungen als verboten ein. Die Mitnahme ist weder im Flugzeug noch im Sicherheitsbereich erlaubt. Auch bei der Fluggesellschaft Easyjet ist die Mitnahme von Pfefferspray verboten, Fluggäste dürfen das Spray weder im Handgepäck noch im Koffer mitnehmen. Die Deutsche Lufthansa verbietet in ihren Gepäckbestimmungen ebenfalls die Mitnahme von Selbstverteidigungsspray im Gepäck, da es zur Gefährdung des Luftverkehrs führen könnte. Auch die Fluggesellschaft Air Berlin weist darauf hin, dass gefährliche Güter wie Tränengas und Spray, das reizende oder handlungsunfähig machende Stoffe enthält, weder von Passagieren noch von Besatzungsmitgliedern im Koffer oder im Handgepäck mitgeführt werden dürfen.

Bestimmungen der Reiseländer

Außer den Bestimmungen der Fluggesellschaften sollten Reisende auch die Bestimmungen des Ziellandes beachten. Nicht in allen Teilen der Erde ist es erlaubt, Selbstverteidigungssprays zu führen. In Ländern, in denen Pfefferspray nicht verboten ist, also legal verkauft, erworben und geführt werden darf, sollte der Kauf vor Ort kein Problem darstellen. Zu beachten ist jedoch, dass Reisende das am Urlaubsort erworbene Pfefferspray nicht im Flugzeug in die Heimat mitnehmen dürfen.

Gibt es spezielles Pfefferspray zur Abwehr von Hunden?

Pfefferspray zur Abwehr von Hunden hat sich als sehr wirksam erwiesen. Es wird nicht nur von Spaziergängern, Bauern und Joggern zum Schutz gegenüber fremden Hunden verwendet, sondern auch vom Hundehalter selbst. Sie benötigen dies, um den Kampf zwischen dem eigenen und einem anderen Hund zu beenden, bevor einer der beiden einen lebensbedrohlichen Schaden nimmt. Den Hunden tut das Spray in den Augen weh und sie werden von den beißenden Schmerzen abgelenkt. Ein bleibender Schaden ist nicht zu erwarten. Im Handel gibt es verschiedene Pfeffersprays, die alle offiziell nur für die Tierabwehr sind. Sie unterscheiden sich nicht hinsichtlich des Grundwirkstoffs, aber bezüglich der Sprühweite, der Größe, der Strahlform und der Konsistenz.

Das ideale Pfefferspray gegen Hunde

Ein Pfefferspray gegen Hunde ist zumeist in Taschenformat erhältlich. Dies gibt die Möglichkeit, es beim Spaziergang im Park oder beim Joggen durch den Wald stets dabei haben zu können. Zudem handelt es sich tatsächlich um ein Spray und nicht um ein zähflüssiges Pfeffergel oder einen Pfefferschaum. Beide letztgenannten Varianten eignen sich nämlich eher für den Gebrauch in geschlossenen Räumen, weshalb sie zur Hundeabwehr nur eingeschränkt verwendet werden können. Wenn auf den Druckknopf der Sprühflasche gedrückt wird, sollte ein konischer Strahl herauskommen. Dies ist wichtig, um ein unnötiges und unkontrolliertes Einnebeln der Umgebung zu vermeiden. Außerdem lässt sich so der Hund besser anvisieren, sodass das Pfefferspray tatsächlich seine gewünschte Wirkung entfalten kann. Wer sich jedoch häufig in Gebieten mit starkem Wind bewegt, wie es beispielsweise an der Nordseeküste der Fall ist, kann auch zum Pfeffergel oder Pfefferschaum greifen. So besteht keine Gefahr, dass der Abwehrstoff in die eigenen Augen gerät. Allerdings muss bei diesen Abwehrmittelvarianten das Tier bereits sehr nahe sein.

Ein hochwirksamer Reizstoff

Unabhängig davon, ob es sich um ein Pfefferspray zur Abwehr von Tieren im Allgemeinen oder um ein Hundeabwehrspray handelt, ist stets der gleiche Wirkstoff enthalten: OC bzw. Oleoresin Capsicum. Dies ist ein Extrakt aus dem Fruchtfleisch der Chilischoten. Es ist umweltfreundlich und ungiftig. Kurzfristig reagiert der Körper darauf sehr heftig, aber Langzeitschäden sind für die Tiere nicht zu erwarten.

Autorenprofil Mario Jung

Mario Jung, Inhaber und Geschäftsführer der Online-Marketing-Agentur meine-reichweite.de, beschäftigt sich seit 2007 mit dem Thema Online Marketing und seit 2009 speziell um den Bereich Suchmaschinenoptimierung.