Usability vom Webdesign steigern

Fast alle Unternehmen besitzen heutzutage eine eigene Website mit einem eigenen Webdesign. Vor ein paar Jahren war dieser Schritt noch nicht unbedingt notwendig. Mittlerweile haben sich Unternehmen und somit auch der Bereich Marketing jedoch stark auf den Online Markt fokussiert. Durch das Marketing im Netz hat ein Unternehmen die Möglichkeit eine viel höhere Zielgruppe zu erreichen, als es im klassischen Printbereich möglich wäre. Das Stichwort ist also Reichweite. Außerdem können interaktive und multimediale Elemente angewendet werden. Auch dieses digitale Marketing-Instrument ist im Print nicht ausführbar. Mithilfe der interaktiven sowie multimedialen Elemente wird ein Nutzererlebnis erzeugt, durch welches User die Website gerne besuchen und im besten Falle immer wiederkehren. Um ein optimales Nutzererlebnis zu ermöglichen, bedarf es jedoch noch vieler weiterer Instrumente. Die Nutzerfreundlichkeit (Usability) ist hier der Oberbegriff. Durch die Usability wird erst ein Nutzererlebnis geschafft. Doch wie erreicht ein Unternehmen dieses effektive Ziel?

 

Usability Instrumente

Eine nutzerfreundliche Website, bietet dem Nutzer eine gute Struktur. Das bedeutet, dass er sich auf der Website zurechtfindet und schnell seine gewünschten Inhalte findet. Außerdem muss das Thema oder der Bereich der Website sofort ersichtlich sein. Eine Website einer Krankenversicherung sollte hier anders gestaltet sein, als die Website eines Freizeitparks. Auch fehlender Content auf der Startseite kann zu Verwirrung führen. Ist die Website nicht benutzerfreundlich, so verlässt der User sie schnell wieder. Um also eine hohe Usability zu erreichen sind verschiedene Instrumente nötig:

– SEO
– Navigation der Website
– Strukturierung der Inhalte
– Webdesign
– Multimediale Elemente
– Interaktive Elemente
– Responsive angepasst

Im nächsten Schritt werden diese Punkte einzeln aufgeführt und näher erläutert.

 

Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Auch wenn die SEO nur indirekt in diese Kategorie gehört, so muss sie dennoch beachtet werden. Hat ein Nutzer ein Informationsbedürfnis und sucht einer bedürfnisbefriedigenden Antwort im Web, so werden ihm unzählige Suchergebnisse geboten. Da er diese unmöglich alle verarbeiten kann, beachtet er meist nur die erste Seite der Suchergebnisse. Sucht der Nutzer jedoch genau Ihr Unternehmen und findet es nicht sofort, bedeutet das für ihn viel Aufwand. Das ist nicht benutzerfreundlich – Es erschwert dem Benutzer eher die Bedienung, als dass sie ihm vereinfacht wird. Bei einer Unternehmenswebsite, welche im Ranking ganz oben steht, ist eine einfache Auffindung gegeben. Hierdurch wird der Nutzer dann schnell auf Ihre Website gezogen und besucht möglicherweise keine anderen mehr, die sein Informationsbedürfnis ebenfalls beantworten könnten.

 

Navigation der Website

Ist der Nutzer also nun auf Ihre Website gelangt, so muss er sich nur noch hier zurechtfinden. Auf jeder Website sollten sich daher Navigationspunkte befinden, welche den gesamten Webauftritt strukturieren und einteilen. Diese Navigationspunkte sind elektronische Hypertexte. Hypertexte sind Verlinkungen in jeglicher Form, die zu weiteren Inhalten und HTML Dokumenten führen, welche unter einer Domain erreichbar sind.

Neben der Hauptnavigation gibt es noch eine Metanavigation, unter welchen meist Kontakt, Karrieremöglichkeiten und das Impressum aufgeführt werden. Die Metanavigation ist dabei nicht so relevant, wie die Hauptnavigation und sollte daher kleiner und unauffälliger gestaltet werden. Bei der Hauptnavigation gibt horizontale und vertikale Navigationsmöglichkeiten. Je nach Content und Menge der Navigationspunkte eignet sich die eine Navigation besser als die Andere. Alle Navigationsformen im Web sind vorrangig hierarchisch organisiert. Die Navigation teilt sich auf in eine Primärnavigation, einer Sekundärnavigation und einer Tertiärnavigation. Die Primärnavigation gehört zur Hauptnavigation, wogegen die beiden anderen Navigationsvarianten zur Unternavigation gehören. Hauptnavigationspunkte sind also Oberbegriffe, wogegen die Punkte der Sekundärnavigation den Unterpunkten zu zuordnen sind.

Wesentlich bei jeder Navigation ist, dass sie Konsistent bleibt. Das bedeutet, dass alle Inhalte in derselben Art dargestellt werden müssen und einen roten Faden bilden. Zur Konsistenz gehören das Wording, die visuelle Darstellung und die Benutzung.

Die Benutzung meint, dass es gleichbleibende Elemente an derselben Position gibt und die externen und internen Links eine gleiche Logik aufweisen. Interne Links müssen dann immer denselben Ablauf haben und nicht auf einmal so gehandhabt werden, wie ein externer Link.

Der zweite Punkt ist das Wording. Der sprachliche Stil muss auf allen Seiten übernommen werden und möglichst auf derselben Sprache. Ein Fachjargon sollte auf öffentlichen Seiten für Nutzer vermieden werden.
Die visuelle Darstellung beinhaltet Farben, Schriftart und Schriftgröße sowie das gesamte Corporate Design. Die Navigation muss sich gestalterisch in das Gesamtbild einfügen. So müssen Schriften leserlich sein und die Farben an die CI angepasst sein.

 

Strukturierung der Inhalte

Eine hohe Usability kann aber nicht nur alleine mit einer gut erstellten Navigation erreicht werden. Neben der Navigation ist die gesamte Website mit all Ihren Unterseiten ausschlaggebend für die Usability. Die Seiten bedürfen alle einer konstanten Struktur, die einem bestimmten Raster folgen soll. Das heißt nicht, dass jede Seite gleich aussieht – Der Nutzer sollte nur erkennen können, dass die Inhalte alle samt zur Website gehören. Behalten alle Seiten dieselbe Struktur bei, so findet der User sich hier besser zurecht, was für eine höhere Usability sorgt. Auf jeder Seite muss eine Unterteilung stattfinden, bei der festgehalten wird, welche Inhalte sich an welchem Punkt auf der Seite befinden. Artikel mit hoher Relevanz gehören natürlich an den Anfang, um sie dem Nutzer als Erstes zu präsentieren.

Die wichtigste Seite ist wohl die Startseite, auch Homepage genannt. Es ist die Eingangsseite, die ein Nutzer in den meisten Fällen als erstes besucht. Hier muss er erkennen, wo sich welche Inhalte verbergen und worum es sich auf dem Webauftritt handelt. Eine gute Struktur sorgt auch hier für eine hohe Usability. Die Struktur darf auf dieser Seite etwas abweichen, da es eine hierarchisch höherstehende Seite ist. Wichtige Elemente müssen aber für die Konsistenz beibehalten werden.
Seit einiger Zeit gibt es den Viewpoint, welcher den Bereich auf dem Bildschirm beschreibt, den der User als Erstes sieht, wenn er auf eine Website gelangt. Bei einem Laptop ist dieser Bereich natürlich größer als bei einem Smartphone. Alle Inhalte im Viewpoint werden als wichtiger gewertet und müssen auch inhaltlich relevanter sein.

 

Design

Die Struktur ist die Vorbereitung für das Webdesign. Im Printbereich werden Struktur und Design nicht voneinander getrennt, sondern arbeiten Hand in Hand. Im Bereich Webdesign und allen Online Medien jedoch trennt man die technische Struktur vom ästhetischen Design. Dies kommt von der Trennung von HTML und CSS. In HTML Dokumenten schreibt man eine Website und organisiert die Struktur. In CSS wird dann das Layout angepasst. Das Webdesign muss sich dem Thema der Website und deren Corporate Identity anschließen. Das Design muss das Unternehmen vertreten und gleichzeitig deren Zielgruppe ansprechen. Um durch das Design eine hohe Nutzerfreundlichkeit zu erreichen, müssen Farben, Anordnung, Schriftarten und Layout auf die Zielgruppe zugeschnitten sein. Jede Farbe und Form besitzt eine andere Wirkung. Auch beim Webdesign ist eine Konstanz unabdingbar, um den Nutzer zurechtzuweisen. Es ist eine einheitliche Gestaltung notwendig, um dem Kunden das Zurechtfinden auf der Website zu erleichtern.

Durch verschieden angeordnete Formen und Richtungen können User auf bestimmte Inhalte eher gelenkt werden, als auf andere. Auch die Farben sind beim Webdesign sehr entscheidend. Außerdem ist eine professionell gestaltete Website angenehm für die Augen und wird gerne ein zweites Mal besucht. Auch dies ist eine positive Auswirkung, welche die Nutzerfreundlichkeit mit sich bringt. Gefällt die Website einem Kunden auch optisch, so wird er sie weiterempfehlen oder weitere male besuchen. Potenzielle Kunden können zu Stammkunden werden.

 

Multimediale Elemente

Multimediale Elemente sind Audios, Sounds, Videos und Animationen. Sie bescheren dem Besucher ein Nutzererlebnis, welches ihnen dann die Bedienung erleichtert. Es kann beispielsweise ein Sound ertönen, wenn ein Kunde einen Mitarbeiter im Chat befragt oder wenn die Website für Neuigkeiten aktualisiert werden kann. Videos erleichtern die Informationsaufnahme und werden oftmals lieber verarbeitet, als reiner Text. Animationen haben den Vorteil, dass sie trockenen Inhalt auflockern können oder komplexen Content einfach erklären können.

 

Interaktive Elemente

Interaktiv beschreibt das Einbinden des Nutzers. Dieser wird bei interaktiven Elementen selber aktiv. So kann der Nutzer ein Formular ausfüllen, mit dem Unternehmen durch Chats Kontakt aufnehmen oder beispielsweise den BMI ausrechnen lassen. Auch Foren können interaktive Elemente sein, da die Nutzer sich hier austauschen können. Bei einem Webshop, in welchem Produkte online erworben werden können, ist auch die Kaufabwicklung ein interaktives Element. Alle Instrumente, bei denen der Nutzer also selber aktiv werden kann fördern die Usability.

 

Responsive Design

Heutzutage ist es von hoher Wichtigkeit, dass die Website auf allen Endgeräten optimal ersichtlich ist. Sie muss auf dem Handy genauso gut funktionieren, wie auf dem Bildschirm eines PC’s. Dafür müssen alle Werte relativ sein und bestenfalls in Prozenten angegeben werden. Für das Smartphone wird daher oft ein anderes Layout verwendet, als bei größeren Bildschirmen. Ab einer bestimmten Größe ändert sich das Design dann. Diese Anpassung an den Bildschirm wird responsive Webdesign genannt. Es ist ein technischer Faktor der SEO und ein visueller Faktor für die Usability. Ein Nutzer, der mit dem Smartphone auf Ihre Unternehmensseite tritt, der erwartet, dass sich diese an seinem Smartphone-Bildschirm anpasst. Tut sie das nicht, so ist das umständlich für ihn die Inhalte zu erfassen. Oft wechselt er sofort die Seite oder sucht lange nach den gewünschten Informationen.

 

Hohe Usability erreichen

Wie diese Usability erreicht wird, ist nun klar. Die einfache Bedienbarkeit einer Website muss immer im Vordergrund stehen. Selbst komplexe Inhalte müssen organisiert dargestellt werden. Im Mittelpunkt muss immer der Nutzer mit seinem Bedürfnis stehen. Die angestrebte Benutzerfreundlichkeit wird also durch Struktur, Layout, Webdesign, einer sinngemäßen Navigation, multimedialen und interaktiven Elementen sowie der Anpassung an jedes Endgerät erreicht. Sind all diese Punkte beachtet, steht Ihrer Website nichts mehr im Wege.